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Die Wälder rund um Sondershausen

Mittwoch, 11. Dezember 2019, 00:05 Uhr
Die Wälder der Hainleite gestern, heute und morgen" war das Thema eines Vortrages gestern im Schlossmuseum Sondershausen...

Der Geschichts- und Altertumsverein für Sondershausen und Umgebung e.V. hatte gemeinsam mit dem Schlossmuseum Sondershausen und dem Förderkreis Schloss und Museum zu diesem Vortrag eingeladen....

Und die Veranstaltung im Rosa Salon fand wieder eine gute Resonanz.

Die Wälder rund um Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Die Wälder rund um Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Museumsleiterin Christa Hirschler über nahm den Part der Begrüßungen und leitete dann gleich zum Vortrag über
"Rauschen die Wälder ewig? - Die Wälder der Hainleite gestern, heute und morgen"
an den Revierleiter Possen von ThüringenForst, Ralf Hubert über.

Ralf Hubert, ein echtes Sondershäuser Gewächs, kennt die Windleite und erst recht die Hainleite wie sein "Westentasche", denn er arbeitet schon seit 40 Jahren im Forst und 30 Jahre als Revierförster. Und so konnte der ein interessantes Bild der Wälder rings um Sondershausen zeichnen, denen es wegen der Trockenheit in letzter Zeit nicht gut geht.

Jüngst wurden ja im Gebiet der Hainleite Schilder aufgestellt, um vor möglichen Gefahren zu warnen die aber nicht abraten, die Wälder zu betreten.

Obwohl Windleite und Hainleite dicht neben einander liegen, gibt es doch Unterschiede. In der Windleite herrscht eher Buntsandstein als Untergrund vor und die Niederschlagsmenge liegt bei 500 bis 600 mm pro Jahr. Der Untergrund ist gut für die Eiche.

In der Hainleite ist es der untere, mittlerer und obere Muschelkalk, der vorherrscht und die Niederschlagsmenge liegt im Durchschnitt gerade man bei 500 mm im Jahr.

Obwohl man sagt die Buche braucht bis 800 mm im Jahr, gedeiht sie bisher, oder sollte man bald sagen noch?
Durch Aufforstungsmaßnahmen in den letzten 200 Jahren wurden es erst richtige Wälder in der Hainleite, mit Buche, Eiche, Esche und Fichte.

Erst durch die Aufforstung? In der Tat, denn der Name Hainleite weist darauf hin, wie es ganz früher aussah. Hain heißt lichter Baumbestand und kein kompakter Wald!

Die Wälder rund um Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Die Wälder rund um Sondershausen (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Im Mittelalter wurden Thüringens Wälder (Hainleite, Windleite und auch der Thüringer Wald) fast komplett abgeholzt. Erst mit Cotta begann vor rund 200 bis 300 Jahren wieder die Aufforstung zum jetzigen Zustand unserer Wälder, auch in der Ausdehnung.

Nicht gesagt, aber unsere neu ausgewiesenen Waldwildnisse haben mit einem Urwald im eigentlichen Sinne nichts zu tun, denn sie sind aus den Aufforstungsarbeiten u.a. der Sondershäuser Fürsten hervorgegangen.

Leider musste kn den sehr interessanten Vortrag wegen einer anderen Veranstaltung vorzeitig verlassen.
Autor: khh

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