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Hilfe zugesagt

Eltern der AWO Kita „Bienchen“ Heldrungen brauchen Hilfe

Freitag, 19. Juni 2020, 10:46 Uhr
Eltern der AWO Kita „Bienchen“ Heldrungen brauchen Hilfe (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Eltern der AWO Kita „Bienchen“ Heldrungen brauchen Hilfe (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Hilferuf aus Heldrungen und auch vom Kreis wird Vermittlung erwünscht. Der Elternbeirat der AWO Kita „Bienchen“ Heldrungen nimmt in einem offenen Brief Stellung zu den dortigen Zuständen. Hier der Wortlaut…Update: Landkreis sagt Hilfe zu


Update: Landkreis sagt Hilfe zu

Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD) und der Verwaltungsleiter des Landratsamtes, Dr. Heinz-Ulrich Thiele, wollen vor Ort die Moderation übernehmen und zwischen Eltern, AWO und Bürgermeister vermitteln, wie die Situation gelöst werden kann, so Dr. Thiele in einer telefonischen Information noch am Vormittag gegenüber kn.
Das Landratsamt hatte den offenen Brief ebenfalls heute per E-Mail erhalten.




Beginn offener Brief

Seit nunmehr fast 3 Jahren befindet sich die AWO Kita „Bienchen“ in Heldrungen in der Notunterkunft, der ehemaligen Grundschule.

Seitdem ist viel passiert, Heldrungen wurde zur Landgemeinde „An der Schmücke“, ein neuer Bürgermeister wurde gewählt, „Corona“ stürzte auf uns herein, doch bezüglich unseres Kindergartens passierte NICHTS!

Vom Baubeginn sind wir meilenweit entfernt, während die Ausnahmegenehmigung langsam abläuft. Man muss sich fragen, ob man nach 3 Jahren noch von Ausnahme reden kann!
Die Verantwortlichen kommunizieren nur noch über Anwälte, den Eltern sagt man NICHTS, man lässt uns und vor allem unsere Kinder im Stich!

Und während sich die Verantwortlichen auf beiden Seiten aufführen, als wären Sie selbst noch im Kindergarten wird die Situation für unsere Kinder schlimmer und schlimmer. Denn mittlerweile ist auch in der Notunterkunft, der alten Grundschule Schimmel aufgetreten, ein weiteres Ausweichobjekt gibt es nicht, obwohl es von der Stadt vorgehalten werden müsste.

Betroffen davon sind 67 Kinder (Stand 06/20), 67 Familien die als Spielball benutzt werden, es sind aber auch 67 Familien die einen Schadensersatzanspruch gegen die Kommune bei Schließung hätten. Wie sich eine Kitaschließung anfühlt und was für Auswirkungen sie hat, mussten alle Familien jetzt schon erfahren.

Wir, der Elternbeirat, fordern die Verantwortlichen nun öffentlich dazu auf zu handeln, sich an einen Tisch zu setzen und auch mit uns Eltern zu reden. Gleichzeitig würden wir uns wünschen, dass der Kreis sich einschaltet, positioniert und eine Vermittlerrolle einnimmt in dem verhärteten Streit, denn so kann es nicht weiter gehen, die Zeit läuft uns davon.

Wir machen das nicht nur für unsere Kinder, sondern auch für die Erzieherinnen aus unsere Kita, die täglich ihr Bestes geben, um es unseren Kindern so angenehm wie möglich zu machen und das unter unmöglichen und unzumutbaren Arbeitsbedingungen, die mit den Qualitätsstandards der AWO nichts zu tun haben. Daher an dieser Stelle ein Dankeschön im Namen der Eltern und ein Beispiel um es zu verdeutlichen.

Ein Beispiel aus dem Alltag: „ Knapp 3 Jährige müssen um auf die Toilette zu kommen, eine Treppe nach oben, auf der anderen Seite wieder eine Treppe runter und das teilweise ohne Aufsicht, sind in der Garderobe, auf einer extra Etage, teilweise ohne Aufsicht“.

Der Außenbereich, über den sich Eltern seit Einzug in die Notunterkunft beschweren, besteht aus Beton und einem 2x2m Sandkasten!

Man braucht den Blick nur in der Landgemeinde „An der Schmücke“ schweifen lassen um festzustellen, dass es mit der AWO als Träger auch anders laufen kann.
Und während sich um einen Namen gestritten wird, passiert nichts, man möchte nur noch schreien bei der ewigen Debatte „Heldrungen gegen Oldisleben“. Das Oldisleben attraktiver ist sieht jeder der unvoreingenommen mit offenen Augen durch die Welt geht, Schwimmbad, Kita, Schule sind da nur ein paar Beispiele. Darauf sollte man von Heldrungen aus ohne Neid und Missgunst schauen, sondern sich fragen „Was machen die anders, wie können wir davon lernen, wie können wir davon alle profitieren?“, wir sind mittlerweile eine Gemeinde und das sollte langsam in den Köpfen der Stadträte ankommen.

Der Kyffhäuserkreis wurde als familienfreundlich zertifiziert, rühmt sich damit, wirbt damit, wir Eltern merken davon hier nichts, man lässt uns im Stich. Unterstützung bekommen wir im Moment einzig allein von der Landeselternsprecherin (Kreiselternsprecherin), der wir auch hier nochmal danken möchten.

Wir hoffen, dass dieser Hilferuf gehört wird.

Mit freundlichen Grüßen
Heldrungen, der 19.06.2020
Der Elternbeirat
Autor: khh

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