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Feier bei Markus-Gemeinschaft in Hauteroda

Ländlich, familiär und anders

Mittwoch, 09. Juli 2025, 10:10 Uhr
Am letzten Juni Wochenende des Jahres fand das traditionelles der Hoffest Markus-Gemeinschaft in Hauteroda statt. Eine Vielzahl von Ausstellenden und Dienstleistenden gestaltete gemeinsam mit der Markus-Gemeinschaft auf dem Gutshof ein Fest für die Menschen der Region...



Nach Hauteroda kommen heißt nach Hause kommen!
Bei bestem Wetter und strahlendem Sonnenschein fand das liebevoll gestaltete Hoffest der Markus-Gemeinschaft in heimischer Atmosphäre, wie immer am letzten Juniwochenende des Jahres statt. Regionale Ausstellende, unter anderem aus den Bereichen Kunsthandwerk, Flechtwerk, Malerei, Imkerei und den Bereichen Textilien, Kinderunterhaltung und der Verkehrswacht beteiligten sich.

Besonderes Augenmerk lag jedoch beim Blick hinter die Kulissen auf den traditionellen Bioprodukten der Markus Gemeinschaft die nach Demeter-Zertifizierung in Hauteroda angebaut, geerntet und anschließend zum Beispiel zu Brot, Brötchen oder Kuchen weiterverarbeitet werden. Thüringenweit bekannt ist auch das Mittagessen aus Hauteroda. Von Heldrungen bis nach Weimar werden Kitas und Schulen täglich von der Markus-Gemeinschaft beliefert.

An diesem Tag konnten alle Speisen in der Mittagsküche, dem Café oder dem Hofladen verkostet oder käuflich erworben werden. Auch eine Vielzahl individueller und exklusiver Einzelstücke der hauseigenen Tischlerei, die in liebevoller Zusammenarbeit mit den Menschen mit Assistenzbedarf gefertigt werden, standen zum Verkauf. In der Markus Gemeinschaft leben aktuell 39 Bewohner mit seelischen und geistigen Beeinträchtigungen, die sich täglich gemeinsam mit den Angestellten in den Bereichen Veredelung, Service oder dem grünen Bereich engagieren und arbeiten.

„An diesem Tag im Jahr gestalten nicht nur die Angestellten und Menschen mit Assistenzbedarf das Hoffest, Sie feiern auch gemeinsam mit Angehörigen, ehemaligen Kollegen und den Menschen der Region. Es ist immer wieder schön, jedes Jahr aufs Neue so viele bekannte Gesichter zu sehen. Nach Hauteroda kommen, das heißt nach Hause kommen.“ Sagt eine ehemalige Mitarbeiterin der Markus-Gemeinschaft.

Abgerundet wurde der Tag durch musikalische Begleitung sowie ein Bühnenprogramm der Menschen mit Assistenzbedarf, die mit der hauseigenen Band, die den Namen „Kunterbunt“ trägt, auftraten. Auch für das kommende Jahr steht der Termin für das Hoffest der Markus-Gemeinschaft auf dem Gutshof in Hauteroda bereits fest. Es wird auch 2026, wie in jedem Jahr, traditionell der Samstag am letzten Wochenende im Juni sein.

Über den Markus Gemeinschaft - Eine Initiative für Mensch und Umwelt
Gegründet wurde die Gemeinschaft 1973 unter dem Namen „Heilpädagogisches Heim Hauteroda“, erhielt noch im gleichen Jahr die staatliche Anerkennung und wurde bekannt als die erste und einzige heilpädagogische/ sozialtherapeutische Einrichtung in der DDR.

1987 erfolgte die Umbenennung in „Markus-Gemeinschaft“, gefolgt von der Gründung des Markus-Gemeinschaft e.V. im Jahr 1991. Ca. 20 Jahre später erlangte die Einrichtung die vollständige Anerkennung als Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Heute leben in der Markus-Gemeinschaft 39 Beeinträchtigte Menschen allen Alters mit Assistenzbedarf in fünf Hausgemeinschaften in kleinen Gruppen zusammen. SEchzig gehen in den verschiedenen Arbeitsbereichen einer sinnvollen Beschäftigung nach. Weitere Mitarbeiter stehen in Lohn und Brot. Zur Auswahl stehen den Beschäftigten der grüne Bereich (nach Demeter) mit den Arbeitsbereichen Landwirtschaft, Gärtnerei und Mosterei. Der Bereich Veredelung, unterteilt in Küche und Bäckerei sowie der Service, der die Arbeit in der Tischlerei, Multifunktionswerkstatt, der anliegenden Herberge und der Wäscherei beinhaltet.
Stefanie Necke
Autor: emw

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