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Neues aus Sondershausen

Bürgergespräch zum Bebraer Teich

Donnerstag, 12. September 2019, 00:03 Uhr
Ein möglicher potentieller Betreiber des Naturbades Bebraer Teiche ging am gestrigen Abend auf dem Possen in die Offensive und stellte weitere Einzelheiten seines Konzeptes vor. Und es gibt auch bereits Bitten aus der Bevölkerung...


Bürgergespräch zum  Bebraer Teich (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Die Familie Jahn Betreiber des Freizeit & Erholungspark Possen haben sich an der Ausschreibung der Stadt Sondershausen beteiligt und gaben weitere interessante Details ihres möglichen Projektes Bebraer Teich vor.

Bürgergespräch zum  Bebraer Teich (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Charlotte und Philipp Jahn konnten sich über überraschend viele Gästen freuen, die den Weg in das Ringcafé auf dem Possen gefunden hatten. Darunter einige Stadträte, Verwaltungsmitarbeiter der Stadt Sondershausen und Bürgermeister Steffen Grimm (pl).

Zuerst kam allerdinbgs nach der Begrüßung ein anderer zu Wort.

Bürgergespräch zum  Bebraer Teich (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Matthias Deichstetter sprach als Vertreter des Tourismusverbandes Südharz-Kyffhäuser. Wenn man im Kreis über Tourismus spricht, fällt dann immer das Wort auf Bad Frankenhausen, Kyffhäuser und...und. Sondershausen wird da kaum genannt, obwohl mit dem Possen und seinen jährlichen 300.000 Besucher ein touristischer Höhepunkt steht. Und das wird von der Bevölkerung (ein Wurf kn und manchen Politikern) kaum so wahrgenommen.

Gerade die Familie Jahn zeigt seit über 20 Jahren wie Tourismus geht und die Besucherzahlen geben ihen recht. Man sollte daher Vertrauen in sie haben.

Dann übernahm Philipp Jahn wieder das Zepter. Wir als Familie Jahn haben seit vielen Jahren Erfahrungen im Tourismus und betreiben erfolgreich seit nun mehr rund 23 Jahren den Freizeit & Erholungspark Possen. Da belegt auch der jüngste Erfolg, als man beim Ranking der Ferienpark Deutschland unter 110 Kandidaten den sehr guten 18. Platz belegte, Spitzenposition in Thüringen und der Possen ist ein Tourismusmagnet in Nordthüringen.

Auch die Bebraer Teiche sind uns nicht fremd, so Philipp Jahn. Rund 10 Jahre war man Betreiber.

Dann zählte er die Vorteile auf, wenn der Possen die Bebaer Teiche betreiben kann. Die Vermrktung erfolgt über den Possen. Vorteile gibt es beim Personal, da man schnell Personal vom Possen zum Berbraer Teich verlegen kann. Bei 30 festangestellten Mitarbeitern und in der Spitze 70 ist das ein großer Vorteil.

Bürgergespräch zum  Bebraer Teich (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Das Konzept sieht vor, das Gelände des Bebraer Teiches zu kaufen. Der Bebraer Teich wird öffentliche Badestelle und ist so für jeden Bürger und ohne Eintritt zu bezahlen besuchbar. Das die Badestelle keinen Bademeister hat, ist rechtlich abgesichert. Baden erfolg auf eigen Gefahr.
Das Gelände der Bebraer Teich wird selbst frei betretbar sein und nur ab 21:00 oder 22:00 Uhr aus Sicherheitsgründen geschlossen werden.

Ähnliche Konzepte mit öffentlicher Badestelle (ohne Bademeister) gibt es am Stausee Hohenfelden, am Frauensee und in Kelbra am Thüringer Teil. Und es ist ja auch noch das Personal des See-Bistro vor Ort, um eingreifen zu können.

Selbst der Parkplatz vor dem Bebraer Teich wird gebührenfrei sein. Jeder kann kommen wie er will, seine Decke ausbreiten und sich etwas zu essen und zu trinken mitbringen. Die Leute sollen sich wohl fühlen. Wer möchte, kann ins See-Bistro gehen, das betrieben werden soll.
So ist die Idylle des Teiches von jedem Besucher erlebbar, ohne Eintritt sich vielleicht nur zu sonnen, kurz zu planschen oder nur einen Rundgang um den Teich zu machen.

Zum Possen sagte Philipp Jahn noch. Wir haben das Modell des bezahlten Parkplatzes (aktuell 4 Euro) vom Vorgänger übernommen und finanzieren den umfangreichen Parkplatz. Wir nahmen keinen Eintritt, um auf das Gelände des Possen zu kommen. Es gibt genügend Einrichtungen, die Besucher "nur" hochfahren, damit sie einen schönen Tag verbringen können und das ist gut so.

Und die Bebraer Bürger müssen nicht fürchten, dass hier am Bebraer Teich eine Party-Meile entsteht. Geplant sind maximal ein bis zwei Events im Jahr, sagte Jahn schon in einem Gespräch mit kn und bekräftigte es wieder.

Die Vorteile für die Stadt Sondershausen liegen auf der Hand. Für die Bebraer Teiche muss die Stadt Sondershausen keinen Zuschuss mehr leisten, wie bei den anderen beiden Bädern, so Jahn.

Kernpunkt ist der Ausbau der Übernachtungskapazitäten. So soll ein Campingplatz geschaffen werden und ein Wohnmobilstellplatz. Auch an die Radtouristen wird gedacht.
Im Schwerpunkt soll die Übernachtung besonders auf Familien zugeschnitten werden, aber auch Tagesgäste sind hoch willkommen. Kombi-Möglichkeiten mit dem Possen soll es geben, hatte Jahn bereits in einem früheren Gespräch betont.

Und Jahn zeigte auch schon Modelle, wie die Übernachtung funktionieren soll, so auf Hausbooten und in Zelten die auf Holzplattformen scheinbar über dem Boden schweben, um so wenig wie möglich Natur zu beschädigen, siehe Bildergalerie. Bei den Garagen werden 10 bis 13 kleine Häuschen stehen, siehe auch Bildergalerie.
Damit wegen des Campingplatzes nicht zu viel Platz am Teich verloren geht, soll sogar ein Teil des Parkplatzes begrünt und dann als Campingplatz genutzt werden. Das machen wir mit eigenen Mitteln, so Jahn. Es soll aber kein Großcampingplatz werden.
Der Schwerpunkt solle beim Familientourismus liegen.

Das Konzept wurde bereits mit dem Umweltamt besprochen.
Das hier ein wichtiger Krötenaufzuchtplatz ist, wissen wir. Wir werden das Terrain so schützen, dass wir im Einklang mit der Natur sind. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit mit den Naturschutzbehörden vorgesehen.

Knackpunkt wird der Kauf des Geländes sein, den die Familie Jahn plant. Philipp Jahn beteuerte abschließend, der Bebraer Teich wird immer frei zugänglich sein.

Es wird an der Stadt liegen, wenn man das Gelände verkaufen will, mit entsprechenden Verträgen die freie Zugänglichkeit zu sichern. Allerdings muss man auch Verständnis aufbringen, dass die Familien Jahn nicht große Investitionen tätigt und dann nicht weiß, wie lange man bleiben darf.

Und ein andere Problem gibt es noch, im Vorfeld dieses Bürgergespräches gab es Hinweise an kn von Bürgern, die Stadt Sondershausen solle wegen der Wichtigkeit des Themas, nach Ablauf der Ausschreibung die wesentlichen Teil der Konzepte der anderen möglichen Anbieter in öffentlichen Foren vorzustellen.
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