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nnz-Betrachtung zum „Siegesplan“ des ukrainischen Präsidenten

Spielt er noch oder deliriert er schon?

Samstag, 19. Oktober 2024, 10:15 Uhr
Man kann von unseren Leitmedien halten was man will, aber bösartig sind sie nicht. Ganz im Gegenteil sind sie feinfühlig, verständnisvoll und von einer unverbrüchlichen Nibelungentreue, wenn sie sich einmal festgelegt haben. So wie im Falle Wolodomyr Selenskij …

Dieser Staatenlenker, der seinen Befähigungsnachweis fürs Amt einst vor laufender Kamera als Präsidentendarsteller in einer Fernsehserie abgab, ist vor jeglicher Kritik der Medien „unserer Demokratie“ gefeit. Er reist um die Welt und erbittet Hilfe gegen den blutigen Aggressor Putin, der sein Land völlig grundlos und brutal überfallen hat. Und er äußert dabei die eine oder andere Bitte an die westliche Welt, die meist die Lieferung von noch mehr Waffen oder wenigstens noch mehr Geld beinhaltet.

In dieser Woche hat er seinen „Siegesplan“ vorgestellt, der ungefähr so viel Aussicht auf Erfolg hat, wie die Bemühungen um die Wiedereinführung des Kaiserreichs im Deutschland. Vermutlich ist ihm die Vergeblichkeit seiner bescheidenen Wünsche bewusst, weshalb er im Falle ihrer Verweigerung durch seine westlichen Kollegen und deren Parlamente einen einfachen Plan B erarbeitet hat: Die Ukraine wird wieder Atommacht und bombardiert Russland alleine.

Der eine oder andere Betrachter könnte geneigt sein, ein solches Ansinnen als Erpressung zu bezeichnen, die meisten halten es jedoch für einen weiteren Beweis unzureichender Realitätswahrnehmung des Mannes in Kiew, wo auf vielen staatlichen Gebäuden die blau-gelbe Nationalflagge in trauter Einheit mit der schwarz-roten der faschistischen Bandera-Banden flattert.

Selenskijs Forderungen an die westliche Welt und die NATO-Staaten im „Siegesplan“ sind so haarsträubend, dass es zum Lachen wäre, wenn die Situation nicht so traurig und in der Ostukraine und den besetzten russischen Gebieten tödlich wäre.

Er will eine sofortige „Einladung“ an die Ukraine sehen, endlich der Nato beizutreten.
Das lehnen mehrere NATO-Staaten vehement ab und die anderen schweigen lieber.

Er will die Stärkung der ukrainischen Verteidigungsbereitschaft mit der Erlaubnis, die vom Westen gelieferte Langstreckenwaffen auf russisches Territorium abschiessen zu dürfen.
Weil ein solcher Abschuss die Beteiligung westlicher Militärs inkludiert, tun sich die Verbündeten sehr schwer damit, weil auch die Russen wissen, dass die Ukrainer alleine keine Marschflugkörper abfeuern können (jedenfalls nicht, wenn sie irgend ein Ziel auch treffen wollen).

Er will die Fortsetzung und Ausweitung der ukrainischen Militäroperationen in russisches Staatsgebiet, um dort „Pufferzonen“ zu schaffen.
Auch dieser Punkt dürfte den westlichen Strategen Magenschmerzen bereiten, denn die NATO will sich nicht in einen Krieg mit Russland hineinziehen lassen.

Schließlich schlägt er die Stationierung eines nicht-nuklearen strategischen „Abschreckungspakets“ auf ukrainischem Boden vor.
Damit meint er weitreichende Raketensysteme, die später auch mit nuklearen Sprengköpfen bestückt werden könnten, falls die Ukraine eine Atommacht ist.

Gemeinsam mit seinen Verbündeten will er die ukrainischen Bodenschätze schützen und vor allem nutzen. Viele davon liegen in den russisch besetzten Gebieten im Osten des Landes.

Wer bis hierher immer noch geglaubt hatte, es mit dem bedauernswerten Versuch eines verzweifelten Verlierers und nicht mit etwas wesentlich Pathologischerem zu tun haben, der wird spätestens beim letzten wichtigen Punkt des „Siegesplans“ auf die Seite der berechtigten Zweifler umschwenken.
Der Schauspieler offeriert den staunenden Politikern nichts weniger als die Aussicht, die in Europa stationierten US-Truppen durch ukrainische Soldaten zu ersetzen. Nach dem „Sieg“ natürlich und wahrscheinlich auch nur, wenn noch Soldaten übrig sind, die er schicken kann. Selenskij wünscht ferner, dass die ukrainischen Streitkräfte ein „integraler Bestandteil“ des westlichen Verteidigungspotenzials werden und „bedeutend zu Europas Sicherheit beitragen“. Das heißt also wohl im Klartext: „Ami go home, der Ukrainer übernimmt!“
Da werden sich nicht nur die Amerikaner freuen, dass sie ihre Jungs endlich nach Hause holen können, sondern auch die europäischen Länder werden entzückt sein, nun alternativ von den stolzen, demokratieerfahrenen Männern und Frauen aus der Ukraine beschützt zu werden.

Und sollten sich NATO, EU, USA und andere weigern, dieses Forderungen zu erfüllen, dann bleibt Selenskij immer noch Plan B: Schnell eine Atommacht werden und den aggressiven Nachbarn im Osten mit gezielten Schlägen in Schach halten.

Eine gute Ausbildung und langjährige Berufserfahrung waren eben schon immer Garant für qualitativ hochwertige Leistungen im Job. Jedenfalls ist das bei Schauspielern so.
Olaf Schulze
Autor: osch

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