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Kreistagssitzung in Bad Frankenhausen

Jahresrückblick der Landrätin

Montag, 21. Dezember 2020, 19:00 Uhr
Am heutigen 21. Dezember fand in Bad Frankenhausen, in der Rotbart Arena, die letzte Kreistagssitzung statt.
Zu Beginn der Sitzung richtete die Landrätin Frau Antje Hochwind-Schneider ein Grußwort an die Anwesenden...

Letzte Kreistag in diesem Jahr fand in der Rotbart Arena statt (Foto: Eva Maria Wiegand) Letzte Kreistag in diesem Jahr fand in der Rotbart Arena statt (Foto: Eva Maria Wiegand)


"Sehr geehrte Mitglieder des Kreistages, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung, werte Vertreterinnen und Vertreter der Presse und liebe Gäste, ich darf Sie herzlich willkommen heißen zu unserer letzten Kreistagssitzung in diesem Jahr. In zehn Tagen begehen wir den Jahreswechsel und der Wunsch nach einem gesunden neuen Jahr ist mit großer Hoffnung besetzt. Das Jahr 2020 hat uns alle in Atem gehalten.

Die Corona-Pandemie hat und tut es auch immer noch, zu großen Teilen unser Handeln bestimmt und verlangt nach wie vor viel von jedem Einzelnen ab. Während des Lockdowns, indem wir uns mittlerweile wieder befinden, waren und sind gewohnte Begegnungen, Kindergarten- und Schulbesuche, aber auch Urlaubsreisen, Festivitäten und Kultur nicht möglich und es wird noch dauern bis wir unsere Alltagsnormalität wieder erreichen.

Noch immer erfordert es viel Geduld und Disziplin, sich an die Regeln zu halten, denn das Virus bestraft jegliches Fehlverhalten und lässt keinen Spielraum für Fehltritte zu. Gerade an den bevorstehenden Feiertagen wird es uns besonders schwerfallen, die persönlichen Kontakte zu beschränken, doch Nähe definiert sich nicht allein durch körperliche Anwesenheit.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich auf andere Art und Weise nah zu sein und das mit liebevollen Gesten zu zeigen. Ich persönlich bin sehr dankbar, in einem Staat zu leben, der sich um den Gesundheitsschutz seiner Bürgerinnen und Bürger sorgt. Der Blick in andere Länder der Welt zeigt, dass das längst keine Selbstverständlichkeit ist.

In Deutschland konnten bisher alle intensivpflichtigen Patientinnen und Patienten versorgt werden und das ist ein hohes Gut. Auch all jene, die Corona leugnen, möchte ich bitten, sich darüber bewusst zu werden, dass Sie mit Ihren Aussagen die Arbeit der Menschen im Gesundheits- und Pflegewesen in Abrede stellen. Es ist ein Affront gegenüber den Beschäftigten, die sich Tag für Tag der Gefahr aussetzen, selbst an Corona zu erkranken und sich um die Gesundheit unserer Mitmenschen kümmern. Ich habe größten Respekt vor diesen Tätigkeiten und danke allen, die sich täglich um unsere pflegebedürftigen und kranken Menschen bemühen und ihnen zur Seite stehen.

Ohne diesen Einsatz wären diese schwierigen Zeiten nicht zu bewältigen. Vielen Dank an alle, die Dienst am Menschen tun. Als Kreisverwaltung haben wir in den letzten Wochen und Monaten an unseren Belastungsgrenzen gearbeitet. Es gilt das gesprochene Wort!

Die steigenden Fallzahlen an Covid-19-Infektionen haben ein schnelles und gut durchdachtes Handeln gefordert, um dem Geschehen gerecht zu werden.
Hierzu haben wir unter anderen:

  • Kontaktnachverfolgung erweitert, die Sprechzeiten der Hotline verlängert.
  • Drei mobile Abstrichteams eingerichtet, eine gute Logistik geschaffen und Schichtdienste eingeführt,
  • dem Gesundheitsamt ein weiteres Sachgebiet,
  • dass auch ordnungsrechtliche
  • Belange sowie Bescheiderstellungen im Blick hat, zugeordnet, wöchentliche Krisenstäbe durchgeführt unter Einbindung der Polizei und der Bundeswehr,
  • Allgemeinverfügungen auf den Weg gebracht,
  • uns in Telefonkonferenzen mit Schulen, den Kommunen und dem Ministerium verständigt,
  • eine Infektionspraxis mit Abstrichstelle vorgehalten,
  • und natürlich auch die Öffentlichkeit umfassend informiert

An den bevorstehenden Feiertagen wird unsere Kreisverwaltung diese Arbeit fortsetzen und es bleibt zu wünschen, dass die Fallzahlen sich nicht erhöhen werden. Allen Kolleginnen und Kollegen, ob direkt in das Corona-Geschehen eingebunden oder an ihrem originären Arbeitsplatz, möchte ich von dieser Stelle aus noch einmal herzlich danken für das große Verständnis und das Engagement, wodurch es möglich wird, mit dieser außergewöhnlichen Situation umzugehen.
Danke für Ihre Unterstützung.

Obwohl die Corona-Pandemie unseren Arbeitsalltag in der Kreisverwaltung stark beeinflusst und einen hohen Arbeitsaufwand einfordert, haben wir dennoch alle Anstrengungen unternommen, unsere Ziele für den Landkreis umzusetzen.

Hierzu gehören unter anderem
  • der flächendeckende Internetausbau, der weitestgehend abgeschlossen ist und von dem schon zahlreiche Haushalte und Unternehmen mit deutlich erhöhten Verbindungsraten profitieren;
  • die weitere Projektgeldbeantragung, um die noch sogenannten vorhandenen „weiße Flecken“ beim Breitbandausbau beseitigen zu können;
  • die Anschaffung von Schulsätzen digitaler Endgeräte, die im Januar zur Verfügung stehen werden. Hierbei beläuft sich die Fördersumme auf knapp 560 000 Euro.
  • aber auch der Einsatz von Schulsozialarbeiterinnen an allen Schulen


Es gilt das gesprochene Wort!

  • die Realisierung des Handwerkergymnasiums im SBZ in Sondershausen, bei der die Schülerinnen und Schüler bereits Module der Meisterausbildung während ihrer Schulzeit absolvieren können; die erneute Zertifizierung zum familienfreundlichen Landkreis und die Umsetzung von mehr Angeboten für Familien, wie: der Einsatz von Familienlotsen, Dorfkümmerern, der Bürgerbus oder der Familienpass, der mit über 70 Angeboten im Februar 2021 in einer Auflage von 8000 Stück an die Familien des Kyffhäuserkreises über die Schulen und Kita`s ausgereicht wird – und natürlich bleibt zu hoffen, dass dieser dann auch rege genutzt werden kann; Doch auch die Verlängerung des Azubi-Tickets bis zum 31.07.2021 konnte in die Umsetzung gebracht werden und gibt so Auszubildenden die Möglichkeit, ihre Ausbildungsstätten vergünstigt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen


Um speziell die Kommunen zu unterstützen, hat das Regionalmanagement Nordthüringen gemeinsam mit diesen ein Gewerbeflächenkonzept auf den Weg gebracht, was Grundlage für die Akquise von Fördermitteln ist. Dieses kommt bereits zum Einsatz, was das Beispiel der Stadt Greußen zeigt.
Weiterhin wurde über das Regionalmanagement eine Fachkräftekampagne gestartet und auf der Internetplattform Perspektive Nordthüringen ist u.a. eine automatisierte regionale Jobbörse zu finden, die auf gute Resonanz stößt. Auch die Berufsinfotage konnten auf einer digitalen Plattform angeboten werden und zählten über 2000 virtuelle Besucherinnen und Besucher.
In unserer heutigen Sitzung wollen wir den zukunftsweisenden Grundstein für unser Kyffhäuserdenkmal legen und eine Stiftung, die sich der Fortentwicklung des Areals widmen wird, gründen.
Doch auch die Fortschreibung der Schulnetzplanung und der Kreishaushalt stehen auf der Agenda und hierüber werden wir im Kreistag im neuen Jahr entscheiden.
Die Arbeitslosenquote im Kyffhäuserkreis lag im November bei 7,4 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr um knapp drei Prozent angestiegen. Natürlich ist uns allen bewusst, dass sich diese Zahl durch die gewährte Kurzarbeit in einem moderaten Rahmen bewegt.

Ich denke, dass wir im kommenden Jahr sicher einen Anstieg zu verzeichnen haben. Trotz allem gilt es weiterhin nach vorn zu schauen und Perspektiven in unserm Landkreis zu schaffen. Es gilt das gesprochene Wort!

Herzlich danken möchte ich allen, die sich tatkräftig und solidarisch für die Gemeinschaft engagieren und das Wohl unseres Gemeinwesens im Blick haben. Vielen Dank auch an die beiden ehrenamtlichen Beigeordneten unserer Kreisverwaltung Herrn Scheja und Herrn Strickrodt, sowie die Vorsitzenden der Fraktionen und Fachausschüsse, für die gute und zuverlässige Zusammenarbeit, danke für das konstruktive Miteinander.

Liebe Anwesende,
das Weihnachtsfest steht vor der Tür und möchte eingelassen werden. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest, frohe Feiertage und kommen Sie vor allem gesund und gestärkt in das Neue Jahr! In diesem Sinne, alle guten Wünsche für die kommende Zeit!

Bevor wir nun mit der Tagesordnung fortfahren, möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass der neue Gleichstellungsplan der Kreisverwaltung in das Ratsinformationssystem für Sie zur Einsicht eingestellt wurde. Vielen Dank.
Es gilt das gesprochene Wort"!
Autor: emw

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