Automobilmesse in Erfurt eröffnet
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Donnerstag, 30. Januar 2020, 20:39 Uhr
Wenn es um Automobile in Thüringen geht, dann ist Erfurt traditionell am letzten Januarwochenende das Mekka von Fachleuten und Fans der deutschen und internationalen Autowelt. Heute Abend wurde die 13. Ausgabe der Automobilmesse Erfurt (AME) feierlich eröffnet…
Podiumsdiskussion (Foto: nnz)
Die Begrüßung übernahm der Chef des Veranstalters, Matthias Andrzejak. Er begrüßte unter anderem den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow sowie Landtagspräsidentin Birgit Keller.
In seinem Grußwort ging Ramelow auf die Zukunft des Automobillandes Thüringen ein. 660 Unternehmen mit 68.000 Beschäftigten gab es im Bereich der Zulieferindustrie, die in diesem Freistaat auch weiterhin eine Zukunft haben müssen. Kritisch ging der Ministerpräsident auf den Batterie- und E-Mobil-Hype ein und bekannte sich als Dieselfan, dem privat auch ein Hybrid-Auto nicht gefalle. Das Schlimmste jedoch seien die mit Batterien ausgestatteten Tretroller, die mitunter eine Batterie hätten, die nach 400 Ladezyklen geschreddert werden müsse. Das sei für ihn nicht die Kernfrage der Automobilität, sondern eher das Gegenteil.
Thüringen müsse in Zukunft ein Ort der Forschung für die Zukunft sein, Ansätze gebe es in Nordhausen (Maximator), in Jena oder in Ilmenau. Es gehe ihm nicht um das Auto schlechthin, sondern um eine kombinierte Mobilität. Uber als privatwirtschaftliches Unternehmen wünschte sich Ramelow als Vorbild für ein kommunales Vorgehen.
Bodo Ramelow bei seinem Grußwort (Foto: nnz)
Im Anschluss würdigte Dr. Kolja Rebstock, Geschäftsführer Mitsubishi Deutschland, die Bedeutung der AME mit ihrem regionalen Konzept und ihrer Ausrichtung auf alternative Antriebskonzepte. Vor allem würdigte er die Marke, die er an diesem Abend vertrat.
Mit dem Moderator Michael Tallei, dem Geschäftsführer der Mediengruppe Thüringen, diskutierten der Hauptgeschäftsführer der Erfurter Handwerkskammer, Thomas Malcherek, der Chefredakteur der Fachzeitschrift Autohaus, Ralph Meunzel, der Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, Thomas Peckruhn, der Geschäftsführer des Thüringer Landesverbandes, Dietmar Hoffmann und Florian Meyer als Vorstand der GeAT AG Erfurt. Zentrales Thema war in diesem Jahr Personal. Genauer gesagt, das Spannungsverhältnis zwischen dem tatsächlich vorhandenen Fachkräftemangel auf der einen Seite und dem fortschreitenden Arbeitsplatzabbau durch den Wandel hin zur Elektromobilität.
Mehr Infos zur 13. AME gibt es hier.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Podiumsdiskussion (Foto: nnz)
Die Begrüßung übernahm der Chef des Veranstalters, Matthias Andrzejak. Er begrüßte unter anderem den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow sowie Landtagspräsidentin Birgit Keller.
In seinem Grußwort ging Ramelow auf die Zukunft des Automobillandes Thüringen ein. 660 Unternehmen mit 68.000 Beschäftigten gab es im Bereich der Zulieferindustrie, die in diesem Freistaat auch weiterhin eine Zukunft haben müssen. Kritisch ging der Ministerpräsident auf den Batterie- und E-Mobil-Hype ein und bekannte sich als Dieselfan, dem privat auch ein Hybrid-Auto nicht gefalle. Das Schlimmste jedoch seien die mit Batterien ausgestatteten Tretroller, die mitunter eine Batterie hätten, die nach 400 Ladezyklen geschreddert werden müsse. Das sei für ihn nicht die Kernfrage der Automobilität, sondern eher das Gegenteil.
Thüringen müsse in Zukunft ein Ort der Forschung für die Zukunft sein, Ansätze gebe es in Nordhausen (Maximator), in Jena oder in Ilmenau. Es gehe ihm nicht um das Auto schlechthin, sondern um eine kombinierte Mobilität. Uber als privatwirtschaftliches Unternehmen wünschte sich Ramelow als Vorbild für ein kommunales Vorgehen.
Bodo Ramelow bei seinem Grußwort (Foto: nnz)
Im Anschluss würdigte Dr. Kolja Rebstock, Geschäftsführer Mitsubishi Deutschland, die Bedeutung der AME mit ihrem regionalen Konzept und ihrer Ausrichtung auf alternative Antriebskonzepte. Vor allem würdigte er die Marke, die er an diesem Abend vertrat.
Mit dem Moderator Michael Tallei, dem Geschäftsführer der Mediengruppe Thüringen, diskutierten der Hauptgeschäftsführer der Erfurter Handwerkskammer, Thomas Malcherek, der Chefredakteur der Fachzeitschrift Autohaus, Ralph Meunzel, der Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, Thomas Peckruhn, der Geschäftsführer des Thüringer Landesverbandes, Dietmar Hoffmann und Florian Meyer als Vorstand der GeAT AG Erfurt. Zentrales Thema war in diesem Jahr Personal. Genauer gesagt, das Spannungsverhältnis zwischen dem tatsächlich vorhandenen Fachkräftemangel auf der einen Seite und dem fortschreitenden Arbeitsplatzabbau durch den Wandel hin zur Elektromobilität.
Mehr Infos zur 13. AME gibt es hier.
Peter-Stefan Greiner
