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Mozarts musikalische Drama in Nordhausen

IDOMENEO hat Premiere

Dienstag, 21. Januar 2025, 12:51 Uhr
Am Freitag hat um 19.30 Uhr Wolfgang Amadeus Mozarts Oper »Idomeneo« im Theater im Anbau, Theater Nordhausen ihre Premiere. »Idomeneo« ist ein Beispiel dafür, dass Oper auch inhaltlich durchaus noch hochaktuell sein kann...

Dramma per musica in Nordhausen am Freitag (Foto: Julia Lormis) Dramma per musica in Nordhausen am Freitag (Foto: Julia Lormis)


Dramma per musica in drei Akten KV 366 (1780/81) von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Giambattista Varesco in einer Textfassung des Theaters Nordhausen
In italienischer Sprache mit Übertiteln, deutschen Rezitativen und Erzähltexten


Die Handlung von Mozarts Meisterwerk ist hochbrisant und im historischen Kontext werden gegenwartsnahe Konflikte beschrieben: Kriegstraumata über Generationen hinweg, eine komplizierte Vater-Sohn Beziehung, eine Natur, die sich für die Hybris der Menschen rächt, Selbstentfremdung und Abhängigkeiten von Macht und Gewalt spielen eine Rolle. Es geht um Schuld und Vergebung, Gewissensnot und Verantwortung, um Hoffnung und das Ringen um Menschlichkeit.

Erzählt wird in Mozarts Oper vom titelgebenden Kreter-König, der nach dem Trojanischen Krieg vom zürnenden Neptun an der Rückkehr gehindert wird. Für die sichere Heimkehr der Besatzung muss er dem Meeresgott geloben, das erste Lebewesen, dem er an Land begegnet, zu opfern. Zu seinem Entsetzen wird dies sein Sohn Idamante sein.

Mozart bewegt uns in »Idomeneo« mit der vielleicht leidenschaftlichsten und persönlichsten Musik, wie er sie in dieser Radikalität nie mehr geschrieben hat. GMD Pavel Baleff hat die musikalische Leitung der Produktion des TN LOS!.
Operndirektor Benjamin Prins erzählt die Geschichte heutig, aber »mit dem Geschmack des antiken Griechenlands auf der Zunge« – so Kostümbildnerin Birte Wallbaum, deren Figurinen genau dies widerspiegeln. Auch im Bühnenbild von Wolfgang Kurima Rauschning wird es eine krasse Mischung aus antik und heutig geben: Theatrale Barockmaschinerie trifft auf moderne Videotechnik.
Die eigens für das Theater Nordhausen erstellte Fassung mit Erzähltexten macht diese Produktion auch als Einstieg in das Genre Oper attraktiv.


Musikalische Leitung: Pavel Baleff
Inszenierung: Benjamin Prins
Bühne: Wolfgang Kurima Rauschning
Kostüme: Birte Wallbaum
Choreinstudierung: Markus Fischer
Choreografie: Luca Villa
Dramaturgie: Juliane Hirschmann

Idomeneo: Kyounghan Seo
Idamante: Annika Westlund
Ilia: Yuval Oren
Elektra: Julia Ermakova
Erzähler: Thomas Kohl
Arbace: Stefan Vogt

Opernchor und Extrachor des Theaters Nordhausen
Loh-Orchester Sondershausen
Autor: red

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