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Kommunalpolitiker äußern sich

Schard aber Herzlich

Freitag, 11. Oktober 2019, 04:47 Uhr
Schard aber Herzlich (Foto: Stefan Schard) Schard aber Herzlich (Foto: Stefan Schard)
Seit ca. 2 Jahren erscheinen unter dem Titel "SCHARD ABER HERZLICH" regelmäßig Zeitungskolumnen zu aktuellen Ereignissen, Themen, gesellschaftlichen Fragen usw. von Stefan Schard. Auf vielfache Nachfrage der Leser veröffentlicht kn in der kommenden Zeit eine Auswahl der Texte der vergangenen Monate aus dieser beliebten Reihe. Heute Teil 12 mit dem Titel "Was ist an Autorität eigentlich so schlimm?"...

Was ist an Autorität eigentlich so schlimm?

In meinen Kinder- und Jugendtagen war noch viel von „Respektspersonen“ die Rede und das Entgegentreten bspw. gegenüber Lehrern oder Polizisten war in der Tat von Achtung und Respekt geprägt. Älteren Leuten seinen Platz im Bus anzubieten war selbstverständlich. Autorität hatte damals wie heute viele Gesichter. Manches hat sich leider nicht zu seinem Vorteil verändert. Insbesondere die Staatsverachtung, Kriminalitäts- und Gewaltbereitschaft hat Ausmaße angenommen, wie sie in diesem Lande noch nicht vorhanden waren.

Immer wieder wird über Familienclans berichtet, die, wie teilweise auch Links- oder Rechtsradikale, ganze Stadtviertel oder Straßenzüge in großen Städten für sich beanspruchen und ihre „Phantasien“ in scheinbar rechtsfreien Räumen ausleben. Wie man in solchen Zeiten auf die Idee kommen kann, den Verfassungsschutz und auch die Bereitschaftspolizei abschaffen zu wollen, wie es vom linken Rand des politischen Spektrums immer wieder gefordert wird, bleibt ein Geheimnis. Man könnte das im günstigsten Fall nur als „geistige Umnachtung“ bezeichnen. Wenn schon Kinder und Jugendliche in einigen Bereichen dazu erzogen werden, staatliche Autorität und Ordnungsregeln zu ignorieren, braucht man sich auch nicht zu wundern, daß die Probleme zunehmen. Zu all dem kommt dann noch die Nachricht, daß von den ausreisepflichtigen Asylbewerbern bzw. von den geplanten Abschiebungen weniger als die Hälfte tatsächlich umgesetzt wurden.

Wie soll ein Land funktionieren, wenn die Regeln nicht eingehalten werden? Kein Finanzamt käme auf die Idee zu akzeptieren, daß mehr als die Hälfte der Bevölkerung ihre Steuern nicht bezahlt. Kein Ordnungsamt würde es dulden, wenn mehr als die Hälfte der Bußgelder für zu schnelles Fahren oder falsches Parken nicht bezahlt würden. Hört endlich auf, alles und jedes mit halbseidenen Begründungen rechtfertigen zu wollen. Ich will, daß der Staat seine Autorität und damit die Ansprüche der Bevölkerung auf Ordnung und Sicherheit auch umsetzt und das ausnahmslos. Nur dann kann man wirklich von Gleichbehandlung und Gerechtigkeit reden.

Autorität bedeutet vieles. Sie bedeutet auch Achtung vor den Leistungen unserer Mütter und Väter, die dieses Land aufgebaut und stark gemacht haben. Wenn nicht von Teilen dieser Gesellschaft endlich damit Schluss gemacht wird, Schlüsseltechnologien, wie bspw. den Diesel, kaputt zu reden, unser Bildungssystem kaputt zu sparen, unsere Infrastruktur weiter herunterzuwirtschaften, uns immer wieder mit überbordender Bürokratie zu gängeln und Strafvorschriften weiter zu lasch anzuwenden, dann müssen wir wohl in Zukunft an den Stellen, an denen wir früher von „Schwarmintelligenz“ gesprochen haben, von „Schwarmblödheit“ reden.
Autor: khh

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