Erster Doppelspieltag der Fußball-Thüringenliga
Freude und Frust in Bad Frankenhausen
Montag, 30. August 2021, 10:01 Uhr
Am vergangenen Freitag und dem gestrigen Sonntag fanden gleich zwei komplette Spieltage der Thüringenliga statt. Für die Kurstädter Blau-Weißen eine emotionale Talfahrt nach dem historischen Derbysieg, für den BSV Eintracht aus Sondershausen lief es eher suboptimal …
Die Belastung, innerhalb von zwei Tagen zweimal antreten zu müssen, ist hoch, sagt Blau-Weiß-Trainer Silvio Beer, aber wir spielen in der höchsten Liga des Landes und da müssen wir es nehmen, wie es kommt. Drei bis vier solcher Wochenende hält er in einer Spielzeit für kompensierter, geplant sind aber nur zwei.
Begonnen hatte es am Freitagabend für die Frankenhäuser Jungs mit einem historischen Derby-Sieg über den großen Verein aus der Kreisstadt. Es war ein Arbeitssieg, doch unterm Strich haben wir absolut verdient gewonnen, resümiert Beer das 1:0 gegen die Sondershäuser Eintracht, das den ersten Pflichtspielsieg einer Blau-Weiß-Mannschaft im direkten Vergleich darstellt. Die Eintracht hat eine junge, engagierte Truppe und wir wussten, dass sie über eine gute Abwehrarbeit verfügen und über Konter kommen wollten, beschreibt der einstige Eintracht-Jugendspieler Beer die Partie. Mit viel Ballbesitz und einem klaren Vorteil von 16:4 Torbaschlüssen im Spiel geht der Sieg für uns in Ordnung.
Viel Zeit zum Feiern blieb dem Team um Ex-Profi Carsten Kammlott und Derbytorschütze Leon Teske jedoch nicht, denn nur 44 Stunden später stand die Elf im Stadion an der Grubenstraße gegen den FC Erfurt Nord erneut auf dem Rasen.
Einem sehr nassen Rasen, denn es regnete das ganze Wochenende schon Bindfäden. Trotzdem wurde die Partie angepfiffen und nach einem torlosen ersten Durchgang auch zur zweiten Hälfte gebeten. Hier dauerte es nur vier Minuten bis Robert Ränke die Kurstädter in Führung schoss, allerdings auch nur fünf weitere Minuten bis der Schiedsrichter das Spiel wegen Starkregens unterbrach. Aufgrund des heftigen Niederschlags sei die Verletzungsgefahr zu hoch und er könne ein Weiterspielen nicht verantworten. Diese Entscheidung, das Match zum unterbrechen, ist für mich absolut nachvollziehbar, kommentierte der Frankenhäuser Übungsleiter. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass auch mit mir als Trainer gesprochen wird, ehe die Partie ganz abgebrochen wird. Vorher hatte es die Nachfrage gegeben, ob das Spiel auf dem Kunstrasen zu Ende geführt werden könne, allerdings hatten die Blau-Weißen keine geeignete Schuhe dafür mit, weshalb die Verantwortlichen die Idee ablehnten.
Nun wird sich das Sportgericht mit der Wertung des Spiels befassen müssen. Entweder es gibt eine komplette Wiederholung oder die letzte halbe Stunde wird beim Stand von 1:0 für die Gäste vom Fuße des Kyffhäusers fortgesetzt.
Für Silvio Beer ist der Spielabbruch noch aus einem anderen Grund ärgerlich: Wir wären mit einem Sieg heute Tabellenführer gewesen. Am Ende der Saison stehen wir da sicherlich nicht, aber für die Jungs und den ganzen Verein hätte es eine schöne Momentaufnahme dargestellt, in der Tabelle ganz oben zu stehen. Das tut mir sehr leid.
Da haben die Verantwortlichen in Sondershausen ganz andere Sorgen und werden sich freuen, dass die Mannschaft gestern eine drohende Heimniederlage gegen Ehrenhain nach einem 0:2-Rückstand in den letzten Sekunden der Nachspielzeit durch einen Treffer von Max Teubner noch in ein versöhnliches 2:2-Unentschieden umwandeln konnte und somit wenigstes einen Punkt aus dem Doppelspieltag mitnimmt.
Olaf Schulze
Autor: oschDie Belastung, innerhalb von zwei Tagen zweimal antreten zu müssen, ist hoch, sagt Blau-Weiß-Trainer Silvio Beer, aber wir spielen in der höchsten Liga des Landes und da müssen wir es nehmen, wie es kommt. Drei bis vier solcher Wochenende hält er in einer Spielzeit für kompensierter, geplant sind aber nur zwei.
Begonnen hatte es am Freitagabend für die Frankenhäuser Jungs mit einem historischen Derby-Sieg über den großen Verein aus der Kreisstadt. Es war ein Arbeitssieg, doch unterm Strich haben wir absolut verdient gewonnen, resümiert Beer das 1:0 gegen die Sondershäuser Eintracht, das den ersten Pflichtspielsieg einer Blau-Weiß-Mannschaft im direkten Vergleich darstellt. Die Eintracht hat eine junge, engagierte Truppe und wir wussten, dass sie über eine gute Abwehrarbeit verfügen und über Konter kommen wollten, beschreibt der einstige Eintracht-Jugendspieler Beer die Partie. Mit viel Ballbesitz und einem klaren Vorteil von 16:4 Torbaschlüssen im Spiel geht der Sieg für uns in Ordnung.
Viel Zeit zum Feiern blieb dem Team um Ex-Profi Carsten Kammlott und Derbytorschütze Leon Teske jedoch nicht, denn nur 44 Stunden später stand die Elf im Stadion an der Grubenstraße gegen den FC Erfurt Nord erneut auf dem Rasen.
Einem sehr nassen Rasen, denn es regnete das ganze Wochenende schon Bindfäden. Trotzdem wurde die Partie angepfiffen und nach einem torlosen ersten Durchgang auch zur zweiten Hälfte gebeten. Hier dauerte es nur vier Minuten bis Robert Ränke die Kurstädter in Führung schoss, allerdings auch nur fünf weitere Minuten bis der Schiedsrichter das Spiel wegen Starkregens unterbrach. Aufgrund des heftigen Niederschlags sei die Verletzungsgefahr zu hoch und er könne ein Weiterspielen nicht verantworten. Diese Entscheidung, das Match zum unterbrechen, ist für mich absolut nachvollziehbar, kommentierte der Frankenhäuser Übungsleiter. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass auch mit mir als Trainer gesprochen wird, ehe die Partie ganz abgebrochen wird. Vorher hatte es die Nachfrage gegeben, ob das Spiel auf dem Kunstrasen zu Ende geführt werden könne, allerdings hatten die Blau-Weißen keine geeignete Schuhe dafür mit, weshalb die Verantwortlichen die Idee ablehnten.
Nun wird sich das Sportgericht mit der Wertung des Spiels befassen müssen. Entweder es gibt eine komplette Wiederholung oder die letzte halbe Stunde wird beim Stand von 1:0 für die Gäste vom Fuße des Kyffhäusers fortgesetzt.
Für Silvio Beer ist der Spielabbruch noch aus einem anderen Grund ärgerlich: Wir wären mit einem Sieg heute Tabellenführer gewesen. Am Ende der Saison stehen wir da sicherlich nicht, aber für die Jungs und den ganzen Verein hätte es eine schöne Momentaufnahme dargestellt, in der Tabelle ganz oben zu stehen. Das tut mir sehr leid.
Da haben die Verantwortlichen in Sondershausen ganz andere Sorgen und werden sich freuen, dass die Mannschaft gestern eine drohende Heimniederlage gegen Ehrenhain nach einem 0:2-Rückstand in den letzten Sekunden der Nachspielzeit durch einen Treffer von Max Teubner noch in ein versöhnliches 2:2-Unentschieden umwandeln konnte und somit wenigstes einen Punkt aus dem Doppelspieltag mitnimmt.
Olaf Schulze


