Bekannter Schauspieler inszeniert für BUGA Außenstandort
Wie die Orange nach Bendeleben kam
Freitag, 05. März 2021, 08:40 Uhr
In den
Außenstandorten der BUGA 2021 sind einige interessante Projekte ins Leben gerufen worden. Darunter ist ein Theaterprojekt eines bekannten Schauspielers und Theaterpädagogen. Zu sehen ist er in Theaterstücken, Fernsehproduktionen und sogar in Kinofilmen. Momentan lebt der Schauspieler und Pädagoge in Nordhausen...
Ali Murtaza ist ein freier Theaterpädagoge, der seine Kindheit in Oberwesel verbrachte. Er studierte Schauspiel in Wiesbaden und war unter anderen Ensemblemitglied an Bühnen in Berlin, Köln, Hamburg und Thüringen. Im Jahr 2019 spielte er im Theater Nordhausen unter der Regie von Eva Lankau in dem Stück Mitleid mit dem Weihnachtsbaum". Eine Festanstellung hat der Pädagoge im Ökumenischen Hainich Klinikum in Mühlhausen im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Und wie kam er nach Bendeleben? Für die BUGA wurde ein Theaterpädagoge gesucht, der mit Schülerinnen und Schüler aus der Region Bendeleben ein Theaterprojekt erarbeiten sollte. Ali Murtaza wurde durch die Theaterpädagogin des Jungen Theaters Nordhausen, Eva Lankau, auf die Ausschreibung aufmerksam gemacht. Wie sich herausstellte, war er genau der Richtige für die Umsetzung dieses Projektes. Er musste nicht lange überlegen wie das Theaterstück heißen sollte, als er vor der Orangerie in Bendeleben stand. Wie die Orange nach Bendeleben kam? Wäre ein guter Titel, dachte er sich. Die Orange ist in diesem Stück jedoch nur eine Metapha. Im Grunde geht es um Lebensmittel, Lebensmittelknappheit und -überfluss.
Drei Wochen recherchierte Ali Murtaza in Bendeleben, interviewte Bewohner des Ortes und sprach mit dem ehemalige Bürgermeister von Bendeleben Martin Brückner. So bekam der Regisseur interessante Einblicke in die lange traditionsreiche Geschichte Bendelebens.
Bendeleben wurde das erste Mal im Jahre 870 durch die Schenkung eines Fischteiches an ein Kloster in Fulda erwähnt. In der Inszenierung Murtazas geht es nicht vorrangig um den Ort Bendeleben, sondern vielmehr um die Menschen und die Versorgung mit Nahrungsmittel in den einzelnen Epochen, von der Gründung des Ortes bis in die heutige Zeit.
Welchen Stellenwert hatte Nahrung in Zeiten von Hungersnöten und welche in Zeiten des Überflusses? Ist die Vernichtung von Lebensmitteln gesellschaftsfähig geworden? Sind sich die Menschen über die große Ressourcenverschwendung im klaren? Diese Fragen stellt sich Ali Murtaza und regt damit in seinem Stück zum Nachdenken an.
Das Bühnenstück wurde von fünfzehn Schülerinnen und Schülern einstudiert. Die Proben gestalten sich bis zu heutigen Tag durch die Cornasituation sehr schwierig. Gemeinsame Proben sollten im Dezember des vergangenen Jahres beginnen, waren aber durch den Lockdown nicht möglich. Deshalb entschied der Regisseur Murtaza das Stück als szenische Lesung umzuschreiben. Ob mehrere Schüler oder nur ein Einzelner die Texte liest, ist noch nicht entschieden. Lisa-Marie Lohre und Alexandra Philipp vom Carl-Schröder -Konservatorium Sondershausen werden die Lesung musikalisch begleiten.
Sollte es eine Lockerung des Lockdown bis April geben, dann behalten sich die Akteure vor, das Stück doch noch auf die Bühne zu bringen. Sehenswert wäre es schon alleine wegen der tollen Kulisse, an dieser die Jugendkunstschule Nordhausen unter der Leitung von Martina Degenhart, bis jetzt gearbeitet hat. Frau Scheel, Lehrerin am Kyffhäuser Gymnasium Bad Frankenhausen und die Kunstlehrerin Frau Wollenheit setzen mit den Schülern das Projekt um. Federführend für die Organisation und die Beantragung der Fördermittel war
Frau Alexandra Forner (Bereich Tourismus & Kultur) im Landratsamt Kyffhäuserkreis.
In welcher Form das Theaterstück letztendlich aufgeführt wird, ist noch nicht entschieden. Wir werden über die Entwicklung des Stückes weiter berichten.
Eva Maria Wiegand
Autor: emwAußenstandorten der BUGA 2021 sind einige interessante Projekte ins Leben gerufen worden. Darunter ist ein Theaterprojekt eines bekannten Schauspielers und Theaterpädagogen. Zu sehen ist er in Theaterstücken, Fernsehproduktionen und sogar in Kinofilmen. Momentan lebt der Schauspieler und Pädagoge in Nordhausen...
Ali Murtaza ist ein freier Theaterpädagoge, der seine Kindheit in Oberwesel verbrachte. Er studierte Schauspiel in Wiesbaden und war unter anderen Ensemblemitglied an Bühnen in Berlin, Köln, Hamburg und Thüringen. Im Jahr 2019 spielte er im Theater Nordhausen unter der Regie von Eva Lankau in dem Stück Mitleid mit dem Weihnachtsbaum". Eine Festanstellung hat der Pädagoge im Ökumenischen Hainich Klinikum in Mühlhausen im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Und wie kam er nach Bendeleben? Für die BUGA wurde ein Theaterpädagoge gesucht, der mit Schülerinnen und Schüler aus der Region Bendeleben ein Theaterprojekt erarbeiten sollte. Ali Murtaza wurde durch die Theaterpädagogin des Jungen Theaters Nordhausen, Eva Lankau, auf die Ausschreibung aufmerksam gemacht. Wie sich herausstellte, war er genau der Richtige für die Umsetzung dieses Projektes. Er musste nicht lange überlegen wie das Theaterstück heißen sollte, als er vor der Orangerie in Bendeleben stand. Wie die Orange nach Bendeleben kam? Wäre ein guter Titel, dachte er sich. Die Orange ist in diesem Stück jedoch nur eine Metapha. Im Grunde geht es um Lebensmittel, Lebensmittelknappheit und -überfluss.
Drei Wochen recherchierte Ali Murtaza in Bendeleben, interviewte Bewohner des Ortes und sprach mit dem ehemalige Bürgermeister von Bendeleben Martin Brückner. So bekam der Regisseur interessante Einblicke in die lange traditionsreiche Geschichte Bendelebens.
Bendeleben wurde das erste Mal im Jahre 870 durch die Schenkung eines Fischteiches an ein Kloster in Fulda erwähnt. In der Inszenierung Murtazas geht es nicht vorrangig um den Ort Bendeleben, sondern vielmehr um die Menschen und die Versorgung mit Nahrungsmittel in den einzelnen Epochen, von der Gründung des Ortes bis in die heutige Zeit.
Welchen Stellenwert hatte Nahrung in Zeiten von Hungersnöten und welche in Zeiten des Überflusses? Ist die Vernichtung von Lebensmitteln gesellschaftsfähig geworden? Sind sich die Menschen über die große Ressourcenverschwendung im klaren? Diese Fragen stellt sich Ali Murtaza und regt damit in seinem Stück zum Nachdenken an.
Das Bühnenstück wurde von fünfzehn Schülerinnen und Schülern einstudiert. Die Proben gestalten sich bis zu heutigen Tag durch die Cornasituation sehr schwierig. Gemeinsame Proben sollten im Dezember des vergangenen Jahres beginnen, waren aber durch den Lockdown nicht möglich. Deshalb entschied der Regisseur Murtaza das Stück als szenische Lesung umzuschreiben. Ob mehrere Schüler oder nur ein Einzelner die Texte liest, ist noch nicht entschieden. Lisa-Marie Lohre und Alexandra Philipp vom Carl-Schröder -Konservatorium Sondershausen werden die Lesung musikalisch begleiten.
Sollte es eine Lockerung des Lockdown bis April geben, dann behalten sich die Akteure vor, das Stück doch noch auf die Bühne zu bringen. Sehenswert wäre es schon alleine wegen der tollen Kulisse, an dieser die Jugendkunstschule Nordhausen unter der Leitung von Martina Degenhart, bis jetzt gearbeitet hat. Frau Scheel, Lehrerin am Kyffhäuser Gymnasium Bad Frankenhausen und die Kunstlehrerin Frau Wollenheit setzen mit den Schülern das Projekt um. Federführend für die Organisation und die Beantragung der Fördermittel war
Frau Alexandra Forner (Bereich Tourismus & Kultur) im Landratsamt Kyffhäuserkreis.
In welcher Form das Theaterstück letztendlich aufgeführt wird, ist noch nicht entschieden. Wir werden über die Entwicklung des Stückes weiter berichten.
Eva Maria Wiegand
