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Nach Heringen knallte es heute Nacht auch in Hüpstedt

Wieder Geldautomaten aufgesprengt

Freitag, 04. März 2022, 09:55 Uhr
Nachdem bereits in der Nacht zum Dienstag in Nordthüringen mehrere Geldautomaten aufgesprengt wurden, traf es ihn der letzten Nacht nun die Gemeinde Hüpstedt im Unstrut-Hainich-Kreis. In der Sparkasse gab es gegen ein Uhr eine Explosion …

Ermittler untersuchen den Tatort in Hüpstedt (Foto: S.Dietzel) Ermittler untersuchen den Tatort in Hüpstedt (Foto: S.Dietzel)

Ein lauter Knall weckte die Hüpstedter Anwohner der örtlichen Sparkassenfiliale heute Nacht gegen 1 Uhr. Unbekannte hatten den Automaten gesprengt und entkamen mit einer größeren Summe Bargeld in einem dunklen PKW. Laut Augenzeugen fuhr das Fahrzeug in Richtung Mühlhausen bzw. Autobahn davon. Auch am Dienstag wurden in Heringen von den Zeugen dunkel gekleidete Personen beschrieben, die in einem schwarzen PKW (eventuell ein Audi, andere sprachen auch von einer Mercedes-Limousine) flüchteten.

Wenig später könnten die Täter heute Nacht noch in Schladen im Landkreis Wolfenbüttel zugeschlagen haben, denn auch von dort wurde über aufgesprengte Automaten berichtet. Wie die Pressesprecherin der Landespolizeinspektion in Nordhausen, Fränze Töpfer, der nnz berichtete, war es vor dem Anschlag in Heringen auch schon im nahegelegenen Roßla im Landkreis Sangerhausen zu einer ähnlichen Straftat gekommen. Ob es sich immer wieder um die gleichen Täter handelt, kann von den Ermittlern derzeit noch nicht bestätigt werden. Vieles deutet aber auch für die Beamten der Thüringer Polizei auf Handlungen organisierter Kriminalität hin. Inzwischen ist auch bekannt, dass die Räuber in der Heringer Sparkasse eine großen Bargeldbetrag erbeuten konnten.

In Hüpstedt sind derzeit Ermittler des Landeskriminalamtes sowie der Polizeiinspektionen Mühlhausen und Nordhausen im Einsatz zur Spurensicherung und Zeugenbefragung.

Die Polizei ruft alle Bürger auf, die vielleicht schon gestern in der Nähe Hüpstedts oder auch anderswo in Nordthüringen ein verdächtiges schwarzes Fahrzeug gesehen haben, sich bei ihrer nächsten Polizeidienststelle zu melden und über ihre Beobachtungen zu berichten.

update: Mittlerweile steht fest, die Täter erbeuteten einen fünfstelligen Bargeldbetrag. Trotz sofortiger Großfahndung entkamen die Täter. Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 80.000 Euro geschätzt.
Olaf Schulze

Autor: osch

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