kyffhaeuser-nachrichten.de
Schüler-Union Thüringen zur Präsenzpflichtentescheidung

Entscheidung wird auf Eltern abgewälzt

Donnerstag, 16. Dezember 2021, 12:40 Uhr
"Von Schülern im Freistaat Thüringen erreichen uns diverse Beschwerden bezüglich der Handhabung der Unterrichtsbefreiung des präsenten Unterrichtes. Wir beurteilen es vom Ministerium bezüglich der Selbstentscheidung sehr negativ, da die Entscheidung mal wieder abgedrängt wird und Eltern und Schüler vor der Wahl stehen, ob ihre Kinder am Unterricht teilnehmen sollen oder nicht"..

Mit diesen Worten beginnt der offene Brief von Lukas Schmeiß, dem Vorsitzenden der Thüringer Schüler-Union zu den gestrigen Einlassungen des Thüringer Bildungsministers Horst Holter.

"Des weiteren ist zu berücksichtigen, dass es allgemein sinnvoller ist, die Schulen allgemein für diese drei Tage auf Distanzunterricht zu setzen, da anzunehmen ist, dass wenige Schüler im präsent teilnehmen werden.

Davon auszugehen, dass alle Schüler sich bei deren Klassenleitern dazu melden, gleicht eher einer Wahl zwischen dem Kollektiv und der eigenen Gesundheit. Außerdem ist es nicht verständlich wie Eltern von minderjährigen Schülern Ihnen garantieren sollen, die Aufsichtspflicht wahr zu nehmen. In diesem kurzen Zeitraum ist es nicht zumutbar, wie Arbeitgeber auf die willkürliche Entscheidung des Ministeriums reagieren sollen.

Die Regelung für Abschlussklassen trotz Befreiung an Klausuren und Arbeiten teilzunehmen ist an Doppelmoral kaum zu überbieten. Allein das es Lehrern obliegt, unangekündigte Leistungsnachweise anzusetzen, erschwert es hier den Schülern abzusehen, wann eine Unterrichtsteilnahme verpflichtend ist. Schlussfolgernd haben alle Schüler einen passiven Zwang am Unterricht präsent teilzunehmen. Auch bei angekündigten Arbeiten ist es epidemiologisch gesehen „sinnfrei“, z. B. nach 2h wieder in den Distanzunterricht zu wechseln.
Wir fordern bezüglich dem dreitägigen Unterrichtschaos eine klare Entscheidung der Schulleiter, wenn es sofern nicht das TMJBS schafft, die Schulen in einem klaren Zustand zu versetzen, nämlich dem des Distanzunterrichtes.

Alle Schüler im Freistaat freuen sich auf die Weihnachtsferien mit Ihren Familien und wünschen es, dies nicht in Quarantäne zu erleben. Sie als Schulleitungen der Schulen haben die Möglichkeit ein Zeichen in der Gesellschaft zu setzen.

Wir als Schüler-Union betrachten es als unsere allgemeine Pflicht, die Schüler zu vertreten, da nichts von Seiten der gesetzlichen Schülervertretung zu diesem Thema gefordert wird. Wir bitten um Entgegenkommen", sagte Lukas Schmeiß weiter.
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de