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Bilanz der Thüringer Polizei

Einsätze in der Silvesternacht

Mittwoch, 01. Januar 2025, 09:20 Uhr
Der Jahreswechsel stellt die Thüringer Polizei regelmäßig vor die Herausforderung, sich auf alle Eventualitäten einzustellen und umfassend vorzubereiten. Um einen sicheren Verlauf des Jahreswechsels zu gewährleisten erhöhte die Landespolizeidirektion landesweit die Zahl der eingesetzten Kräfte...

Symbolbild Polizei (Foto: uhz Archiv) Symbolbild Polizei (Foto: uhz Archiv)


Thüringenweit war in der Silvesternacht 2024/2025 ein zum Vorjahr vergleichbares Einsatzaufkommen zu verzeichnen. Trotz kühler Temperaturen wurde in diesem Jahr ein relativ hohes Personenaufkommen in der Öffentlichkeit festgestellt. In ihrer "Feierlaune" sprachen viele Menschen dem Alkohol mitunter reichlich zu, was in einigen Fällen zu einem unsachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik, zahlreichen körperlichen Auseinandersetzungen und mitunter auch Bränden führte.

Mit Stand vom Neujahrsmorgen um 4 Uhr registrierte die Thüringer Polizei im Zeitraum zwischen 18 Uhr und 4 Uhr insbesondere:
  • 82 Körperverletzungsdelikte
  • 50 Verstöße bei dem Gebrauch mit Pyrotechnik
  • 49 Sachbeschädigungen
  • 91 Brände (auch im Zusammenhang mit der Verwendung von Pyrotechnik)
  • neun Verkehrsdelikte (Fahruntüchtigkeit infolge Alkohol- oder Betäubungsmittelkonsum)
  • eine Widerstandshandlung (dabei zwei verletzte Polizeibeamte)


Bei den genannten Angaben handelt es sich um vorläufige und unbewertete Zahlen aus dem Erfassungszeitraum.

Im Zusammenhang mit Einsatzmaßnahmen auf dem Weimarer Goetheplatz wurde zudem durch unbekannte Täter ein Funkstreifenwagen der Thüringer Polizei in Brand gesetzt und unbrauchbar gemacht.

Auch in diesem Jahr verletzten sich vereinzelt Menschen durch den unsachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik. Es detonierte in Unterwellenborn ein Feuerwerkskörper in unmittelbarer Nähe eines 28- Jährigen, so dass dieser mit schweren Gesichtsverbrennungen in ein Klinikum eingeliefert werden musste.

Neben den anlasstypischen Verkehrsdelikten erregte zudem ein Verkehrsunfall in Neuhaus am Rennweg besondere Aufmerksamkeit. Gegen Mitternacht verlor ein bislang noch unbekannter Fahrzeugführer die Kontrolle über sein Fahrzeug, fuhr in ein Wohnhaus und durchbrach hier mit seinem Pkw eine Hauswand. Wie durch ein Wunder wurden die Hausbewohner dabei nicht verletzt. Das Wohnhaus wurde mit Stützen gesichert, es entstand ein Sachschaden von insgesamt 90.000 Euro. Der Fahrzeugführer verließ nach dem Unfallgeschehen sein Fahrzeug und ist seitdem flüchtig. Die Suchmaßnahmen dauern an.

Trotz der arbeitsintensiven Silvesternacht zieht die Polizei ein positives Fazit aus den Bewältigungen der Einsatzlagen.
Autor: red

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