kyffhaeuser-nachrichten.de
Bestmögliche Bildung trotz Corona möglich?

Sorgen und Nöte der Lehrer ernst nehmen

Dienstag, 19. Januar 2021, 16:25 Uhr
Im Thüringer Landtag fand eine digitale Schulleiterkonferenz der CDU-Fraktion mit mehr als 50 Schulleiterinnen und Schulleitern statt. Der Wahlkreisabgeordnete im Kyffhäuserkreis, Stefan Schard, äußerte sich zu der Konferenz...

„Schulen brauchen in der Krise Beinfreiheit. Es geht auch darum, aus den Erfahrungen vor Ort zu lernen und in praktische Politik umzusetzen." Für mehr Beinfreiheit von Schulen in dieser schwierigen Pandemie-Lage macht sich die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag stark.  Das ist das Fazit des Vorsitzenden Prof. Dr. Mario Voigt und des Wahlkreisabgeordneten im Kyffhäuserkreis, Stefan Schard, im Anschluss an die von den Christdemokraten im Landtag erstmals durchgeführte „Digitale Schulleiter-Konferenz".

Die Union sehe sich nach der Konferenz in ihrem Eindruck bestätigt, dass das Ministerium zu wenig in die Klassenzimmer hineinhorche. „Wir dürfen den Anspruch an die bestmögliche Bildung auch während Corona für unsere Kinder niemals aufgeben", machen sowohl Schard, als auch Voigt deutlich. „Unsere Jüngsten, aber auch diejenigen, die auch vor Corona bereits schulische Probleme hatten, dürften nicht die größten Verlierer der Krise werden."

Die Anregungen und Wortmeldungen der Lehrer würden nun in der Fraktion weiterdiskutiert und in ein Positionspapier einfließen. „Ziel muss es sein, für unsere Schulen einen belastbaren Fahrplan für das Schuljahr zu entwerfen. Die Einbindung derjenigen, die den Unterricht vor Ort absichern müssen, ist dabei unerlässlich", dankten die Fraktionsvertreter für die Anregungen der Konferenzteilnehmer.

Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christian Tischner, zeigte sich überrascht von der Dankbarkeit der Schulleiter, „dass die Politik auch einfach einmal die Sorgen und Nöte in den Lehrerzimmern abfragt, ohne gleichzeitig Vorgaben zu machen, wie nun weiter verfahren werden soll."

An der digitalen Konferenz mit Schulleitern und Lehrern aus ganz Thüringen haben mehr als 50 Pädagogen teilgenommen. „Die Videoschalte hat gezeigt, wie schwierig und kurzfristig die ministerialen Vorgaben oftmals sind", so das Resümee. „Ständig wechselnde, sich teilweise widersprechende Forderungen aus dem Bildungsministerium, dazu offener Streit zu bildungspolitischen Fragen innerhalb des Kabinetts und die mangelnde Perspektive im Hinblick auf einen geregelten Präsenzunterricht  belasten Schüler wie Lehrer in dieser Zeit unnötig."

Für Schard ist dabei auch wichtig, die „komplizierte Situation der Familien und die hohe Belastung der Eltern und Schüler durch das Homeschooling nicht aus den Augen zu verlieren".

„Manch einer kriecht jetzt schon auf dem Zahnfleisch", so Schard abschließend.
Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2021 kyffhaeuser-nachrichten.de