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Elektrische Anlagen sollten Sie frühzeitig prüfen

Donnerstag, 16. April 2020, 18:33 Uhr
In einem Unternehmen sammeln sich täglich zahlreiche Aufgaben, die es zu erledigen gilt. Das Warten sowie die Instandhaltung von Maschinen, Betriebsmitteln und elektrischen Anlagen gehört ebenfalls hierzu. Doch gerade in kaufmännischen Betrieben wird diese Verpflichtung gerne aufgeschoben. Denn mit der regelmäßigen Prüfung der elektrischen Anlagen geht nicht nur sehr viel Arbeit einher...

Bild von level17-design auf Pixabay

Ebenso muss eine Fachkraft bereitgestellt werden, die sich mit der korrekten Überprüfung der Anlagen auskennt. Scheuen Sie sich nicht - Denn liegt eine Störung vor, kann es nicht nur zu hohen Reparaturkosten, sondern auch zu hohen Ausfallkosten für Ihr Unternehmen kommen. Zudem geht eine beschädigte elektrische Anlage mit einem großen Sicherheitsrisiko einher. Daher hat sich die Gesetzgebung dazu entschieden, das regelmäßige Überprüfen verpflichtend für alle Industriebtriebe zu deklarieren. Doch mit der DGUV Vorschrift 3 gehen für Betriebe viele Fragen einher.

Das wichtigste in Kürze
Die DGUV V3ist sehr umfangreich. Dennoch kann in wenigen Stichworten die Essenz der Verordnung deutlich hervorgehoben werden. So gilt die Prüfung der elektrischen Anlagen in ganz Deutschland als festgeschriebenes Gesetz. Sie als Unternehmen müssen eine Elektrofachkraft immer nach der Inbetriebnahme sowie nach Veränderungen an der Anlage ebenso wie in festgelegten zeitlichen Abständen zur Prüfung schicken. Alle Ergebnisse sind zu dokumentieren sowie schreibsicher aufzubewahren. Bei den Prüfungsabständen unterscheidet die Gesetzgebung zwischen nicht-stationären Anlagen und stationären Anlagen. Kann die Anlage von Ihren Mitarbeitern örtlich verändert werden, handelt es sich um eine nicht-stationäre Anlage.


Achtung: Zur Einhaltung dieser gesetzlichen Vorgaben, erlaubt es sich der Staat Prüferinnen und Prüfer in die Betriebe zu schicken. Bei Zuwiderhandlungen oder Versäumnisder Prüfungsabstände dröhnen Ihnen hohe Strafen oder auch der Verlust des Versicherungsschutzes.

Definition juristischer Begriffe
Die DGUV 3ist in einem juristischen Schreibstil verfasst, was einige Fragen aufwerfen kann. Unternehmen, die sich an diese Vorschrift halten möchten, stehen zunächst vor der Frage, was eine elektrische Anlage ist. Meist kommt es hierbei zu einem Missverständnis, wenn die Begriffe elektrische Betriebsmittel und elektrische Geräte zur Erklärung genutzt werden. Möchten Sie sich einen klaren Überblick über alle Begriffe und Definitionen verschaffen, sollten Sie die Ausführung der Vorschrift Elektrische Anlagen und Betriebsmittel der Berufsgenossenschaften durchlesen.


Beispielsweise deklarieren die Zuständigen ein elektrisches Betriebsmittel als Gegenstände "die als Ganzes oder in einzelnen Teilen dem Anwenden elektrischer Energie" nutzen. Somit lässt sich schlussfolgern, dass eine Elektrische Anlage ein Zusammenschluss diverser elektrischer Betriebsmittel ist.

Zudem muss zwischen stationären und nicht-stationären elektrischen Anlagen unterschieden werden. Die Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittelund die Prüfung der ortsunveränderlichen Anlagen unterscheidet sich maßgeblich durch die zeitlichen Abfolgen. Stationär impliziert eine feste Verbundenheit der Anlage mit ihrer Umgebung. Sie kann nicht entfernt und an einer anderen Stelle unverändert wieder eingesetzt werden. Hingegen sind die ortsveränderlichen Anlagen frei beweglich. Sie werden vor dem Einsatz zerlegt, transportiert und nach der Montage genutzt. Wissenswert: Ist eine elektrische Anlage fest auf einem Firmenfahrzeug installiert, gilt dies trotz der Beweglichkeit des Fahrzeuges, als eine ortsfeste, stationäre elektrische Anlage.

In diesen Abständen ist eine Prüfung erforderlich
Die Prüfung elektrischer Anlagenist zeitlich genau festgelegt. Am Beispiel der ortfesten elektrischen Anlagen und Betriebsmittel zeigt sich, dass es für Unternehmen nicht viel Handlungsspielraum gibt. So müssen elektrische Anlagen und ortsfeste Betriebsmittel alle 4 Jahre auf den ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden. Der Prüfer oder die Prüferin muss eine ausgebildete Elektrofachkraft sein. Schutzmaßnahmen mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen in nichtstationären Anlagen müssen hingegen einmal pro Monat auf die Wirksamkeit untersucht werden. Hierzu ist eine Elektrofachkraft aber auch eine elektrotechnisch unterwiesene Personbei Verwendung geeigneter Mess- und Prüfgeräte befugt.


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