Jungliberale kritisieren Pläne zur Wehrpflicht
Ein Eingriff in die Freiheit der Lebensplanung
Dienstag, 08. März 2022, 17:17 Uhr
Kommt die Wehrpflicht zurück? Nicht wenn es nach der Jugendorganisation der Freien Demokraten geht. Die jungen Liberalen kritisieren die Überlegungen als "ungerechtfertigten staatlichen Eingriff in die Freiheit der Lebensplanung junger Menschen"...
Die Ausstattung der Bundeswehr sei "unterirdisch" - vor dem Hintergrund der aktuellen, internationalen Lage eine brisante Tatsache, meint man bei den jungen Liberalen in Thüringen. "Statt nun mehr Geld für die Ausstattung der Bundeswehr zur Verfügung zu stellen, will Bodo Ramelow mehr Bundeswehr für gleiches Geld zur Verfügung stellen. Er will die Wehrpflicht wieder einführen."
Die Jungen Liberalen Thüringen kritisieren diesen Vorschlag als "ungerechtfertigten staatlichen Eingriff in die Freiheit der Lebensplanung junger Menschen." Nach dreißig Jahren friedlicher Revolution sei es zynisch, dass ein Linker jungen Menschen wieder einen Dienst an der Waffe vorschreiben wolle.
Der Konflikt in der Ukraine mache deutlich, dass in Kriegen unserer Zeit nicht nur Staatsgebiete, sondern auch die Lebensweisen gegenüber Diktatoren verteidigt werden müssten. Dazu gehöre es auch, die freie Entscheidung von jungen Menschen zu respektieren. Gerade der Respekt für die freien Entscheidungen von jungen Menschen unterscheidet uns von autoritären Regimen, so der Landesvorsitzende der JuLis Thüringen Christopher Hubrich.
Auch unterstützt die Einführung einer Wehrpflicht nicht die Bundeswehr darin, ihre grundlegenden Probleme zu lösen. Vielmehr würden dadurch die akuten Probleme in der materiellen wie auch personalen Struktur der Bundeswehr verdeckt. Die Bundeswehr als Armee unter der Kontrolle des deutschen Bundestages brauche keine Alibi-Hilfe in Form einer längst totgeglaubten Wehrpflicht. Zwangsrekrutierte Quereinsteiger würden die Bundeswehr nicht substanziell voranbringen. Stattdessen brauche die Bundeswehr ein Parlament, dass ihr die richtige finanzielle Ausstattung gewährt und durch eine weitsichtige Außenpolitik Konflikte verhütet.
Bei der aktuellen Debatte zur Wehrpflicht handelt es sich um eine rein aktionistische Debatte. Anstatt solch einer Debatte ist es für uns deutlich wichtiger, eine Bundeswehr zu gestalten die zukunftsfähig agieren kann, um ihre Kernaufgaben auch im Bündnis mit seinen Partnern zu erfüllen, so Hubrich weiter. Für uns als Julis Thüringen steht fest: Die Bundeswehr braucht keine Wehrpflicht, sondern politische Partner, die die Bundeswehr nicht ablehnen und sich deutlich zu den militärische Bündnisaufgaben der Bundesrepublik in Europa und weltweltweit bekennen. Dafür ist es nötig, eine motivierte Armee der Profis und keine Armee der Zwangsrekrutierten zu schaffen. Es ist unsinnig, mehr Bundeswehrsoldaten und -Soldatinnen, statt mehr Ressourcen bereitzustellen. So rum geht die Rechnung nicht auf!
Autor: redDie Ausstattung der Bundeswehr sei "unterirdisch" - vor dem Hintergrund der aktuellen, internationalen Lage eine brisante Tatsache, meint man bei den jungen Liberalen in Thüringen. "Statt nun mehr Geld für die Ausstattung der Bundeswehr zur Verfügung zu stellen, will Bodo Ramelow mehr Bundeswehr für gleiches Geld zur Verfügung stellen. Er will die Wehrpflicht wieder einführen."
Die Jungen Liberalen Thüringen kritisieren diesen Vorschlag als "ungerechtfertigten staatlichen Eingriff in die Freiheit der Lebensplanung junger Menschen." Nach dreißig Jahren friedlicher Revolution sei es zynisch, dass ein Linker jungen Menschen wieder einen Dienst an der Waffe vorschreiben wolle.
Der Konflikt in der Ukraine mache deutlich, dass in Kriegen unserer Zeit nicht nur Staatsgebiete, sondern auch die Lebensweisen gegenüber Diktatoren verteidigt werden müssten. Dazu gehöre es auch, die freie Entscheidung von jungen Menschen zu respektieren. Gerade der Respekt für die freien Entscheidungen von jungen Menschen unterscheidet uns von autoritären Regimen, so der Landesvorsitzende der JuLis Thüringen Christopher Hubrich.
Auch unterstützt die Einführung einer Wehrpflicht nicht die Bundeswehr darin, ihre grundlegenden Probleme zu lösen. Vielmehr würden dadurch die akuten Probleme in der materiellen wie auch personalen Struktur der Bundeswehr verdeckt. Die Bundeswehr als Armee unter der Kontrolle des deutschen Bundestages brauche keine Alibi-Hilfe in Form einer längst totgeglaubten Wehrpflicht. Zwangsrekrutierte Quereinsteiger würden die Bundeswehr nicht substanziell voranbringen. Stattdessen brauche die Bundeswehr ein Parlament, dass ihr die richtige finanzielle Ausstattung gewährt und durch eine weitsichtige Außenpolitik Konflikte verhütet.
Bei der aktuellen Debatte zur Wehrpflicht handelt es sich um eine rein aktionistische Debatte. Anstatt solch einer Debatte ist es für uns deutlich wichtiger, eine Bundeswehr zu gestalten die zukunftsfähig agieren kann, um ihre Kernaufgaben auch im Bündnis mit seinen Partnern zu erfüllen, so Hubrich weiter. Für uns als Julis Thüringen steht fest: Die Bundeswehr braucht keine Wehrpflicht, sondern politische Partner, die die Bundeswehr nicht ablehnen und sich deutlich zu den militärische Bündnisaufgaben der Bundesrepublik in Europa und weltweltweit bekennen. Dafür ist es nötig, eine motivierte Armee der Profis und keine Armee der Zwangsrekrutierten zu schaffen. Es ist unsinnig, mehr Bundeswehrsoldaten und -Soldatinnen, statt mehr Ressourcen bereitzustellen. So rum geht die Rechnung nicht auf!
