Meldungen aus der Region
Zum individuellen Gedenken aufgerufen
Samstag, 09. Mai 2020, 08:32 Uhr
Partnerschaft für Demokratie ruft zum individuellen Gedenken an den 75. Jahrestag der Befreiung vom Nazi-Faschismus auf. Wegen technischer Probleme bei Versender Kreisjugendring, landete die Meldung erst am heutigen Vormittag bei kn...
In der deutschen Geschichte gibt es kaum eine tiefere Zäsur als den 8. Mai 1945. Generaloberst Jodl unterzeichnete am 7. Mai 1945 in Reims im Hauptquartier von General Dwight D. Eisenhower, Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa, die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reichs. Sie trat am 8. Mai 1945 um 23 Uhr in Kraft und beendete den Krieg in Europa.
Es war aber auch das offizielle Ende eines verbrecherischen Systems, dessen Weltherrschaftspläne, Herrschaftspraxis und Rassenwahn die menschliche Zivilisation generell in Frage gestellt hatten. Als am 8. Mai die Waffen endlich schwiegen, waren mehr als 60 Millionen Menschen, darunter 5,5 Millionen Deutsche, tot. Gefallen an der Front, ermordet in Konzentrationslagern, verbrannt in Bombennächten, gestorben an Hunger, Kälte und Gewalt auf der großen Flucht.
Als die Welt erfuhr, was in deutschem Namen nicht nur in den Lagern des Regimes geschehen war, kehrte sich der Zorn der Völker gegen Hitlers ganzes Volk. Von den 18 Millionen Menschen, die das Naziregime in Konzentrationslager sperrte, wurden elf Millionen ermordet oder durch Zwangsarbeit vernichtet, darunter zehntausende Menschen mit Behinderung, politisch Andersdenkende und Homosexuelle. Unfassbar ist der industrielle Massenmord an sechs Millionen europäischen Jüdinnen und Juden, die – wie auch Sinti und Roma – dem Rassengenozid zum Opfer fielen.
Daher denken wir heute an die Menschen, die Opfer eines sinnlosen Krieges wurden. Jeder in Stille für sich. Auch, wenn wir nicht eng beieinanderstehen können, stehen wir doch zusammen in dem Bewusstsein, dass wir unseren Kindern und Kindeskindern vermitteln müssen, dass Frieden keine Alternative hat.
Autor: khhIn der deutschen Geschichte gibt es kaum eine tiefere Zäsur als den 8. Mai 1945. Generaloberst Jodl unterzeichnete am 7. Mai 1945 in Reims im Hauptquartier von General Dwight D. Eisenhower, Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa, die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reichs. Sie trat am 8. Mai 1945 um 23 Uhr in Kraft und beendete den Krieg in Europa.
Es war aber auch das offizielle Ende eines verbrecherischen Systems, dessen Weltherrschaftspläne, Herrschaftspraxis und Rassenwahn die menschliche Zivilisation generell in Frage gestellt hatten. Als am 8. Mai die Waffen endlich schwiegen, waren mehr als 60 Millionen Menschen, darunter 5,5 Millionen Deutsche, tot. Gefallen an der Front, ermordet in Konzentrationslagern, verbrannt in Bombennächten, gestorben an Hunger, Kälte und Gewalt auf der großen Flucht.
Als die Welt erfuhr, was in deutschem Namen nicht nur in den Lagern des Regimes geschehen war, kehrte sich der Zorn der Völker gegen Hitlers ganzes Volk. Von den 18 Millionen Menschen, die das Naziregime in Konzentrationslager sperrte, wurden elf Millionen ermordet oder durch Zwangsarbeit vernichtet, darunter zehntausende Menschen mit Behinderung, politisch Andersdenkende und Homosexuelle. Unfassbar ist der industrielle Massenmord an sechs Millionen europäischen Jüdinnen und Juden, die – wie auch Sinti und Roma – dem Rassengenozid zum Opfer fielen.
Daher denken wir heute an die Menschen, die Opfer eines sinnlosen Krieges wurden. Jeder in Stille für sich. Auch, wenn wir nicht eng beieinanderstehen können, stehen wir doch zusammen in dem Bewusstsein, dass wir unseren Kindern und Kindeskindern vermitteln müssen, dass Frieden keine Alternative hat.
