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Neues aus Bad Frankenhausen

So geht es am Schwanenteich weiter

Mittwoch, 05. August 2020, 15:21 Uhr
In Bad Frankenhausen steht aktuell der Schwanenteich ohne Wasser da. Was dem Teich widerfahren ist und wie die weiteren Maßnahmen zur Sanierung aussehen, hat kn erfahren...

Am Vormittag war kn mit dem Fahrrad in Bad Frankenhausen unterwegs und kam bei seiner Fahrt entlang des Flutgrabens auch am Schwanenteich vorbei.

So geht es am Schwanenteich weiter (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Upps, da war ja gar kein Wasser mehr drin. Was ist denn dem Teich widerfahren?

In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des SFV „Thüringer Pforte“ e.V. Bad Frankenhausen, Andreas Barth, der Anglerverein betreut den Schwanenteich, erfuhr kn den Grund, warum das Wasser des Schwanenteichs abgelassen werden musste.

In den letzten zwei Jahren war es immer wieder mal zu einem Fischsterben gekommen, so auch in diesem Jahr. Mit Experten, so von der Fischzucht in Auleben, der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Wasserschutzbehörde wurden intensiv nach den Ursachen geforscht. Denn der Sauerstoffmangel im Wasser konnte nicht nur durch die gestiegenen Temperaturen erklärt werden, so Barth.

In einem stehenden Gewässer, wie es der Schwanenteich ist, ist ein wesentlicher Beitrag bei der Wasserqualität der Schlamm der sich unweigerlich ablagert (Pflanzenrest, Laubeintrag usw.). Und der ist in den letzten 35 bis 40 Jahren nicht mehr aus dem Schwanenteich entfernt worden. In der professionellen Fischzucht werden solche Teiche alle 5 bis 6 Jahre vom Schlamm befreit, die sogenannte Sömmerung.

In Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Wasserschutzbehörde wurde entschieden, über einen "Mönch" (musste erst vom Beton wieder befreit werden) das Wasser in den Flutgraben zu entleeren und das Wasser komplett abzulassen. Das passierte vor ca. vier Wochen.

Schlamm (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
In der folgenden Zeit soll der Schlamm austrocknen, damit er an Volumen passiert. Voraussichtlich im Herbst wird der Schlamm so gut durchgetrocknet sein, so Barth, dass er ausgebaggert werden kann. Es wurden auch nach Untersuchung des Schlamms Partner gefunden, die den Schlamm verwerten können (Humusgewinnung).

Zurzeit werden Partner gesucht, die den Verein beim Ausbaggern des Schlamms unterstützen. Man braucht da nicht nur die notwendige Technik, sondern auch Erfahrung, denn der Schlamm muss mit Vorsicht entfernt werden, denn es darf nicht passieren, dass die sperrende Tonschicht beim Abtragen beschädigt wird.

Wenn alles gut geht, kann der Schwanenteich nach dem Ausbringen des Schlamms wieder mit Wasser vom Flutgraben gefüllt werden. Nach einer gewissen Ruhezeit soll dann der Schwanenteich im März / April wieder mit Fischen besetzt werden, so Andreas Barth abschließend.
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