kyffhaeuser-nachrichten.de
Neues aus Sondershausen

"Friedliche Koexistenz" zwischen Rad- und Autofahrern notwendig

Mittwoch, 24. Juni 2020, 18:57 Uhr
An Werktagen wird es ja nicht noch nicht so kritisch werden, aber an schönen Tagen könnte es auf der Possenzufahrt sehr eng zu gehen. Aber es gibt Ausweichmöglichkeiten...

Wir hatten gestern informiert, dass der Unstrut-Werra-Radweg (UWR) wegen Verkehrssicherungsarbeiten zwischen Possenauffahrt und Oberspier für Radfahrer und Fußgänger voll gesperrt wird und die Radfahrer eine Umleitung über den Possen nehmen müssen.

Ein Kommentator hatte an den Artikel geschrieben:
Da werden sich wohl demnächst einige Possenbesucher in Selbsbeherrschung üben müssen, wenn die Radler über den Hügel strampeln....

Und in der Tat, was im unteren Teil der Auffahrt noch kein Problem ist, wird spätestens im oberen Teil der Auffahrt, ab dort wo die Einbahnstraße beginnt, zum Problem, denn die die Straße wird sehr schmal.

Deshalb sei an dieser Stelle an das erinnert:

Die neue Straßenverkehrsordnung ist am 28. April in Kraft getreten. Dort heißt es unter anderem, Kraftfahrzeuge müssen beim Überholen auf der Fahrbahn künftig einen Mindestabstand zu Radfahrern, Fußgängern und E-Scootern halten. Außerorts sollen das mindestens zwei Meter, innerorts 1,5 Meter sein. Bisher schrieb die StVO lediglich einen "ausreichenden Seitenabstand" vor.

Das heißt mit anderen Worten, in der Possenauffahrt kann in den beiden Einbahnstraßen ein Radfahrer nicht mehr überholt werden, weil der Mindestabstand nicht einzuhalten ist.

Hier muss man an Radfahrer und und Autofahrer appelieren, lasst Vorsicht und gegenseitige Rücksicht walten. Bei viel Verkehr ist es auch für die Radfahrer schwer ständig am Berg anzuhalten, um den Autoverkehr durchzulassen. Da es nicht gerade eine flache Anfahrt ist, besonders im oberen Teil, ist das Anfahren für die Radfahrer am Berg nicht gerade leicht.

Wer sportlich gut drauf ist für den hat kn für die Radfahrer drei Tipps parat, bei denen man über andere Routen etwas stressfreier nach Oberspier kommt.

"Friedliche Koexistenz" zwischen Rad- und Autofahrern notwendig (Foto: Karl-Heinz Herrmann) "Friedliche Koexistenz" zwischen Rad- und Autofahrern notwendig (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Die rote Linie in der Karte markiert den Unstrut-Werra-Radweg (UWR), wie er sich durch Sondershausen schlängelt.

Ersatzroute 1
Wer aus Richtung Bad Frankenhausen auf dem UWR kommt, kann in Hachelbich durch den Ort fahren (Bahnhofstraße, Weibachstraße, Hauptstraße, Berkaer Weg und Schneidstraße), Ausschilderung des Radwegs RuS (Rund um Sondershausen) folgen und durch das Klappental bis hoch zum Possen fahren. Ist auch nicht viel steiler als die Possenauffahrt.

Nachteil dieses Weges ist, dass er für Rennräder sehr ungeeignet ist, besonders im Bereich hintere Schneidstraße und Zufahrt zum Klappental.

Ersatzroute 2

Hier fährt man in Höhe Friedhof Jecha vom UWR ab, und fährt über die Martin-Andersen-Nexö-Straße und der Straße "Zur Muni" (vorbei an Wago), durch den Wald bis zum Klappental und biegt dann nach rechts ab ins Klappental und fährt auf dem ausgeschilderten Radweg RuS hoch zum Possen.
Nach dem Klappental fährt man hier auf sandgeschlämmten festen Weg auf den Possen.

Ersatzroute 3

Hier fährt man vom UWR an der Abfahrt Possenallee (Südbahnhof) ab und über die Possenallee und Rondell direkt hoch zum Possen. Ab Forstamt Possenallee fährt man auf sandgeschlämmten festen Weg. Nachteil dieser Strecke ist, es sind "knackige Anstiege" dabei (Anfahrt zum Rondell).

Ab Possen fährt man die wie die Umleitungsstrecke ausgeschildert ist über Kastanienallee und Panzerstraße zum UWR und dann nach Oberspier.

Bleibt zu hoffen, dass die Tipps eines ehemaligen Wegewarts helfen.
Autor: khh

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de