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DIE DIREKTKANDIDATEN ZUR BUNDESTAGSWAHL IM NNZ-CHECK (8)

Die ÖDP möchte mit Marius Braun in den Bundestag

Donnerstag, 23. September 2021, 07:50 Uhr
Am letzten Septembersonntag wird ein neuer Bundestag gewählt. Im Nordthüringer Wahlkreis haben sich elf Direktkandidaten für ein Bundestagsmandat beworben. Wir haben allen Aspiranten identische Fragen gestellt und veröffentlichen heute zum Abschluss die Antworten des Kandidaten Marius Braun (Oekologisch-Demokratische Partei) …


Kandidiert als Direktkandidat für die ÖDP: Marius Braun (Foto: M.Braun) Kandidiert als Direktkandidat für die ÖDP: Marius Braun (Foto: M.Braun)

Angaben zur Person:
Alter: 34
Familienstand: verheiratet
Kinder: 1
Erlernter Beruf: Ingenieur
Politisch aktiv seit: 2019
In der Partei seit: 2019
Hobbys: Radfahren, Laufen
Lieblings-Urlaubsland: Thüringen
 
 
nnz: Welche sind die drei größten Defizite, die in Nordthüringen in der nächsten Legislaturperiode behoben werden sollten?
Marius Braun:
In der Infrastruktur für öffentliche Verkehrsmittel und Radwege sehe ich erheblichen Ausbau- und Innovationsbedarf um den Mobilitäts- und Klimaherausforderungen zu begegnen. Viele Arbeitsplätze in Nordthüringen sind oder waren bis vor Jahren an die Verbrenner-Automobilindustrie geknüpft, hier gilt neue zukunftsträchtige Perspektiven für die Bürger und Unternehmen durch geeignete Rahmen- und Förderbedingungen zu schaffen. Sorge bereitet mir im Gesundheitswesen die flächendeckende medizinische Versorgung und Pflegebetreuung.
 
In welchem Fachgebiet sind Sie zu Hause und in welchem Ausschuss möchten Sie im Bundestag gern tätig werden?
Aufgrund meiner Ausbildungen bin ich im Bereich der Energietechnik und Wirtschaftswissenschaften zu Hause, fühle mich zudem besonders der Familienpolitik zugehörig. Zwei Ausschüsse möchte ich präferieren: den Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur und den Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
 
Mit welchen politischen Mitteln bzw. Instrumenten wollen Sie zu einer Verbesserung der Lebensumstände der Nordthüringer beitragen?
Ein besonderes Anliegen ist mir, dass wir einander zuhören und demokratisch festlegen, wie wir Veränderungen umsetzen möchten. Oft verstehen wir Bürger nicht, was „die Politik“ macht, wofür sie es macht und manchmal gehen die Ergebnisse der Entscheidungen auch am Ziel vorbei. Ein Mittel um Verbesserungen dem Bürger spürbar zu machen, ist die politische Teilhaben– beispielsweise durch Bürgerbeteiligung durch Bürgerräte und Volksabstimmungen.
 
Welchen der drei Bewerber um das Kanzleramt würden Sie persönlich favorisieren?
Keiner der drei Bewerber vertritt inhaltlich die Standpunkte wie menschlich die Art der Politik, wie ich sie gerne sehen würde. Besonders Bürgernähe, Bodenständigkeit und Glaubwürdigkeit sind Tugenden, welche ich vermisse. Die ÖDP steht für lobbyfreie Politik und ein Verbot von Parteispenden: dies sehe ich als Bedingung für Bewerber an, die ein ganzes Land und nicht nur wenige Personenkreise vertreten möchten.
 
Welcher Koalitionspartner wäre Ihnen am liebsten, wenn Ihre Partei die stärkste Fraktion stellen würde?
Diese würde sich aus einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Koalitionspartner ergeben. Eine Zusammenarbeit mit rechten und linken Rändern käme für mich nicht in Frage.
 
Wie wollen Sie als Bundestagsabgeordneter der weiteren Spaltung der deutschen Gesellschaft entgegenwirken?
Die Teilhabe am demokratischen Geschehen durch Bürgerbeteiligungen habe ich bereits erwähnt, sie ist ein Schlüssel um den Willen der Bevölkerung transparent zu machen und dementsprechend zu handeln.
 
Welche drei Hauptaufgaben sehen Sie für die erste Bundesregierung der Nach-Merkel -Ära?
Ich wünsche mir, den Fokus mehr auf die Familien zu legen, denn diese sind nicht nur die Eckpfeiler unserer Wirtschaft, sondern auch die Zukunft unserer Gesellschaft.
Schrittweise sollte die kommende Regierung das Gemeinwohl in den Vordergrund stellen, das heißt nicht aus Profitwillen sondern zum Wohle der Bürger und Umwelt zu wirtschaften.
Ein einheitliches Rentensystem, in das alle Bürger einzahlen sowie ein einziges Krankenkassensystem sehe ich für die soziale Gerechtigkeit als notwendig an.
 
 
Kurz und knapp gefragt:
 
Sind Sie für vorgezogene Neuwahlen in Thüringen?
NEIN.
 
Befürworten Sie Volksbefragungen als ein probates Mittel direkter Demokratie?
JA.
 
Sind Sie dafür, dass Deutschland noch mehr politische Kompetenzen an die EU überträgt?
JA.
 
Sind Sie für eine weitere Erhöhung der CO2-Steuer in den nächsten Jahren?
JA.
 
Glauben Sie, dass es im Winter einen weiteren Corona-Lockdown geben wird?
NEIN.
Autor: red

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