Aus dem Vereinsleben
Stadtführung der Sehbehinderten
Donnerstag, 19. September 2019, 11:31 Uhr
Die Kreisgruppe des Blinden- und Sehbehindertenverbandes traf sich am 11. September auf dem Markt in Sondershausen zu einer Stadtführung. Dazu erreichte kn dieser Bericht...
Frau Günther von der Tourist-Information begrüßte uns herzlich. Nicht nur unsere Sondershäuser hatten Interesse an der Geschichte der Stadt und die Zeit der Fürsten zu Schwarzburg-Sondershausen. Einige kamen auch von Bad Frankenhausen und Göllingen.
Nach einer kurzen Einführung begann der Rundgang durch die Altstadt. Wir erfuhren das das Landratsamtsgebäude früher das Prinzenpalais für zwei später geborene Kinder des Fürsten war. Das danebenstehende Gebäude Schwan war um 1600 eine Gaststätte.
In der Burgstraße zeigte uns Frau Günther das Bloedausche Haus. Hier wohnte lange der Kanzler von Schwarzburg-Sondershausen. Später erwarb Dr. Carl von Bloedau, der Leibarzt des Fürsten Carl Günther Friedrich II., dieses Haus.
In der Wezelstraße machten wir Halt an der Gedenktafel zu Ehren von Johann-Karl-Wezel. Hier stand bis 1986 das Haus in dem er die letzten Jahre lebte. Der gebürtige Sondershäuser war Dichter und Schriftsteller. Sein bewegtes Leben lässt einige Fragen offen.
Weiter gingen wir zum Speiserschen Haus in der Schösserstrasse und erfuhren etwas aus dem Leben des Amtsschössers Speiser, mitunter ein rebellischer Zeitgenosse. Ein Stück weiter, steht das Haus der ehemaligen Eupelschen Buchdruckerei. Hier wurde damals ein großer Teil der Sondershäuser Regionalliteratur gedruckt.
Den nächsten Halt machten wir auf dem Alten Gottesacker. Im 16. Jahrhundert war das die Begräbnisstätte von Sondershausen. Heute gedenkt man dort einiger bedeutender Persönlichkeiten der Stadt.
Zum Schluss unseres Rundgangs besichtigten wir die St. Trinitatis Kirche. Ein imposanter Bau. Erwähnen möchte ich die fürstliche Grabkapelle, die 1890 an die Kirche angebaut wurde. Hier haben sieben verstorbene Mitglieder des Fürstenhauses Schwarzburg-Sondershausen ihre letzte Ruhe gefunden. Die von der Firma Hey 1997 eingebaute Orgel hat 2811 Orgelpfeifen.
Danke an Frau Günther für die lebendigen Informationen und die Lust auf noch mehr Geschichte. Literatur dazu kann in der Tourist Information erworben werden.
Unser Ausflug in die Geschichte klang für die Mitglieder des Blinden- und Sehbehinderten Verbandes mit einem Plausch bei Kaffee und Kuchen im Cafe Pille aus.
Wer sehbehindert ist und an unserem Vereinsleben teilhaben möchte, melde sich bei uns. Jeden ersten Dienstag im Monat von 9-12 Uhr sind wir im Landratsamt zur Sprechstunde erreichbar. - Wir helfen gern –
Text und Fotos:
W. Rasch sehender Mitarbeiter
Autor: khhFrau Günther von der Tourist-Information begrüßte uns herzlich. Nicht nur unsere Sondershäuser hatten Interesse an der Geschichte der Stadt und die Zeit der Fürsten zu Schwarzburg-Sondershausen. Einige kamen auch von Bad Frankenhausen und Göllingen.
Nach einer kurzen Einführung begann der Rundgang durch die Altstadt. Wir erfuhren das das Landratsamtsgebäude früher das Prinzenpalais für zwei später geborene Kinder des Fürsten war. Das danebenstehende Gebäude Schwan war um 1600 eine Gaststätte.
In der Burgstraße zeigte uns Frau Günther das Bloedausche Haus. Hier wohnte lange der Kanzler von Schwarzburg-Sondershausen. Später erwarb Dr. Carl von Bloedau, der Leibarzt des Fürsten Carl Günther Friedrich II., dieses Haus.
In der Wezelstraße machten wir Halt an der Gedenktafel zu Ehren von Johann-Karl-Wezel. Hier stand bis 1986 das Haus in dem er die letzten Jahre lebte. Der gebürtige Sondershäuser war Dichter und Schriftsteller. Sein bewegtes Leben lässt einige Fragen offen.
Weiter gingen wir zum Speiserschen Haus in der Schösserstrasse und erfuhren etwas aus dem Leben des Amtsschössers Speiser, mitunter ein rebellischer Zeitgenosse. Ein Stück weiter, steht das Haus der ehemaligen Eupelschen Buchdruckerei. Hier wurde damals ein großer Teil der Sondershäuser Regionalliteratur gedruckt.
Den nächsten Halt machten wir auf dem Alten Gottesacker. Im 16. Jahrhundert war das die Begräbnisstätte von Sondershausen. Heute gedenkt man dort einiger bedeutender Persönlichkeiten der Stadt.
Zum Schluss unseres Rundgangs besichtigten wir die St. Trinitatis Kirche. Ein imposanter Bau. Erwähnen möchte ich die fürstliche Grabkapelle, die 1890 an die Kirche angebaut wurde. Hier haben sieben verstorbene Mitglieder des Fürstenhauses Schwarzburg-Sondershausen ihre letzte Ruhe gefunden. Die von der Firma Hey 1997 eingebaute Orgel hat 2811 Orgelpfeifen.
Danke an Frau Günther für die lebendigen Informationen und die Lust auf noch mehr Geschichte. Literatur dazu kann in der Tourist Information erworben werden.
Unser Ausflug in die Geschichte klang für die Mitglieder des Blinden- und Sehbehinderten Verbandes mit einem Plausch bei Kaffee und Kuchen im Cafe Pille aus.
Wer sehbehindert ist und an unserem Vereinsleben teilhaben möchte, melde sich bei uns. Jeden ersten Dienstag im Monat von 9-12 Uhr sind wir im Landratsamt zur Sprechstunde erreichbar. - Wir helfen gern –
Text und Fotos:
W. Rasch sehender Mitarbeiter

