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Landespolitiker äußern sich

Vom Feld in die Bäckerei.

Donnerstag, 24. Oktober 2019, 02:52 Uhr
Nahrungsmittel sind etwas sehr Wertvolles und betreffen uns alle. Dazu erreichte kn dieses Statement von CDU-Landtagskandidat Stefan Schard...


Unsere Nahrungsmittel, ihre Qualität und Erzeugung und ihre Herkunft betreffen uns jeden Tag. Jeder Mensch kommt mehrfach täglich mit Nahrungsmitteln in Berührung und ist auf sie angewiesen wie auf die Luft zum Atmen. Grund genug für Landtagskandidat Stefan Schard, sich bei den Erzeugern wie auch den weiterverarbeitenden Unternehmen umzuschauen und ins Gespräch über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze zu kommen.

Vom Feld in die Bäckerei. (Foto: Stefan Schard) Vom Feld in die Bäckerei. (Foto: Stefan Schard)

Im „Agrabetrieb Keitel“ in Clingen geht es vorwiegend um Agrarwirtschaft und Ackerbau, aber auch Viehzucht wird auf dem „Hof“ betrieben. Besonders zu schaffen machten dem Betrieb die fehlenden Niederschläge in diesem, aber auch im letzten Jahr. Besonders die Region im Thüringer Becken war von der „Dürre“ betroffen. Etwa 400 – 600 l/m2 fehlen, um die Wasservorräte im Boden auf ein Normalmaß aufzufüllen. Dies führte zu starken Einbußen, weswegen der Betrieb den Rinderbestand drastisch reduzieren musste, so Keitel mit seiner Tochter Luisa im Gespräch.

„Die Tiere waren mit eigenen Mitteln nicht mehr satt zu kriegen.“ Deshalb waren auch die Dürrebeihilfen und die damit zusammenhängende aber auch generelle Bürokratie Gesprächsthema. Es ging aber auch um andere interessante Zahlen. Nach Ansicht von Harald Keitel, der auch ehrenamtlicher Bürgermeister von Clingen ist, braucht Deutschland etwa 22.000.000 ha Ackerland, um die eigene Bevölkerung ernähren zu können, pro Kopf etwa 0,25 ha – etwa 1/2 Fußballfeld.

Deutschland hat aber nur noch etwa 12.000.000 ha und ist somit auf Importe angewiesen, womit auch ein internationaler Kontext besteht. Weil das Thema Landwirtschaft ein so bedeutendes ist, muß natürlich auch der Focus mehr hierauf gerichtet werden, um den vielen Faktoren, von dem Düngemitteleinsatz bis hin zum Tierwohl, gerecht zu werden.

Von den Rohstoffen ging es weiter zur Endbearbeitung. In der „Meisterbäckerei Hengstermann“ in Sondershausen war viel über unser „Täglich Brot“ und deren Herstellung zu erfahren. Viel Handwerk kommt auch heute noch hier zum Einsatz. Das Bäckerhandwerk ist dort sozusagen eine Familientradition mehrerer Generationen.

Vom Feld in die Bäckerei. (Foto: Stefan Schard) Vom Feld in die Bäckerei. (Foto: Stefan Schard)

Auch wenn man im Supermarkt oder beim Bäcker fast nie über die Produktionsketten der vorliegenden Produkte nachdenkt, so ist es doch spannend, die Entwicklung vom Saatgut bis hin zum fertigen Produkt zu verfolgen und sich darüber Gedanken zu machen, wie viel Arbeit doch in unserer Ernährung liegt. Grund genug, die Landwirtschaft und das Handwerk in unserem Lande wertzuschätzen. All das hat eine große Tradition in Deutschland und wir sollten auch Anstrengungen unternehmen, damit diese Tradition hier in unserer Heimat aufrecht erhalten bleibt.

Text und Fotos: Stefan Schard
Autor: khh

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