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Denkmalplateau am Kyffhäuser wird neugestaltet

Sieger stehen fest

Donnerstag, 21. Oktober 2021, 18:10 Uhr
Wettbewerb zur Neugestaltung des Denkmal-Plateaus am Kyffhäuser ist entschieden. Der Siegerpreis geht nach Dresden. Die Wettbewerbsbeiträge werden im Regionalmuseum im Schloss ausgestellt...

Seit dem im Mai 2019 gefassten Beschluss zur komplexen Qualitätsentwicklung am Kyffhäuser-Nationaldenkmal hat der Kyffhäuserkreis wichtige Maßnahmen ergriffen, um dieses Ziel mittelfristig erreichen zu können. Hierzu zählen unter anderen die Sicherung der Steilwand und das Schaffen eines breitbandigen WLAN-Angebotes am Denkmal.

Strukturell wurde mit der Gründung der Kyffhäuser-Stiftung ein zukunftsfähiger Rahmen gewählt. Konzeptionell standen im Jahr 2020 mit dem Wettbewerb zur Neugestaltung der zentralen Eingangssituation: (Sieger: Büro Cobe aus Kopenhagen) und dem neuen und von der Herrn Dr. Volker Rodekamp aus Leipzig erarbeiteten Ausstellungs- und Informationskonzept wesentliche inhaltliche Herausforderungen auf dem Programm.
 
Mit dem Wettbewerb zur Neugestaltung des Denkmals wurde nunmehr die konzeptionelle Arbeit fortgesetzt. Wesentliche Aufgabe des interdisziplinären Wettbewerbs war die Erarbeitung eines baulich-funktionalen und freiraumplanerischen Gesamtkonzeptes für das Denkmalplateau und dessen barrierefreie Erschließung. Der Wettbewerb selbst wurde durch die Thüringer Staatskanzlei finanziell unterstützt. Mit dessen Organisation war das Büro PAD. Baum. Freytag. Leesch. Architekten und Stadtplaner aus Weimar beauftragt, welches seine Aufgabe umfassend erfüllte.
 
Die Jury unter Vorsitz von Herrn Matthias Dreßler, Architekt aus Halle (Saale), tagte am 14. Oktober 2021 in Bad Frankenhausen und vergab nach intensiven Diskussionen folgende Preise und Anerkennungen:
  • Der 1. Preis, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 30.000 EUR, geht dabei an das Büro CODE UNIQUE aus Dresden, die ihren Vorschlag in Partnerschaft mit den Landschaftsarchitekten RSP Freiraum sowie den Kommunikationsdesignern VOR (beide Dresden) erarbeiteten.
  • Der 2. Preis in Höhe von 18.000 Euro geht nach Berlin und kommt von den MONO Architekten, den Planorama-Landschaftsarchitekten und die MUS-Kommunikationsdesigner aus Berlin.

 
Zudem vergab die Jury zwei Anerkennungen, die mit jeweils 6.000 Euro dotiert sind. Diese gehen an die Architekten von BURUCKERBARNIKOL/ Atelier. Schmelzer- Weber, Erfurt / Dresden mit dem Landschaftsarchitekten UKL Ulrich Krüger, Dresden, und als Kommunikationsdesigner Studio AHA aus Erfurt sowie an die Architekten und Landschaftsarchitekten vom Büro LOMA, Kassel, in Partnerschaft mit chezweitz aus Berlin als Kommunikationsdesigner.
 
Frau Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD) zeigte sich mit dem Wettbewerb sehr zufrieden und würdigte insbesondere den siegreichen Entwurf.

„Es war eine richtige Entscheidung, eine solch einzigartige Aufgabe wie die Neugestaltung des Denkmalplateaus am Kyffhäuser über einen Architektenwettbewerb umzusetzen. Dafür sprechen die verschiedenartigen Lösungsansätze. Für den Siegerentwurf spricht aus meiner Sicht, dass er die Wettbewerbsaufgabe nicht nur umfassend löste, vielmehr entsteht hier ein Ort, wo Geschichte erlebbar wird.

Der Entwurf überzeugt durch seine Moderne und lädt generationsübergreifend zum Verweilen ein. Ich hoffe, dass diese Pläne binnen weniger Jahre umgesetzt werden."
 
Alle Wettbewerbsarbeiten sind in der Zeit vom 19.Oktober bis 02. November im Regionalmuseum Bad Frankenhausen zu besichtigen. Die ursprünglich für den 19.Oktober geplante Preisverleihung und Ausstellungseröffnung musste corona-bedingt verschoben werden und soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.
Autor: emw

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