Neues aus Sondershausen
Noch nicht völlig überzeugt?
Donnerstag, 20. August 2020, 20:29 Uhr
Heute stand im Hauptausschuss der Stadt Sondershausen die Vorstellung des Kommunalen IT Dienstleister – Kommunale Informationsverarbeitung Thüringen GmbH und die Befürwortung der Vorlage der Jahresrechnung 2019 auf dem Programm...
Kommunale Informationsverarbeitung Thüringen GmbH (KIV)
Das Online-Zugangsgesetz des Freistaats bereitet den Stadträten einiges Kopfzerbrechen. In der letzten Sitzung des Stadtrats hatte man sich schon entschieden, erst noch einen Vertreter der KIV zu hören, ob man als Mitglied in den KIV eintritt oder lieber alles selbst macht.
Hintergrund:
Im Online-Zugangsgesetz, dass bis Ende 2022 umgesetzt werden muss, ist festgelegt, dass praktisch fast alle Dienstleistungen der Verwaltung (Anmeldungen, Ummeldungen usw.) von den Bürgerinnen und Bürgern digital über das Internet vorgenommen werden dürfen.
Der Dienstleistungskatalog des Freistaats umfasst 300 bis 500 Dienstleistungen. In der Verwaltung der Stadt Sondershausen ist man sich einig, so auch der Verantwortliche für IT in der Stadtverwaltung, Sebastian Stauder, dass ist einfach in seiner Komplexität und der Masse nicht zu schaffen. Zumal auch noch gesichert werden muss, dass nicht viele Insellösungen in Thüringen entstehen sollen. Als Einzelstadt, so Stauder, hätte man auch keinen Anspruch auf Fördermittel.
Ricky Bierig (Leiter Vertrieb, Datenschutz) stellte das Unternehmen vor, denen bereits zahlreiche meist kleinere und mittelgroße Städte beigetreten sind (Artern, Steinach, Lauscha Bad Langensalza und Mühlhausen) aber auch Einheiten wie das Landratsamt Nordhausen.
Die "Eintrittsgebühr", ein Anteil beträgt aktuell rund 87 Euro, ist nicht das Problem. Unklar für die Stadträte ist, ob sich die von der KIV zu erbringenden Leistungen rechnen werden, denn die müssen ja abgegolten werden. Problem für die Stadträte dabei, örtlich IT Dienstleister sind kaum einbindbar. Und nicht ganz klar ist, ob nicht doch bei einem Scheitern, eine "Nachschusspflicht" für die Stadt besteht. Neben Softwarelösungen bietet die KIV auch Vorteil bei der Beschaffung von Hardware, Bierig.
Die Stadträte haben in den Fraktionen jetzt bis 3. September Zeit sich zu beraten, denn dann muss man sich im Stadtrat entscheiden. Zumindest heute herrschte teilweise unter den Stadträten noch Skepsis vor.
Jahresrechnung 2019
Bei der Jahresrechnung 2019 konnte Bürgermeister Steffen Grimm (pl) Sollüberschuss von 858.595,14 Euro ausweisen. Das Plus stammt u.a. aus Mehreinnahmen durch die Gewerbesteuer, höhere Zuweisungen und weniger Personalkosten, um nur einige Beispiele zu nennen. Der Überschuss soll in die Rücklage kommen.
Aktuell liegt die Verschuldung der Stadt Sondershausen bei pro Kopf 158,77 Euro, womit wir im Mittelfeld in Thüringen liegen, so Grimm
Bestätigt werden soll die Jahresrechnung dann in der Sitzung des Stadtrats im September. Heute signalisierte man im Hauptausschuss einstimmig eine Befürwortung.
Autor: khhKommunale Informationsverarbeitung Thüringen GmbH (KIV)
Das Online-Zugangsgesetz des Freistaats bereitet den Stadträten einiges Kopfzerbrechen. In der letzten Sitzung des Stadtrats hatte man sich schon entschieden, erst noch einen Vertreter der KIV zu hören, ob man als Mitglied in den KIV eintritt oder lieber alles selbst macht.
Hintergrund:
Im Online-Zugangsgesetz, dass bis Ende 2022 umgesetzt werden muss, ist festgelegt, dass praktisch fast alle Dienstleistungen der Verwaltung (Anmeldungen, Ummeldungen usw.) von den Bürgerinnen und Bürgern digital über das Internet vorgenommen werden dürfen.
Der Dienstleistungskatalog des Freistaats umfasst 300 bis 500 Dienstleistungen. In der Verwaltung der Stadt Sondershausen ist man sich einig, so auch der Verantwortliche für IT in der Stadtverwaltung, Sebastian Stauder, dass ist einfach in seiner Komplexität und der Masse nicht zu schaffen. Zumal auch noch gesichert werden muss, dass nicht viele Insellösungen in Thüringen entstehen sollen. Als Einzelstadt, so Stauder, hätte man auch keinen Anspruch auf Fördermittel.
Ricky Bierig (Leiter Vertrieb, Datenschutz) stellte das Unternehmen vor, denen bereits zahlreiche meist kleinere und mittelgroße Städte beigetreten sind (Artern, Steinach, Lauscha Bad Langensalza und Mühlhausen) aber auch Einheiten wie das Landratsamt Nordhausen.
Die "Eintrittsgebühr", ein Anteil beträgt aktuell rund 87 Euro, ist nicht das Problem. Unklar für die Stadträte ist, ob sich die von der KIV zu erbringenden Leistungen rechnen werden, denn die müssen ja abgegolten werden. Problem für die Stadträte dabei, örtlich IT Dienstleister sind kaum einbindbar. Und nicht ganz klar ist, ob nicht doch bei einem Scheitern, eine "Nachschusspflicht" für die Stadt besteht. Neben Softwarelösungen bietet die KIV auch Vorteil bei der Beschaffung von Hardware, Bierig.
Die Stadträte haben in den Fraktionen jetzt bis 3. September Zeit sich zu beraten, denn dann muss man sich im Stadtrat entscheiden. Zumindest heute herrschte teilweise unter den Stadträten noch Skepsis vor.
Jahresrechnung 2019
Bei der Jahresrechnung 2019 konnte Bürgermeister Steffen Grimm (pl) Sollüberschuss von 858.595,14 Euro ausweisen. Das Plus stammt u.a. aus Mehreinnahmen durch die Gewerbesteuer, höhere Zuweisungen und weniger Personalkosten, um nur einige Beispiele zu nennen. Der Überschuss soll in die Rücklage kommen.
Aktuell liegt die Verschuldung der Stadt Sondershausen bei pro Kopf 158,77 Euro, womit wir im Mittelfeld in Thüringen liegen, so Grimm
Bestätigt werden soll die Jahresrechnung dann in der Sitzung des Stadtrats im September. Heute signalisierte man im Hauptausschuss einstimmig eine Befürwortung.
