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Kann man dem RKI noch trauen?

Samstag, 09. Mai 2020, 20:34 Uhr
Diese Frage wirft ein Leser im Forum auf. Hier seine Zweifel...

Gerade Bund und Länder vertrauen den Zahlen und Empfehlungen, die das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt. Aber so langsam kommen dem Laien Zweifel auf, ob man deren Aussagen auch noch trauen kann. Es sind nicht nur die vielen unterschiedlichen Zahlen. Bei Empfehlungen hat man zeitweise sogar die Richtung komplett gewechselt.

1. Beispiel

In der Anfangsphase war es gerade das RKI, welches das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes nicht für sinnvoll hielt. Erinnern sie sich?

Plötzlich schwenkte man um und es wurde ein Maskenzwang, der bei einigen Behörden bis zur Rerversion gesteigert wurde, wie der Versuch der Stadt Jena zeigte, als Kinder gar in der ganzen Zeit in der Schule den Mund-Nase-Schutz tragen sollten. Hier musste erst ein Gerichtsbeschluss her, um das zu verhindern.

2. Beispiel

In der Anfangsphase war das RKI strikt dagegen, das Patienten die vermutlich an Corona gestorben sein sollen, obduziert werden. Man sprach von Risiken, bei der Sicherheit, als ob Pathologen nicht wüssten, wie man im möglichen infizierten Personen umgehen müssten.

Erst Proteste der Pathologen brachte ein leichtes Umschwenken.
Pathologen fordern Obduktionen
https://www.mdr.de/wissen/corona-tote-krankenhaus-obduktion-100.html

Wollte man beim RKI mit möglichst hohen Todeszahlen arbeiten? Die Frage drängt sich auf.

In dem Artikel aktuell heute bei t-online.de mit der Frage
Corona könnte noch eine andere Erkrankung auslösen:
https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_87850526/coronavirus-schlaganfaelle-und-lungenembolien-im-zusammenhang-mit-covid-19.html
fällt ein Absatz besonders auf:

Schlaganfälle und Lungenembolien im Zusammenhang mit Covid-19

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, sagte kürzlich in einem Interview, man wisse seit wenigen Wochen, dass das Virus bei vielen Menschen Embolien und Thrombose auslöse. Es gebe wahrscheinlich Todesfälle von Infizierten, die als Schlaganfälle oder Lungenembolie erkannt würden, die aber nicht mit Sars-CoV-2 in Zusammenhang gebracht würden. Deshalb seien Obduktionen wichtig. Zunehmend zeigt sich, dass das Virus nicht nur Atemwege und Lunge betrifft. Wieler sagte, es sei "erstaunlich und auch ein bisschen erschreckend", wie viele Organe das Virus in schweren Fällen zu befallen scheine.


Der Chef des RKI schwenkt mit einem Mal in seiner Meinung völlig um! Da fragt man sich, was geht hier vor?

3. Beispiel

Eine solcher Empfehlungen aus dem Hause RKI war wohl auch die Empfehlung Geschäfte über 800 m2 nicht öffnen zu lassen.
Auch diese Empfehlung war schnell wieder revidiert worden. War doch eigentlich verständlich, denn diese Größe war natürlich wissenschaftlich in keiner weise begründbar.

4. Beispiel

Das kann man dem RKI aber nicht anlasten:
Die jetzt in Deutschland in fast jedem Bundesland angewendeten anderen Regelungen, lassen einem dem Kopf schwirren und man fragt sich, ist das alles überhaupt noch wissenschaftlich begründbar? Warum schreitet das RKI da eigentlich nicht ein, als Deutschlands Hüter der Infektion?

5. Beispiel

Als vor wenigen Jahren die tödlichste Grippewelle über Deutschland ging, mit 21.500 Toten (2017 / 2018) hatte das RKI da zu irgendwelchen Aktionen aufgerufen. Bis jetzt hat man noch keine Erklärung des RKI gefunden, warum schritt man damals nicht ein?
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/106375/Grippewelle-war-toedlichste-in-30-Jahren

Da brauchen sich die Politiker nicht wundern, wenn die Bürger anfangen den Empfehlungen von Bund und Ländern nicht mehr zu trauen. Und es wird bereits schlimmer, wer jetzt gegen Corona-Empfehlungen wettert oder protestiert, wird schon in die rechte Ecke gestellt. Erste Tendenzen in Thüringen weisen darauf schon hin.

A. Grobelius
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: khh

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