Neues aus Bad Frankenhausen
Ist das Knopfmacherhölzchen noch zu retten?
Samstag, 12. Oktober 2019, 17:42 Uhr
Das war das Thema der öffentlichen
Mitgliederversammlung des Ortsverbandes DIE LINKE Bad Frankenhausen. Dazu erreichte kn diese Meldung...
Wie bei diesem Thema zu erwarten, folgten zahlreiche Frankenhäuser sowie unser Spitzenkandidat Dietmar Strickrodt dieser Einladung mit dem Ziel, in irgendeiner Form zum Erhalt des ca. 130 Jahre alten Knopfmacherhölzchens beizutragen.
Nach einem kurzen Ausflug in die Historie dieses kleinen Wäldchens, dass ab dem Jahr 1891 von arbeitslosen und später von streikenden Knopfarbeitern angelegt wurde, kamen die Experten in Fragen Wald- und Naturschutz, Herr Wolfgang Sauerbier und Herr Walter Rüdiger zu Wort.
Wenn sie auch in manchen Detailfragen unterschiedlicher Meinung waren, kamen beide zu einem einhelligen Fazit:
1. die Baumart, die seit mehr als 100 Jahren das Knopfmacherhölzchen bevölkert - es ist eine Schwarzkiefer - ist für diesen trockenen Standort nicht geeignet. Sie benötigt im Durchschnitt dreimal soviel Niederschlag (800 - 1100 mm/Jahr) wie in der Regel in unserer Region fällt (ca.
450 mm/Jahr). Diese Niederschlagsmenge hat sich in den letzten Jahren aber noch mal um rund ein Drittel reduziert. Mit diesem Stress kann diese Schwarzkiefer, die bis zu 800 Jahre alt werden kann, nun nicht mehr umgehen. Sie kann keinen Harz mehr bilden und ist gegen Schädlinge, besonders gegen den Borkenkäfer aber auch gegen verschiedene Pilze, mit denen sie sonst in harmonischer Symbiose lebt, zunehmend wehrlos.
2. Das Knopfmacherhölzchen ist zu retten!!! Es hat hier bereits eine natürliche Rückkehr von standorttypischen Pflanzen ( Sukzession) eingesetzt. Darunter befinden sich Baumarten wie die Sommerlinde, Kastanie, Eiche, Lärche, und die Eberesche.
3. Diese natürliche Waldverjüngung und Waldumbau muss von uns Menschen unterstützt werden. Das kann gelingen, wenn diese Z-Bäume, die Zukunftsbäume Platz und Licht zum Wachsen haben. Ergo müssen die von Schädlingen befallen Bäume und das Totholz aus dem Wäldchen entnommen werden. Das fördert nicht nur den natürlichen Waldumbau sondern beseitigt auch derzeit bestehende Gefahren, die von den geschädigten Bäumen für Wanderer und Spaziergänger ausgehen.
Das stimmte alle Anwesenden optimistisch und nun ging es in der weiteren Diskussion darum, was konkret zu tun sei.
Gemeinsam kamen wir zu dem Schluss, dass zuerst die Kommunalpolitik am Zuge ist, da das Knopfmacherhölzchen der Stadt Bad Frankenhausen gehört. Die fünf anwesenden Stadträte von den LINKEN, der SPD und Pro Frankenhausen signalisierten ihre Bereitschaft, noch in diesem Jahr einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat einzubringen bzw. zu unterstützen. Auch aus der CDU - Stadtratsfraktion wurde Unterstützung signalisiert.
Eine zweite Variante zur schnellen und unbürokratischen Hilfe für das schwer geschädigte Knopfmacherhölzchen wäre eine gut vorbereitete und behutsame Aktion von Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt unter Mithilfe und Anleitung von entsprechenden Fachleuten. Walter Rüdiger und Wolfgang Sauerbier erklärten sich spontan bereit, hier die fachliche Federführung zu übernehmen.
Das alles soll und muss natürlich im engen Zusammenspiel mit dem Forst und der Stadt Bad Frankenhausen geschehen.
Deshalb wird es zeitnah eine Ortsbegehung gemeinsam mit dem Forst und Stadtverwaltung geben, um die Schädigungen noch einmal eingehend zu beurteilen und das weitere Vorgehen abzustimmen.
Wir halten Sie auf dem Laufenden - wir bleiben dran!
Marion Haas
Ortsverband DIE LINKE
Bad Frankenhausen
Autor: khhMitgliederversammlung des Ortsverbandes DIE LINKE Bad Frankenhausen. Dazu erreichte kn diese Meldung...
Wie bei diesem Thema zu erwarten, folgten zahlreiche Frankenhäuser sowie unser Spitzenkandidat Dietmar Strickrodt dieser Einladung mit dem Ziel, in irgendeiner Form zum Erhalt des ca. 130 Jahre alten Knopfmacherhölzchens beizutragen.
Nach einem kurzen Ausflug in die Historie dieses kleinen Wäldchens, dass ab dem Jahr 1891 von arbeitslosen und später von streikenden Knopfarbeitern angelegt wurde, kamen die Experten in Fragen Wald- und Naturschutz, Herr Wolfgang Sauerbier und Herr Walter Rüdiger zu Wort.
Wenn sie auch in manchen Detailfragen unterschiedlicher Meinung waren, kamen beide zu einem einhelligen Fazit:
1. die Baumart, die seit mehr als 100 Jahren das Knopfmacherhölzchen bevölkert - es ist eine Schwarzkiefer - ist für diesen trockenen Standort nicht geeignet. Sie benötigt im Durchschnitt dreimal soviel Niederschlag (800 - 1100 mm/Jahr) wie in der Regel in unserer Region fällt (ca.
450 mm/Jahr). Diese Niederschlagsmenge hat sich in den letzten Jahren aber noch mal um rund ein Drittel reduziert. Mit diesem Stress kann diese Schwarzkiefer, die bis zu 800 Jahre alt werden kann, nun nicht mehr umgehen. Sie kann keinen Harz mehr bilden und ist gegen Schädlinge, besonders gegen den Borkenkäfer aber auch gegen verschiedene Pilze, mit denen sie sonst in harmonischer Symbiose lebt, zunehmend wehrlos.
2. Das Knopfmacherhölzchen ist zu retten!!! Es hat hier bereits eine natürliche Rückkehr von standorttypischen Pflanzen ( Sukzession) eingesetzt. Darunter befinden sich Baumarten wie die Sommerlinde, Kastanie, Eiche, Lärche, und die Eberesche.
3. Diese natürliche Waldverjüngung und Waldumbau muss von uns Menschen unterstützt werden. Das kann gelingen, wenn diese Z-Bäume, die Zukunftsbäume Platz und Licht zum Wachsen haben. Ergo müssen die von Schädlingen befallen Bäume und das Totholz aus dem Wäldchen entnommen werden. Das fördert nicht nur den natürlichen Waldumbau sondern beseitigt auch derzeit bestehende Gefahren, die von den geschädigten Bäumen für Wanderer und Spaziergänger ausgehen.
Das stimmte alle Anwesenden optimistisch und nun ging es in der weiteren Diskussion darum, was konkret zu tun sei.
Gemeinsam kamen wir zu dem Schluss, dass zuerst die Kommunalpolitik am Zuge ist, da das Knopfmacherhölzchen der Stadt Bad Frankenhausen gehört. Die fünf anwesenden Stadträte von den LINKEN, der SPD und Pro Frankenhausen signalisierten ihre Bereitschaft, noch in diesem Jahr einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat einzubringen bzw. zu unterstützen. Auch aus der CDU - Stadtratsfraktion wurde Unterstützung signalisiert.
Eine zweite Variante zur schnellen und unbürokratischen Hilfe für das schwer geschädigte Knopfmacherhölzchen wäre eine gut vorbereitete und behutsame Aktion von Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt unter Mithilfe und Anleitung von entsprechenden Fachleuten. Walter Rüdiger und Wolfgang Sauerbier erklärten sich spontan bereit, hier die fachliche Federführung zu übernehmen.
Das alles soll und muss natürlich im engen Zusammenspiel mit dem Forst und der Stadt Bad Frankenhausen geschehen.
Deshalb wird es zeitnah eine Ortsbegehung gemeinsam mit dem Forst und Stadtverwaltung geben, um die Schädigungen noch einmal eingehend zu beurteilen und das weitere Vorgehen abzustimmen.
Wir halten Sie auf dem Laufenden - wir bleiben dran!
Marion Haas
Ortsverband DIE LINKE
Bad Frankenhausen
