kyffhaeuser-nachrichten.de
Tschaikowskys »Jolanthe« am 2. Mai 2025 TN LOS!

Opernrarität hat Premiere

Dienstag, 22. April 2025, 14:26 Uhr
Am 2. Mai feiert Peter I. Tschaikowskys Oper »Jolanthe« am TN LOS! um 19.30 Uhr Premiere. Diese zauberhafte Opernrarität kommt in einer sehr poetischen Interpretation von Marian Kalus mit Videoprojektionen von Hannah Robinson auf die Bühne des Theaters im Anbau...

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Pavel Baleff und Carolin Flucke zeichnet für die Gestaltung der Bühne und der Kostüme verantwortlich.

Tschaikowskys letzte Oper »Jolanthe« ist ein musikalischer Schatz und es ist geradezu unverständlich, warum sie nicht längst zahlreiche Theaterbühnen erobert hat.
1883 lernte der Komponist die Vorlage für das Libretto, das dann sein Bruder Modest schrieb, kennen. Es war das Drama »König Renés Tochter« des dänischen Dichters Heinrich Hertz, welches in der Zeitung in einer russischen Übersetzung zu lesen war.

»Ich suche«, so beschrieb einmal Tschaikowsky den für ihn idealen Opernstoff, »ein intimes, aber starkes Drama, das auf Konflikten beruht, die […] mich im Innersten berühren können«. In diesem Drama von einer ungemein poetischen Kraft fand er genau das, wonach er suchte.

»Liebe macht blind«, heißt es für gewöhnlich. In Peter I. Tschaikowskys Oper »Jolanthe« kehren sich die Verhältnisse um: Prinzessin Jolanthe, die Tochter des provenzalischen Königs René, ist bereits blind und wird erst durch die Liebe sehend. Sie lebt in einem verborgenen Gartenparadies, das niemand bei Todesstrafe betreten darf. Die Tatsache, dass sie blind ist, wird geheim gehalten. Selbst Iolanthe versteht nicht, dass sie blind ist. Auch, dass sie eine Prinzessin ist, wurde ihr verschwiegen. Sie wird von dem maurischen Arzt Ibn-Hakia betreut. Doch, um geheilt zu werden, muss Jolanthe den Wunsch erst einmal haben, sehen zu können. Erst der burgundische Ritter Vaudémont schafft es, die nötigen Gefühle in ihr zu erwecken.

Ein zentrales Thema der Oper ist die Suche nach Identität und die Vision von einer Gesellschaft ohne Ausgrenzung. Jolanthe steht symbolisch für die Hoffnung und den Glauben an die Liebe, die in der Lage ist, selbst die tiefsten Dunkelheiten zu erhellen.
In der Titelpartie ist Julia Ermakova zu erleben, Graf Vaudémont wird von Kyounghan Seo gesungen und König René von Philipp Kranjc.
In weiteren Rollen: Florian Tavic, Jung-Uk Oh, Daniela Wagner, Thomas Kohl, Yuval Oren, Rina Hirayama, Wonjun Joo und die Damen und Herren des Opernchores. Es spielt das Loh-Orchester Sondershausen.

JOLANTHE
Oper in einem Akt von Peter I. Tschaikowsky
Libretto von Modest Tschaikowsky
Nach dem Schauspiel »König Renés Tochter« von Henrik Hertz
In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln

45 Minuten vor allen Aufführungen bieten das TN LOS! eine Einführung in »Jolanthe« an.
Dauer: ca. 1h 40 min (KEINE Pause)

Weitere Vorstellungen: 4. Mai, 18 Uhr; 24. und 30. Mai jeweils um 19.30 Uhr im Theater Nordhausen, Theater im Anbau
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 kyffhaeuser-nachrichten.de