Neues aus Sondershausen
Baumaßnahmen in der Mikwe
Dienstag, 20. August 2019, 10:40 Uhr
Im September wird es in der Mikwe von Sondershausen Baumaßnahmen geben. Zum Denkmalstag noch geöffnet. Dazu diese Meldung aus der Stadtverwaltung Sondershausen...
Ab 16. September 2019 wird die Sondershäuser Mikwe für mehrere Wochen, voraussichtlich bis Mitte Oktober 2019, wegen Baumaßnahmen geschlossen. Das mittelalterliche jüdische Ritualbad, das 1999 bei Grabungen des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie auf dem damals unbebauten Areal zwischen Hauptstraße, Bebrastraße und Langestraße entdeckt und in situ erhalten wurde, ist als bedeutendes Bodendenkmal in einen eigens dafür konzipierten Kellerraum unter der Galerie am Schlossberg integriert worden. Es gehört zu den ältesten Mikwenanlagen im gesamten mittel- und norddeutschen Raum. Die Ausstellung, die den Denkmalspreis des Landes Thüringen erhielt, wird jährlich von mehreren hundert Gästen im Rahmen von Stadtführungen sowie Veranstaltungen des Schlossmuseums Sondershausen besucht.
Archivfoto kn
Nach nunmehr zwanzig Jahren zeigt der Raum um das durch Grundwasser gespeiste Becken massive Feuchteschäden. Die verrottete Deckenisolierung löst sich an mehreren Stellen, abblätternde Farbe verunreinigt das Ritualbad, zeitweise trat Schimmel auf.
Im Zuge der aktuellen Baumaßnahmen soll die Lüftung des Raumes verbessert und damit die Schadensursache behoben werden. Gleichzeitig wird die Isolierung der Decke erneuert, im Nachgang Becken und Stadtmauer gereinigt und ggf. konserviert. Die im Auftrag der Stadt Sondershausen durch die Firmen HESA Ingenieurbüro Sondershausen, Joachim Kellner, Lüftungsbau Sondershausen, Heldele Nordhausen GmbH, die Malerfirma Otto Tänzer, Sondershausen und den städtischen Bauhof projektierten und ausgeführten Arbeiten werden durch den Freistaat Thüringen, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, gefördert.
Zum letzten Mal vor Baubeginn ist die Sondershäuser Mikwe am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, dem 8. September 2019, von 10 bis 17 Uhr, geöffnet. Führungen finden jeweils um 10 Uhr und 16 Uhr statt. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.
Autor: khhAb 16. September 2019 wird die Sondershäuser Mikwe für mehrere Wochen, voraussichtlich bis Mitte Oktober 2019, wegen Baumaßnahmen geschlossen. Das mittelalterliche jüdische Ritualbad, das 1999 bei Grabungen des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie auf dem damals unbebauten Areal zwischen Hauptstraße, Bebrastraße und Langestraße entdeckt und in situ erhalten wurde, ist als bedeutendes Bodendenkmal in einen eigens dafür konzipierten Kellerraum unter der Galerie am Schlossberg integriert worden. Es gehört zu den ältesten Mikwenanlagen im gesamten mittel- und norddeutschen Raum. Die Ausstellung, die den Denkmalspreis des Landes Thüringen erhielt, wird jährlich von mehreren hundert Gästen im Rahmen von Stadtführungen sowie Veranstaltungen des Schlossmuseums Sondershausen besucht.
Archivfoto kn
Nach nunmehr zwanzig Jahren zeigt der Raum um das durch Grundwasser gespeiste Becken massive Feuchteschäden. Die verrottete Deckenisolierung löst sich an mehreren Stellen, abblätternde Farbe verunreinigt das Ritualbad, zeitweise trat Schimmel auf.
Im Zuge der aktuellen Baumaßnahmen soll die Lüftung des Raumes verbessert und damit die Schadensursache behoben werden. Gleichzeitig wird die Isolierung der Decke erneuert, im Nachgang Becken und Stadtmauer gereinigt und ggf. konserviert. Die im Auftrag der Stadt Sondershausen durch die Firmen HESA Ingenieurbüro Sondershausen, Joachim Kellner, Lüftungsbau Sondershausen, Heldele Nordhausen GmbH, die Malerfirma Otto Tänzer, Sondershausen und den städtischen Bauhof projektierten und ausgeführten Arbeiten werden durch den Freistaat Thüringen, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, gefördert.
Zum letzten Mal vor Baubeginn ist die Sondershäuser Mikwe am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, dem 8. September 2019, von 10 bis 17 Uhr, geöffnet. Führungen finden jeweils um 10 Uhr und 16 Uhr statt. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen.

