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Ländlicher Raum mit Zukunft

Helbedündorf wird Modellkommune

Donnerstag, 16. September 2021, 10:00 Uhr
Der demografische Wandel stellt viele Kommunen in Nordthüringen vor große Herausforderungen. Mit dem Modellprojekt "Zukunftswerkstatt Kommunen - Attraktiv im Wandel" fördert die Bundesregierung künftig die Gemeinde Helbedündorf bei der Suche nach innovativen Lösungen, damit die Kommune auch in Zukunft für alle Generationen attraktiv bleibt...

Dies gibt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Grund bekannt. "Helbedündorf ist als eine von 40 Pioniergemeinden des neuen Modellprojekts, Zukunftswerkstatt Kommunen - attraktiv im Wandel' (ZWK) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ausgewählt worden", freut sich Manfred Grund, Bundestagsabgeordneter aus Nordthüringen. Ausschlaggebend für die Auswahl sei gewesen, dass sich die Gemeinde im Kyffhäuserkreis schon lange intensiv mit den Folgen des demografischen Wandels auseinandersetzt und bereits eine Reihe von Ideen entwickelt und umgesetzt habe.

Durch die Aufnahme in das ZWK-Programm profitiert Helbedündorf gleich mehrfach: Fachliche Impulse durch die Experten des Bundes und der Austausch im Netzwerk der Modellkommunen tragen dazu bei, optimale Lösungsansätze für die vielfältigen demografischen Herausforderungen zu finden. "Bis zu 40.000 Euro stehen an Fördermitteln des Bundes zur Verfügung", informiert Manfred Grund. Diese Gelder könnten für die Erstellung eines demografischen Kommunalprofils, für Beteiligung, externe Beratung und für erste Umsetzungsschritte eingesetzt werden. Im Fall Helbedündorfs wird die Hochschule Nordhausen die wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts übernehmen - ein gutes Beispiel für die exzellente Vernetzung unterschiedlicher Akteure in der Region, findet Grund.

Im Fokus steht nach Auskunft des Bürgermeisters von Helbedündorf, Jörg Steinmetz, und des fachlich zuständigen Bauamtsleiters André Barthel die Aufrechterhaltung der kommunalen Daseinsvorsorge: Kurze Wege zum Arzt und zum Lebensmittelgeschäft seien besonders für die älteren Bewohner entscheidend. Gleichzeitig müsse die Attraktivität des Ortes für jüngere Familien gesteigert werden. Zu diesem Zweck plant die Gemeinde, geeignetes Bauland für Ansiedlungswillige vorzuhalten und Interessierte beim Grundstücks- oder Gebäudeerwerb logistisch zu unterstützen.

Angesichts der komplexen Aufgabe, die Gemeinde für den demografischen Wandel fit zu machen, gehöre der Mut aller Beteiligten und Bewohner, auch neue und unkonventionelle Wege zu gehen. Dies gelte beispielsweise für Mobilitätskonzepte, die es mobilitätseingeschränkten Personen durch individualisierten Fahrservice lokaler Transportunternehmen erlaubt, regelmäßig die umliegenden Mittelzentren zu erreichen."
Autor: red

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