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Volksbank-Vertreter tagten am Kyffhäuser

Erst Kooperation - dann Fusion?

Donnerstag, 30. Juni 2022, 19:30 Uhr
Zur Vertreterversammlung hatten der Vorstand und der Aufsichtsrat der Nordthüringer Volksbank in dieser Woche in den Burghof am Fuße des Kyffhäuserdenkmals eingeladen. Neben den Beschlüssen gab es auch jede Menge an Neuigkeiten...

Der Burghof ist seit Jahren der Tagungsort der Volksbank (Foto: nnz-Archiv) Der Burghof ist seit Jahren der Tagungsort der Volksbank (Foto: nnz-Archiv)
Um die Formalien vornweg zu nehmen: Die Vertreter der genossenschaftlichen Bank gaben der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat ihre volle Zustimmung. Zudem wurden Dr. Karl-Ernst Heerwagen und Michaela Knoblauch in ihren Aufsichtsratsfunktionen bestätigt.

In seiner Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres holte zuvor Vorstand Peter Herbst erst einmal weit aus. Er konstatierte, dass das zurückliegende Jahr wiederum von Corona geprägt war. Für ihn sei es zum Beispiel unverständlich, dass Millionäre Fußballspielen dürfen, Kinder und Jugendliche sich jedoch nicht auf dem Tennisplatz zum Trainieren treffen durften.

Herbst ging auch auf die aktuellen Entwicklungen in der Bundesrepublik ein und malte ein durchaus düsteres Bild, denn die Auswirkungen der Sanktionen gegen Russland würden tiefe Spuren in unserem Land hinterlassen. Es drohe eine Massenarbeitslosigkeit, die neben den Auswirkungen des Ukrainekonfliktes auch durch die Politik der aktuellen Bundesregierung an Fahrt aufnehmen werde. "Ich kann nicht verstehen, dass bei 2,2 Millionen registrierten Arbeitslosen und einer Million als unterbeschäftigt registrierter Frauen und Männer sowie bei 3,5 Millionen Hartz-IV-Empfängern unsere Regierung noch 3.000 Türken ins Land holen will, um die Arbeit an Flughäfen in Deutschland zu garantieren", so Herbst. Auch verstehe er nicht, warum eine einstige Friedenspartei nun mit am lautesten nach schweren Waffen schreie.

Doch Peter Herbst und die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nordthüringer Volksbank verstehen hingegen ihr Geschäft. So konnte der Vorstand den Vertretern ein solides Ergebnis vorlegen sowie über neue Geschäftsfelder berichten. Die Volksbank wird in der sogenannte Plattformgeschäft für Immobilien einsteigen. In Immobilien wurde bereits im vergangenen Jahr investiert. In Nordhausen zum Beispiel sowie in Sömmerda und anderen Standorten.

Immer obskurer werde die Bürokratisierung im deutschen Bankenwesen vorangetrieben. Sie koste zum Beispiel zusätzliches Personal und deshalb müsse nun über den territorialen Tellerrand der Bank geschaut werden. Die Nordthüringer Volksbank wird eine Kooperation mit der VR-Bank Weimar eingehen. Es soll quasi ein Probelauf über ein Jahr werden. Sollen sich aus dieser zarten Zusammenarbeit tatsächlich positive Effekte für beide Seiten ergeben, dann werde man den Vertretern der Nordthüringer Volksbank im kommenden Jahr eine Fusion der beiden Banken vorschlagen.
Peter-Stefan Greiner
Autor: psg

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