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„Das ist ein großes Wunder…“

Sonnabend, 08. Juni 2019, 15:46 Uhr
Eine bedeutsame Sonderausstellung zu Liszt und Loh-Orchester eröffnete heute im Schlossmuseum...
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Alle zwei Jahre ehrt Thüringen mit einer Biennale den großen Klaviervirtuosen, den Komponisten und Musiktheoretiker des 19. Jahrhunderts Franz Liszt, dessen Werk bis in die Gegenwart ausstrahlt.

„Das ist ein großes Wunder…“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Alle Thüringer Städte, in denen Liszt wirkte, sind an den Veranstaltungen der Biennale beteiligt. Sondershausen ist in diesem Jahr der zentrale Veranstaltungsort und nicht nur Spielort für Musiker sondern steuert eine sehr beachtenswerte Ausstellung bei.

Zur Liszt-Ehrung in Sondershausen zeigt das Schlossmuseum eine Sonderausstellung zur Liszt-Biennale 2019 sowie zu Ehren 400 Jahre Loh-Orchester Sondershausen, die bis zum 8. September 2019 zu sehen sein wird.

„Das ist ein großes Wunder…“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Die Ausstellung zeigt in den ersten beiden Räumen bislang kaum bekannte Fotos der Sammlung Burger aus dem Leben von Franz Liszt, hier Ernst Burger der mit seiner Familie (anwesend) und extra aus München angereist war.
Die Sammlung enthält fast einhundert Fotos, besonders aus der letzten Anwesenheit von Liszt in Sondershausen.

„Das ist ein großes Wunder…“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Erstmalig ist in dieser Ausstellung auch ein Liszt-Porträt des Sondershäuser Malers Gerd Mackensen zu sehen, welche Mackensen extra zu diesser Liszt-Biennale auf die Leinwand gebracht hatte. Das Bildnis fand reges Interesse. Leider war der Künstler selbst nicht anwesend.

Mit diese Ausstellung unter dem Titel „Das ist ein großes Wunder…“ schlägt das Schlossmuseum damit eine Brücke zum Jubiläum des Loh-Orchesters. Damit ist sie auch dem 400jährigen Jubiläum des Loh-Orchesters gewidmet

„Das ist ein großes Wunder…“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bürgermeister Steffen Grimm (pl): Die Kommune Sondershausen unterstützt seit 1920 das Loh-Orchester und das soll auch weiter so sein und gab damit ein klares Bekenntnis der Musikstadt Sondershausen zu "seinem" Orchester ab.
Grimm erinnerte an die klangvollen Konzerte zum Jubiläum des Klangkörpers und vom Mittwoch mit der Eröffnung der diesjährigen Biennale.

„Das ist ein großes Wunder…“ (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Pianist Ronald Uhlig hatte natürlich mit einem Stück von Franz Liszt die Vernissage zur Ausstellung eröffnet.


Museumsleiterin Christa Hirschler dankte allen, welche diese Ausstellung ermöglicht haben. Stellvertretend seien genannt natürlich die Familie Burger, das Loh-Orchster, Tilman Graner der Thüringer Staatskanzelei und den Museumsmitarbeitern.

Hirschler verwies besonders auf die bedeutungsvollen Aufnahmen aus der Burger-Sammlung. Sie gab einen sehr interessanten Überblick über die Entwicklung des Loh-Orchsters von der Hofkapelle um 1619 (erster namentlicher Nachweis) bis zum jetzigen Klangkörper. Hier alles zu nennen würde den Rahmen sprengen.

Fazit:
Diese bemerkenswerte Ausstellung sollten Sie nicht verpassen. Und bringen Sie etwas Zeit mit, denn wie sagte heute eine Besucherin zu kn, die Ausstellung muss man in aller Ruhe betrachten, da muss ich unbedingt nochmals vorbei kommen.

Wie geht es weiter mit der Biennale?

Den Samstagabend beschließt um 19:30 Uhr ein Rezital am Sondershäuser Liszt-Flügel im Riesensaal. Zu diesem Anlass ist die russische Pianistin Dina Ivanova aus Moskau angereist.
Mit einem festlichen Abschlusskonzert am Pfingstmontag, dem 10. Juni, 17:00 Uhr, in der Trinitatiskirche Sondershausen klingt die Festwoche der Liszt-Biennale 2019 in Sondershausen aus.
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