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Wanderbericht

Was machen die Wanderer im Dezember?

Montag, 30. Dezember 2024, 09:33 Uhr
Sie gehen auf Wanderschaft. Dabei motivieren sie die Wanderungen entsprechend der angebrochenen Weihnachtszeit. Diese Wanderungen kann man schon als Tradition bezeichnen. Am 04.Dezember fand die Wichtelwanderung statt...

Wanderung im Dezember (Foto: Wolfgang Lehmann) Wanderung im Dezember (Foto: Wolfgang Lehmann)


Die Wanderer hatten heute jeder ein Paket dabei. Die Strecke führte vom Lohplatz über die Hardt und durch das Hammatal. Danach ging es zum Reiterhof Nucke in Stocksen. Hier wurden wir schon mit Kaffee und Kuchen erwartet. Die Weihnachtsmanngehilfinnen verteilten dann die Wichtelpakete. Jeder bekam eines. Vielen Dank an das Team des Reiterhofes.



Die zweite Wanderung führte uns am 11. Dezember vom Forsthaus in der Possenallee in das Wohnviertel An der Adlerskerbe. Hier hatten Ingrid und Eddi schon den Glühwein im Kessel zum Kochen gebracht. Der Junge mit der Mundharmonika spielte die passenden Lieder und die Stimmung war toll. Vielen Dank den Beiden. Dann ging es weiter in Richtung Bebra. Vor allen die Wanderfreundinnen warteten jetzt mit selbstgebackenen Plätzchen auf. Diese schmeckten wirklich wieder gut. Daher kommt auch die Bezeichnung Plätzchenwanderung.

Die Fahrt nach Magdeburg zum Weihnachtsmarkt war der Abschluss der Wandersaison 2024. Wir sahen den Magdeburger Dom von außen und innen. Wir besuchten das Hundertwasserhaus und schlenderten über den Weihnachtsmart auf dem Marktplatz vor dem schönen Rathaus. Dort tranken wir Glühwein und aßen Würstchen und andere Spezialitäten. Vor unserer Abfahrt hatten wir noch eine Führung durch die Altstadt mit den hervorragend gestalteten Lichtskulpturen. Für die Organisation dieses Events bedanken wir uns recht herzlich bei unserer Vereinsvorsitzenden Gretchen.

Mit dem Besuch des Magdeburger Weihnachtsmarktes hatte wir alle ein schönes kollektives Erlebnis in unserer Erinnerung, zumindest für zwei Tage. Am folgenden Freitag abends öffnete sich in Magdeburg die Hölle und spie einen Wahnsinnigen aus, dessen Amokfahrt fünf Menschen das Leben kostete und 200 weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Genau dort vor dem Rathaus, wo wir uns vor zwei Tagen noch sehr wohl gefühlt haben. Mich erreichte diese Nachricht in Köln, wo ich zusammen mit meiner Tochter und ihrem Partner das Weihnachtsfest feiern wollten. Anders als in den vergangenen Jahren, haben wir in diesem Jahr keinen der zahlreichen Weihnachtsmärkte Kölns besucht. Ich habe auch nicht darauf gedrungen.

Heute frage ich mich: War das richtig? Man darf doch dem Bösen nicht freien Lauf lassen. Mein Mitgefühl und meine Trauer gehören den Opfern und den Angehörigen dieses wahnsinnigen Verbrechens. Ich denke das auch im Namen meiner Wanderfreundinnen und Wanderfreund sagen zu dürfen. Wir Wanderer lieben die Natur und die Menschen. Uneinigkeit der Menschen und Hass, scheinen wieder einmal einen Erfolg verbucht zu haben. Das darf nicht so weiter gehen. Die Vernunft wird siegen.
Wolfgang Lehmann



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Autor: emw

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