Landratsamt saniert Wochenstube für Fledermäuse
Artenschutz im Kyffhäuserkreis
Montag, 24. Februar 2025, 10:00 Uhr
Der Kyffhäuserkreis beheimatet eine Vielzahl an unterschiedlichsten Lebewesen. Darunter befindet sich auch das Große Mausohr (Myotis myotis), was der Name der größten Fledermausart des Landkreises ist...
Die Weibchen der durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützten Tierart sammeln sich in sogenannten Wochenstuben, um ihre Nachwuchs zur Welt zu bringen. Das Große Mausohr ist wie alle europäischen Fledermausarten streng geschützt. Dieser Schutz umfasst auch die Fortpflanzungsstätten. Als Wochenstubenquartiere dienen Dachböden, die durch die Tiere immer wieder benutzt werden.
Aufgrund des strengen Artenschutzes besteht die Verpflichtung, diese Wochenstuben zu schützen und zu erhalten. Denn diese sind von einer Vielzahl von Faktoren bedroht. Einerseits sind sie durch nicht ökologische Bausanierungen oder einem unwissentlichen Verschließen der Einflugsöffnungen durch den Menschen und andererseits von Beutegreifern wie Waschbären, Mardern Katzen und Eulen, die sich Zugang du den Quartieren verschaffen, gefährdet.
Eine dieser Wochenstuben befindet sich schon seit den 1960er Jahren im Dachboden der St. Bonifatius Kirche in Gorsleben und dient bis zu 300 Tieren als Brutstätte für ihren Nachwuchs. Da der Kyffhäuserkreis dem Artenschutz einen hohen Stellenwert beimisst, hat die untere Naturschutzbehörde in enger Abstimmung mit dem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda, der Stadtverwaltung An der Schmücke und dem Regionalbeauftragten für Fledermäuse der Stiftung Fledermaus, Herrn Wolfgang Sauerbier, das Wochenstubenquartier in Gorsleben umfangreich sanieren lassen, ohne dabei die gottesdienstliche Nutzung der Kirche zu beeinträchtigen. Ziel der Maßnahme war die Wiederherstellung des Dachbodens als Sommer- und Wochenstubenquartier im Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis 1. März 2025, wenn sich die Tiere in den Winterquartieren aufhalten und die zu sanierende Wochenstube nicht besetzt ist. Mit der Durchführung der Instandsetzungsarbeiten wurde die Zimmerei Böttner aus Bilzingsleben beauftragt, welche neue Holzdielen auf dem Dachboden verlegte und diese mit einer Kunststofffolie überspannte. Somit kann das Wochenstubenquartier intervallmäßig gereinigt und etwaige Hinterlassenschaften der Tiere entfernt werden. Dies dient zudem dem Schutz der Bausubstanz der Kirche und einem konfliktfreien Miteinander zwischen der Kirchengemeinde und den Fledermäusen.
Autor: emwDie Weibchen der durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützten Tierart sammeln sich in sogenannten Wochenstuben, um ihre Nachwuchs zur Welt zu bringen. Das Große Mausohr ist wie alle europäischen Fledermausarten streng geschützt. Dieser Schutz umfasst auch die Fortpflanzungsstätten. Als Wochenstubenquartiere dienen Dachböden, die durch die Tiere immer wieder benutzt werden.
Aufgrund des strengen Artenschutzes besteht die Verpflichtung, diese Wochenstuben zu schützen und zu erhalten. Denn diese sind von einer Vielzahl von Faktoren bedroht. Einerseits sind sie durch nicht ökologische Bausanierungen oder einem unwissentlichen Verschließen der Einflugsöffnungen durch den Menschen und andererseits von Beutegreifern wie Waschbären, Mardern Katzen und Eulen, die sich Zugang du den Quartieren verschaffen, gefährdet.
Eine dieser Wochenstuben befindet sich schon seit den 1960er Jahren im Dachboden der St. Bonifatius Kirche in Gorsleben und dient bis zu 300 Tieren als Brutstätte für ihren Nachwuchs. Da der Kyffhäuserkreis dem Artenschutz einen hohen Stellenwert beimisst, hat die untere Naturschutzbehörde in enger Abstimmung mit dem Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda, der Stadtverwaltung An der Schmücke und dem Regionalbeauftragten für Fledermäuse der Stiftung Fledermaus, Herrn Wolfgang Sauerbier, das Wochenstubenquartier in Gorsleben umfangreich sanieren lassen, ohne dabei die gottesdienstliche Nutzung der Kirche zu beeinträchtigen. Ziel der Maßnahme war die Wiederherstellung des Dachbodens als Sommer- und Wochenstubenquartier im Zeitraum vom 1. Oktober 2024 bis 1. März 2025, wenn sich die Tiere in den Winterquartieren aufhalten und die zu sanierende Wochenstube nicht besetzt ist. Mit der Durchführung der Instandsetzungsarbeiten wurde die Zimmerei Böttner aus Bilzingsleben beauftragt, welche neue Holzdielen auf dem Dachboden verlegte und diese mit einer Kunststofffolie überspannte. Somit kann das Wochenstubenquartier intervallmäßig gereinigt und etwaige Hinterlassenschaften der Tiere entfernt werden. Dies dient zudem dem Schutz der Bausubstanz der Kirche und einem konfliktfreien Miteinander zwischen der Kirchengemeinde und den Fledermäusen.

