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Landespolitiker äußern sich

Freiwillige Feuerwehren gestalteten Kinderfeste

Sonntag, 22. September 2019, 18:06 Uhr
Kindertag wurde in Dörfern südlich der Hainleite zünftig gefeiert. Dazu erreichte kn dieser Bericht...

Das Ara-Mädchen Daisy, das als eine der Attraktionen auf dem Kinderfest der Freiwilligen Feuerwehr Oberbösa zum Internationalen Kindertag am Freitag auftrat, ist dem Teeny-Alter entwachsen und zu den Twens aufgerückt. Damit symbolisierte der Papagei den Generationswechsel, den gerade auch die Jugendfeuerwehr des Ortes ereilt hat.

Freiwillige Feuerwehren gestalteten Kinderfeste (Foto: Ingo Linsel) Freiwillige Feuerwehren gestalteten Kinderfeste (Foto: Ingo Linsel)

Die Kinder der Jugendfeuerwehr Oberbösa freuten sich über den Besuch der Abgeordneten Dr. Iris Martin-Gehl

Auf die Jugendlichen der alten Gruppe würden nun Lehre und Studium warten, und man müsse sehen, wer dann noch Zeit findet, zur Feuerwehr zurückzukehren, erklärte Jugendwart Alexander Altenburg. An ihre Stelle sind aber inzwischen neun neue Kinder getreten. Noch sind sie zu klein und unerfahren, um bereits zu Wettkämpfen fahren zu können. Doch trainieren sie bereits auf der Hindernisbahn. Für deren Ausbau und für neue T-Shirts übergab Dr. Iris Martin-Gehl, die im Altkreis Sondershausen und Eichsfeld III bei der bevorstehenden Landtagswahl kandidiert, eine Spende aus der „Alternative 54“, einem gemeinnützigen Verein, in den die Abgeordneten der LINKEN ihre Diätenerhöhungen einfließen lassen.

Freiwillige Feuerwehren gestalteten Kinderfeste (Foto: Ingo Linsel) Freiwillige Feuerwehren gestalteten Kinderfeste (Foto: Ingo Linsel)

Frau Martin-Gehl übergab eine Spende für T-Shirts und Trainingsgerät

Um den Kindern der Jugendfeuerwehr zu erklären, welcher Gast da gerade zu ihnen gekommen ist, wurde Iris Martin-Gehl kurzerhand mit Angela Merkel verglichen, nur dass sie nicht in Berlin, sondern in Erfurt agiere. Was der Abgeordneten für einen Moment den Hals zuschnürte, da ihr sich die Entwürfe des Klimakabinetts unter Leitung der Kanzlerin aufdrängten, die am selben Tag gerade in Berlin verabschiedet wurden. In die Nähe der Beschlüsse zum Schutz des Klimas, die unter anderem höhere Benzinpreise vorsehen, wollte sie wahrlich nicht gerückt werden. Davon wussten die Kinder aber ohnehin noch nichts, und so wurde der Vergleich geschluckt. Dennoch empfand Frau Martin-Gehl die anschließenden Würfe der Kinder beim Ballschleudern mit Hilfe eines Wurftuchs gelungener und weiter als den Wurf des Klimakabinetts. Was haben denn, so fragte sie sich, die Leute zum Beispiel in den Dörfern um Oberbösa von billigerem Bahnfahren, wenn sie vornehmlich auf das Auto angewiesen sind auf ihren Wegen zur Arbeit, zum Einkauf oder zum Arzt?

Ganz ohne Kohlendioxidbelastung fanden sich derweil mehrere Radwanderer ein, die auf dem Weg um die Hainleite von der Gastfreundschaft der Feuerwehr, ihrem angeworfenen Grill und dem vorzüglichen selbst gebackenem Kuchen angezogen wurden.

Freiwillige Feuerwehren gestalteten Kinderfeste (Foto: Ingo Linsel) Freiwillige Feuerwehren gestalteten Kinderfeste (Foto: Ingo Linsel)

Abgeordnete Martin-Gehl unterstützt die Arbeit der Jugendfeuerwehr Trebra. Mit Wehrleiter Torsten Weise (r.) und seinem Stellvertreter Peter Günther (2.v.r.)

Begleitet vom Oberbösaer Gemeinderatsmitglied Egon Haupt setzte Iris Martin-Gehl ihre Stippvisite am Kindertag, der an diesem Freitag erstmals in Thüringen als Feiertag begangenen wurde, nach Trebra fort. Dort wartete auf sie bereits die Hälfte der zehnköpfigen Jugendfeuerwehr. Zusammen mit seinem Stellvertreter Peter Günther hatte Wehrleiter Torsten Weise das Einsatzfahrzeug aus der Garage gefahren und für eine kleine Übung mit den Kindern vorbereitet. Viel Spielraum für die Nachwuchsgewinnung lässt der Haushalt der Feuerwehr leider nicht, erfuhr die Abgeordnete. Erst nach energischem Nachfragen gestand der Wehrleiter, dass er viele Kosten privat trägt. Natürlich war also auch hier die von Iris Martin-Gehl übergebene Spende sehr willkommen.

Freiwillige Feuerwehren gestalteten Kinderfeste (Foto: Ingo Linsel) Freiwillige Feuerwehren gestalteten Kinderfeste (Foto: Ingo Linsel)

Die Abgeordnete im Gespräch mit Claudia Baltruschat, Vorsitzende der DRK-Ortsgruppe.

Ein großes Gewimmel erwartete die Abgeordnete in Kirchengel. Die DRK-Ortsgruppe, die Feuerwehr und die Kirmes-Gesellschaft hatten hier zum Kinderfest eingeladen. Hüpfburg, Kinderschminken, kleine Wettbewerbe, Bratwurst und Kuchen – an alles war gedacht. Mit einem fröhlichen Hallo begrüßte Torsten Gottschalk, Bürgermeister, Wehrführer und Jugendwart in einem, die Abgeordnete.

Heiß her ging es bei ihm am Tisch noch immer um den Wechsel aller Engelsdörfer und Wolferschwenda von Großenerich nach Greußen. In den 90er Jahren seien die Orte zwangsweise in Großenerich eingegliedert worden, und nie hätte man sich dort wohlgefühlt, begründet Torsten Gottschalk den Wechsel, dem eine Unterschriftensammlung in den Orten vorausgegangen war. Viel Frust hätte sich aufgestaut, weshalb viele nicht mehr zur Wahl gegangen seien. Ob nun Greußen eine Liebesheirat würde - zwei Jahre dauert ohnehin die eingeleitete Trennung mit dem bisherigen Partner – wollte der Bürgermeister nicht beschwören.

Die Abgeordnete freute sich über die gelungenen Aktionen an dem neuen Feiertag in Thüringen.
Text und Fotos: Ingo Linsel

Wehrleiter Torsten Weise kleidete Iris Martin-Gehl zünftig ein…
Torsten Gottschalk, Bürgermeister, Wehrleiter und Jugendwart von Kirchengel begrüßte die Abgeordnete.
Autor: khh

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