Preis ging nach Dänemark
Preisträger des Wettbewerbs Entwicklung Kyffhäuser-Areal ermittelt
Montag, 08. Juni 2020, 18:25 Uhr
Die bedarfsgerechte Qualitätsentwicklung im Bereich der Kyffhäuser-Burganlagen mit Kaiser-Wilhelm-Denkmal gehört zu den zentralen Herausforderungen, die der Kyffhäuserkreis in den kommenden Jahren bewältigen wird, hieß es bereits jüngst in Kreistag und Kreisausschuss. Heute wurden in Bad Frankenhausen die Preisträger des Wettbewerbs Entwicklung Kyffhäuser-Areal vorgestellt und mit den Siegern gab es eine Videokonferenz...
Neben beträchtlicher finanzieller Mittel bedarf es dazu auch klarer konzeptioneller Vorstellungen und schließt die Neugestaltung der Eingangssituation am Denkmal ein, so war man sich einig, als der Archichtektenwettbewerb gestartet wurde. Zu diesem Zweck hat der Kyffhäuserkreis im Herbst des vergangenen Jahres mit Unterstützung des Büros PAD (Planung Architektur Design. Baum. Freytag. Leesch Architekten & Stadtplaner BDA) aus Weimar einen Realisierungswettbewerb initiiert, der auch auf internationale Resonanz gestoßen war.
Immerhin gab es 34 Einsendungen aus vier Ländern. Entsprechend des Auslobungstextes (26 Seiten) wurden 15 Wettbewerbsteilnehmer anonym mit ihren Arbeiten bewertet. Fünf Fachpreisrichter, vier Sachpreisrichter und entsprechende Stellvertreter, sowie sieben Sachverständige (Bildergalerie) hatten über das Ergebnis des Wettbewerbs zu entscheiden.
Am heutigen Montag wurden die Preisträger des Wettbewerbs im Beisein des Thüringer Wirtschaftsministers, Wolfgang Tiefensee (SPD) und der Landrätin des Kyffhäuserkreises Antje Hochwind-Schneider (SPD), geehrt und die eingegangenen Wettbewerbsbeiträge präsentiert.
Wettbewerbsergebnis:
Neugestaltung der zentralen Eingangssituation am Kyffhäuser Nationaldenkmal
1. Preis
30.000,- Euro
Architekt: Cobe, Kopenhagen/Nordhavn (DK)
Landschaftsarchitekt: Cobe, Kopenhagen/Nordhavn (DK)
Weil die Preisträger wegen der Corona-Einreisebestimmungen nicht zur Entgegennahme des Preises einreisen durften, erhielten sie die Glückwünsche live per Internet von der Landrätin.
Glückwunsch an den 1. Preisträger
Beurteilung der Arbeit durch die Jury:
Der ankommende motorisierte Besucherstrom wird bereits im Westen des Burghofes in ein zweigeschossiges Parkdeck geleitet. Nur die Stellplätze für zwei Busse, sechs Caravan und sechs Behinderten Pkws befinden sich auf der zum Teil begrünten Oberfläche der Parkierungsanlage, allerdings unterhalb einer etwa 1,5 m hohen Stützmauer, so dass sie aus den Räumen des Burghofes kaum sichtbar sind.
Östlich der Stellplätze folgen die Buswendeschleife und der Zugang zum einladenden Eingangsgebäude über weitläufige Rasenterrassen (nur noch für Fußgänger Lieferfahrzeuge und Feuerwehr).
Das neue Eingangsgebäude fügt sich wie selbstverständlich in den Landschaftsraum und bleibt deutlich unter der Firstlinie des Burghofes.
So erweist der Neubau dem historischen Denkmal aus der Kaiserzeit seinen Respekt, stellt sich aber in seiner klaren, transparenten Architektursprache auch selbstbewusst neben bzw. unter Burghof und Kyffhäuserdenkmal als Vertreter einer anderen, mittlerweile demokratischen Gesellschaftsordnung.
Gemeinsam mit den vorgelagerten Rasenterrassen ermöglicht das Eingangsgebäude Veranstaltungen, die über den in der Ausschreibung geforderten Rahmen noch hinausgehen.
Das Ausstiegsbauwerk hält den nötigen Abstand zum Turm des Denkmals ein und von oben fällt der Blick der Besucher auf die weitläufigen Rasenterrassen, die harmonisch in den umgebenden Landschaftsraum übergehen während man das neue Gebäude unter seinem Gründach erst auf den zweiten Blick erkennt.
Der Entwurf besticht durch sein aus der Landschaft entwickeltes schlüssiges Gesamtkonzept,
durch das der Geschichtsort Kyffhäuser eine deutliche Aufwertung erfährt.
Weitere Bilder gibt es in der Bildergalerie, so auch zum Vorschlag eines Schrägaufzugs.
Virtuelle Übergabe Preis
Wie Yin und Yang bei der Laudatio bezeichnet, wurden die beiden ersten Preise, die jeder etwas besonderes zu bieten hatten.
2. Preis
18.000,- Euro
Architekt: AFF, Berlin
Landschaftsarchitekt: POLA, Berlin
Es gab auch zwei Anerkennungspreise.
Anerkennung
6.000,- Euro
Architekt: motorplan Architekten BDA, Weimar
Landschaftsarchitekt: impuls Landschaftsarchitektur, Jena
Anerkennung
6.000,-Euro
Architekt: marte.marte architekten, Feldkirch (A)
Landschaftsarchitekt: WES, Hamburg
Wegen Terminproblemen konnten die Hamburger nicht zur Übergabe der Preise anreisen (Bildergalerie)
Im Regionalmuseum Bad Frankenhausen waren zahlreiche Schautafeln, mit den Entwürfen aufgebaut (siehe Bildergalerie).
Die Veranstaltung begann mit einem eindrucksvollen Vorstellung des Kyffhäuserdenkmals durch eine Video des Sondershäuser Unternehmens ZK-Medien:
Kyffhäuserdenkmal neu entdeckt
Landrätin Antje Hochwind-Schneider nahm die Auszeichnungsveranstaltung gleich als Bühne für zwei Ehrungen:
- Petra Wäldchen hatte vor 42 Jahren den Kyffhäuser vor sich entdeckt, war hier geblieben und lange Jahre für ihre seht interessanten Führungen am Kyffhäuserdenkmal bekannt. Heute wurde Petra Wäldchen in den Ruhestand verabschiedet, der wohl eher ein "Unruhestand" sein wird, denn sie bleibt sehr aktiv als Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, wie sie kn im Gespräch verriet. Besondere Ehre: Lebenslanger freier Eintritt in das Gelände des Kyffhäuserdenkmals.
- Dr. Ulrich Hahnemann erhielt als Leiter des Regionalmuseums die Glückwünsche, denn am 3. Mai konnte man auch 100 Jahre Bestand sehen. Wegen der Corona-Krise fielen die Feiern ins Wasser.
Wie geht es weiter?
Landrätin Hochwind-Schneider: Noch im August soll der Antrag bei der Thüringer Aufbaubank über die Bewielligung von Fördermittel gestellt werden.
Stimmen
Landrätin Hochwind-Schneider: Sie dankte dem Wirtschaftsminister, dass der Freistaat Mittel zur Durchführung des Wettbewerbs bereit gestellt hatte. Minister Tiefensee hatte bereits 2018 diesen Wettbewerb angeregt, weil es wichtig sei, ein gebrauchsfähiges Gesamtkonzept für dieses bedeutende Denkmal zu erarbeiten.
Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee: Dieser Wettbewerb war wichtig, setzt er doch ein Zeichen, wie wir mit unseren Denkmälern umgehen sollten. Klare Ansage, das Denkmal soll ein Magnet werden.
Gäste:
Die Begrüßung hatte Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) übernommen. Neben zahlreichen Jurymitgliedern, konnte er Bürgermeister der Region, Kreistagsmitglieder und die Landtagsmitglieder Dorothea Marx (SPD) und Jens Cotta (AfD) begrüßen.
Autor: khhNeben beträchtlicher finanzieller Mittel bedarf es dazu auch klarer konzeptioneller Vorstellungen und schließt die Neugestaltung der Eingangssituation am Denkmal ein, so war man sich einig, als der Archichtektenwettbewerb gestartet wurde. Zu diesem Zweck hat der Kyffhäuserkreis im Herbst des vergangenen Jahres mit Unterstützung des Büros PAD (Planung Architektur Design. Baum. Freytag. Leesch Architekten & Stadtplaner BDA) aus Weimar einen Realisierungswettbewerb initiiert, der auch auf internationale Resonanz gestoßen war.
Immerhin gab es 34 Einsendungen aus vier Ländern. Entsprechend des Auslobungstextes (26 Seiten) wurden 15 Wettbewerbsteilnehmer anonym mit ihren Arbeiten bewertet. Fünf Fachpreisrichter, vier Sachpreisrichter und entsprechende Stellvertreter, sowie sieben Sachverständige (Bildergalerie) hatten über das Ergebnis des Wettbewerbs zu entscheiden.
Am heutigen Montag wurden die Preisträger des Wettbewerbs im Beisein des Thüringer Wirtschaftsministers, Wolfgang Tiefensee (SPD) und der Landrätin des Kyffhäuserkreises Antje Hochwind-Schneider (SPD), geehrt und die eingegangenen Wettbewerbsbeiträge präsentiert.
Wettbewerbsergebnis:
Neugestaltung der zentralen Eingangssituation am Kyffhäuser Nationaldenkmal
1. Preis
30.000,- Euro
Architekt: Cobe, Kopenhagen/Nordhavn (DK)
Landschaftsarchitekt: Cobe, Kopenhagen/Nordhavn (DK)
Weil die Preisträger wegen der Corona-Einreisebestimmungen nicht zur Entgegennahme des Preises einreisen durften, erhielten sie die Glückwünsche live per Internet von der Landrätin.
Glückwunsch an den 1. Preisträger
Beurteilung der Arbeit durch die Jury:
Der ankommende motorisierte Besucherstrom wird bereits im Westen des Burghofes in ein zweigeschossiges Parkdeck geleitet. Nur die Stellplätze für zwei Busse, sechs Caravan und sechs Behinderten Pkws befinden sich auf der zum Teil begrünten Oberfläche der Parkierungsanlage, allerdings unterhalb einer etwa 1,5 m hohen Stützmauer, so dass sie aus den Räumen des Burghofes kaum sichtbar sind.
Östlich der Stellplätze folgen die Buswendeschleife und der Zugang zum einladenden Eingangsgebäude über weitläufige Rasenterrassen (nur noch für Fußgänger Lieferfahrzeuge und Feuerwehr).
Das neue Eingangsgebäude fügt sich wie selbstverständlich in den Landschaftsraum und bleibt deutlich unter der Firstlinie des Burghofes.
So erweist der Neubau dem historischen Denkmal aus der Kaiserzeit seinen Respekt, stellt sich aber in seiner klaren, transparenten Architektursprache auch selbstbewusst neben bzw. unter Burghof und Kyffhäuserdenkmal als Vertreter einer anderen, mittlerweile demokratischen Gesellschaftsordnung.
Gemeinsam mit den vorgelagerten Rasenterrassen ermöglicht das Eingangsgebäude Veranstaltungen, die über den in der Ausschreibung geforderten Rahmen noch hinausgehen.
Das Ausstiegsbauwerk hält den nötigen Abstand zum Turm des Denkmals ein und von oben fällt der Blick der Besucher auf die weitläufigen Rasenterrassen, die harmonisch in den umgebenden Landschaftsraum übergehen während man das neue Gebäude unter seinem Gründach erst auf den zweiten Blick erkennt.
Der Entwurf besticht durch sein aus der Landschaft entwickeltes schlüssiges Gesamtkonzept,
durch das der Geschichtsort Kyffhäuser eine deutliche Aufwertung erfährt.
Weitere Bilder gibt es in der Bildergalerie, so auch zum Vorschlag eines Schrägaufzugs.
Virtuelle Übergabe Preis
Wie Yin und Yang bei der Laudatio bezeichnet, wurden die beiden ersten Preise, die jeder etwas besonderes zu bieten hatten.
2. Preis
18.000,- Euro
Architekt: AFF, Berlin
Landschaftsarchitekt: POLA, Berlin
Es gab auch zwei Anerkennungspreise.
Anerkennung
6.000,- Euro
Architekt: motorplan Architekten BDA, Weimar
Landschaftsarchitekt: impuls Landschaftsarchitektur, Jena
Anerkennung
6.000,-Euro
Architekt: marte.marte architekten, Feldkirch (A)
Landschaftsarchitekt: WES, Hamburg
Wegen Terminproblemen konnten die Hamburger nicht zur Übergabe der Preise anreisen (Bildergalerie)
Im Regionalmuseum Bad Frankenhausen waren zahlreiche Schautafeln, mit den Entwürfen aufgebaut (siehe Bildergalerie).
Die Veranstaltung begann mit einem eindrucksvollen Vorstellung des Kyffhäuserdenkmals durch eine Video des Sondershäuser Unternehmens ZK-Medien:
Kyffhäuserdenkmal neu entdeckt
Landrätin Antje Hochwind-Schneider nahm die Auszeichnungsveranstaltung gleich als Bühne für zwei Ehrungen:
- Petra Wäldchen hatte vor 42 Jahren den Kyffhäuser vor sich entdeckt, war hier geblieben und lange Jahre für ihre seht interessanten Führungen am Kyffhäuserdenkmal bekannt. Heute wurde Petra Wäldchen in den Ruhestand verabschiedet, der wohl eher ein "Unruhestand" sein wird, denn sie bleibt sehr aktiv als Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, wie sie kn im Gespräch verriet. Besondere Ehre: Lebenslanger freier Eintritt in das Gelände des Kyffhäuserdenkmals.
- Dr. Ulrich Hahnemann erhielt als Leiter des Regionalmuseums die Glückwünsche, denn am 3. Mai konnte man auch 100 Jahre Bestand sehen. Wegen der Corona-Krise fielen die Feiern ins Wasser.
Wie geht es weiter?
Landrätin Hochwind-Schneider: Noch im August soll der Antrag bei der Thüringer Aufbaubank über die Bewielligung von Fördermittel gestellt werden.
Stimmen
Landrätin Hochwind-Schneider: Sie dankte dem Wirtschaftsminister, dass der Freistaat Mittel zur Durchführung des Wettbewerbs bereit gestellt hatte. Minister Tiefensee hatte bereits 2018 diesen Wettbewerb angeregt, weil es wichtig sei, ein gebrauchsfähiges Gesamtkonzept für dieses bedeutende Denkmal zu erarbeiten.
Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee: Dieser Wettbewerb war wichtig, setzt er doch ein Zeichen, wie wir mit unseren Denkmälern umgehen sollten. Klare Ansage, das Denkmal soll ein Magnet werden.
Gäste:
Die Begrüßung hatte Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) übernommen. Neben zahlreichen Jurymitgliedern, konnte er Bürgermeister der Region, Kreistagsmitglieder und die Landtagsmitglieder Dorothea Marx (SPD) und Jens Cotta (AfD) begrüßen.






















































