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Am Sonntag: EHF-Cup-Viertelfinalrückspiel des THC

Haben vor dem Gegner keine Angst

Freitag, 06. März 2020, 06:47 Uhr
Nachdem eigentlich ein viel besseres Ergebnis schon im Hinspiel des EHF Cup Viertelfinales in Koprivnica gegen den kroatischen Meister RK Podravka Vegeta möglich war, muss die Mannschaft am Sonntag, 14:00 Uhr in der Nordhäuser Wiedigsburghalle noch einmal alle Kräfte mobilisieren, um den Sprung ins Halbfinale des EHF Cup zu schaffen. Dazu braucht das Team um Mannschaftsführerin Lydia Jakubisova die leidenschaftliche Unterstützung der Fans...

Rückblick:
„Mal endlich keine englische Woche“, sagt ein erleichtert wirkender Herbert Müller zu Beginn der Pressekonferenz und hofft dabei, dass sich die Mannschaft nach den Anstrengungen der letzten Wochen ein wenig regenerieren und erholen konnte, um am Sonntag in Nordhausen doch noch ein kleines Wunder zu vollbringen. Die Niederlage mit 27:23 bezeichnet der Trainer als ein „grenzwertiges Ergebnis“, kein Wunschergebnis. Minus vier, ist vielleicht gerade noch die Hürde, die man im Heimspiel überwinden kann. Dabei war schon im Hinspiel viel mehr drin.

Die Mannschaft hat es sich aus Sicht des Trainers selbst schwer gemacht, indem sie den Start in das Spiel völlig vermasselt hat. „Ich habe noch nie in so kurzer Zeit die beiden „Team Time Out“ gebraucht, um die Mannschaft in die Spur zu bringen. 0:4 und 2:9 zu Beginn waren schon unfassbar. Herbert Müller hat dafür keine Erklärung. Dann ist das Team zumindest über den Kampf zurückgekommen. Bis zur Halbzeit (12:15) hatte sich die Mannschaft ins Spiel reingekämpft, „und in der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel eigentlich im Griff. Schade, dass es uns nicht gelungen ist, beim Stand von 21:22 das Spiel zu unseren Gunsten zu drehen. Ein besseres Ergebnis wäre möglich gewesen“, sagt Herbert Müller.

Zum Spiel:
Am Montag früh war die Mannschaft um halb sechs aus Koprivnica zurück. Da war erst einmal Regeneration angesagt. Am Dienstag, bei der standardgemäßen Stabilitätseinheit, waren die Mädels noch müde und kaputt oder wie Emily Bölk noch krank, Alicia Stolle angeschlagen. Kurzfristig hat Herbert Müller das Abendtraining gestrichen und dafür ein gemeinsames Abendessen in Gräfentonna angesetzt. Dank an Gordon Keiling, der das wieder einmal möglich gemacht hat. Der Mannschaft und dem Trainer tat das richtig gut, für das miteinander reden, das sich neu konzentrieren, auf die wichtige Aufgabe am Sonntag. Am Mittwoch lief es im Training wieder richtig gut, auch ohne Alicia Stolle und Emily Bölk, die erst mal wieder richtig gesund werden müssen.

Dafür war Josefine Huber zum ersten Mal wieder mit der Mannschaft im Training und Marie Davidsen im Tor. Josefine Huber beginnt erst, das dauert noch seine Zeit. „Unsere „Kampfsau“ meint Herbert Müller respektvoll, „fehlt uns vorne wie hinten“. Trotzdem sind für ihn „die Minus vier Tore keine unüberwindbare Hürde. Dazu muss die Mannschaft komplett über ihren Schatten springen.“ Einiges gilt es besser zu machen als im Hinspiel, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff, um in das Halbfinale des EHF Cup einzuziehen. Herbert Müller fährt mit großem Optimismus nach Nordhausen. „Eigentlich habe ich vor dem Gegner keine Angst.", sagt er.

Mehr Angst habe der Trainer derzeit vor seiner Mannschaft, die ihm manchmal wie eine „Wundertüte“ vorkommt. Deshalb erwartet er, dass in einer gut gefüllten Wiedigsburghalle die treue Fangemeinde das Team „auf einer Welle der Begeisterung und Leidenschaft nach vorn trägt und den Erfolg möglich macht. Wir glauben an unsere Chance, wir denken, wir können es schaffen“, lautet seine optimistische Botschaft.

Zum Kader:
Noch gibt es keine Veränderungen. Marie Davidsen ist zurück im Kader. Emily Bölk wird hoffentlich bis zum Wochenende gesund. Dank an sie, dass sie sich trotz Krankheit in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Alicia muss ihre Prellungen ausheilen. Ansonsten stehen die gleichen Spielerinnen wie zuletzt in Koprivnica auf der Platte.
HaJo Steinbach
Autor: red

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