Sondershausen
Vortrag über 80 Jahre Stadtentwicklung
Montag, 28. Juli 2025, 15:11 Uhr
Im WB 4, einer Seniorengruppen-Initiative in Sondershausen ist immer was los. Dieses Mal hatten wir uns Herrn Manfred Kuksch eingeladen in das Handwerkerstübchen in Sondershausen mit seinem sehr interessanten Vortrag über 80 Jahre...
Stadtgeschichte/Stadtentwicklung in Sondershausen.
Gestartet hat Herr Kuksch mit der Bombardierung von Sondershausen am 8. April 1945. Kurz vor 18 Uhr kam die erste Bomberwelle. Ein zweite sollte noch folgen. Es fielen 152 Bomben insgesamt.
Die ersten Bomben fielen Nähe der Bebraer Teiche um die einzige Wasserversorgungsleitung der Stadt zu treffen und damit das Löschen von Bränden möglichst unmöglich zu machen. Insgesamt sind durch die Bombardierung 182 Tote zu beklagen gewesen. Über die Bombardierung gibt es eine Abhandlung von Herrn Blumendahl.
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges und der bedingungslosen Kapitulation des Dritten Reiches gab es dann 1945 im Land Thüringen 700.000 Um- und Aussiedler, also 700.000 Menschen die auf der Flucht waren, was für eine enorme Zahl. Wo konnten sie zumindest eine vorübergehende Bleibe finden, wovon sollten sie auch mit ernährt werden?
Mit dem Wiederaufbau in der sowjetischen Besatzungszone und den vielen dann benötigten Arbeitsplätzen, so z. B. in den beiden Großbetrieben, der Kali-Industrie - Kali-Forschung und Kaliwerk und Kali-Kombinat Sondershausen und dem Elektroinstallationsbetrieb IKA – Installations- und Kabelanlagen und später EIS – Elektroinstallation Sondershausen, musste auch viel Wohnraum geschaffen werden und die entsprechende Infrastruktur mit Schulen, Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten, Handwerk und mehr dazu.
So entstanden ab den 50er Jahren größere Neubaugebiete, wie das Borntal. Später kamen dann auch das Hasenholz, Östertal, Wippertor dazu.
Zum Ende der DDR 1990 hatte Sondershausen etwa 24.600 Einwohner. Mit der Wiedervereinigung, dem Wirken der Treuhand und dem Verlust von vielen Arbeitsplatzen sind etwa 8000 Einwohner und Bürger seit der Wende von Sondershausen weg gegangen. Was ist von den einst stolzen Großbetrieben in Sondershausen noch übrig geblieben?
Wer konnte zog dann dahin, wo es Arbeit gab und kam auch nicht wieder zurück.
Viele Teilnehmer aus unserer Gruppe haben diese Zeitspanne der 80 Jahre ja von Anfang an miterlebt und verfolgten die Ausführungen von Herrn Kuksch sehr interessiert. Und doch waren viele über verschiedene interessante Details und Informationen der Zeitgeschichte verblüfft, die sie auch noch nicht kannten.
Die Borntaler zum Beispiel erinnerten sich natürlich sehr gut an die Kindergrippe und Kindergarten Anne Frank Die Borntal-Kaufhalle und die ehemalige Industrie-Kaufhalle Günther (da steht jetzt der neue Netto) und vieles mehr. Auch an den Spielplatz im unteren Borntal mit dem Beton-Elefanten im Sandkasten und die riesige Metall-Rutsche erinnern sich viele selbst noch. Wie wurde da selbst rumgetollt und gespielt und teils darüber die Zeit vergessen, auch wenn Mutti und Vati Zuhause schon längst mit dem Abendbrot warteten oder noch kleine Schul-Hausaufgaben zu erledigen waren?
Thomas Leipold bedankte sich herzlich Bei Herrn Kuksch für diese interessante Zeitreise im Namen der ganzen Gruppe. In der Runde im WB 4 gab es auch anschließend noch viel Gespräche, sowie kleine Anekdoten aus eigenem Erleben aus dieser Zeit.
Am 5.August treffen sich die Teilnehmer vom WB 4 wieder 14 Uhr im Handwerkerstübchen in Sondershausen zum gemütlichen Kaffee-Plausch und aktuellen Infos.
Thomas Leipold, WB 4 Seniorengruppen-Initiative in Sondershausen
Stadtgeschichte/Stadtentwicklung in Sondershausen.
Gestartet hat Herr Kuksch mit der Bombardierung von Sondershausen am 8. April 1945. Kurz vor 18 Uhr kam die erste Bomberwelle. Ein zweite sollte noch folgen. Es fielen 152 Bomben insgesamt.
Die ersten Bomben fielen Nähe der Bebraer Teiche um die einzige Wasserversorgungsleitung der Stadt zu treffen und damit das Löschen von Bränden möglichst unmöglich zu machen. Insgesamt sind durch die Bombardierung 182 Tote zu beklagen gewesen. Über die Bombardierung gibt es eine Abhandlung von Herrn Blumendahl.
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges und der bedingungslosen Kapitulation des Dritten Reiches gab es dann 1945 im Land Thüringen 700.000 Um- und Aussiedler, also 700.000 Menschen die auf der Flucht waren, was für eine enorme Zahl. Wo konnten sie zumindest eine vorübergehende Bleibe finden, wovon sollten sie auch mit ernährt werden?
Mit dem Wiederaufbau in der sowjetischen Besatzungszone und den vielen dann benötigten Arbeitsplätzen, so z. B. in den beiden Großbetrieben, der Kali-Industrie - Kali-Forschung und Kaliwerk und Kali-Kombinat Sondershausen und dem Elektroinstallationsbetrieb IKA – Installations- und Kabelanlagen und später EIS – Elektroinstallation Sondershausen, musste auch viel Wohnraum geschaffen werden und die entsprechende Infrastruktur mit Schulen, Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten, Handwerk und mehr dazu.
So entstanden ab den 50er Jahren größere Neubaugebiete, wie das Borntal. Später kamen dann auch das Hasenholz, Östertal, Wippertor dazu.
Zum Ende der DDR 1990 hatte Sondershausen etwa 24.600 Einwohner. Mit der Wiedervereinigung, dem Wirken der Treuhand und dem Verlust von vielen Arbeitsplatzen sind etwa 8000 Einwohner und Bürger seit der Wende von Sondershausen weg gegangen. Was ist von den einst stolzen Großbetrieben in Sondershausen noch übrig geblieben?
Wer konnte zog dann dahin, wo es Arbeit gab und kam auch nicht wieder zurück.
Viele Teilnehmer aus unserer Gruppe haben diese Zeitspanne der 80 Jahre ja von Anfang an miterlebt und verfolgten die Ausführungen von Herrn Kuksch sehr interessiert. Und doch waren viele über verschiedene interessante Details und Informationen der Zeitgeschichte verblüfft, die sie auch noch nicht kannten.
Die Borntaler zum Beispiel erinnerten sich natürlich sehr gut an die Kindergrippe und Kindergarten Anne Frank Die Borntal-Kaufhalle und die ehemalige Industrie-Kaufhalle Günther (da steht jetzt der neue Netto) und vieles mehr. Auch an den Spielplatz im unteren Borntal mit dem Beton-Elefanten im Sandkasten und die riesige Metall-Rutsche erinnern sich viele selbst noch. Wie wurde da selbst rumgetollt und gespielt und teils darüber die Zeit vergessen, auch wenn Mutti und Vati Zuhause schon längst mit dem Abendbrot warteten oder noch kleine Schul-Hausaufgaben zu erledigen waren?
Thomas Leipold bedankte sich herzlich Bei Herrn Kuksch für diese interessante Zeitreise im Namen der ganzen Gruppe. In der Runde im WB 4 gab es auch anschließend noch viel Gespräche, sowie kleine Anekdoten aus eigenem Erleben aus dieser Zeit.
Am 5.August treffen sich die Teilnehmer vom WB 4 wieder 14 Uhr im Handwerkerstübchen in Sondershausen zum gemütlichen Kaffee-Plausch und aktuellen Infos.
Thomas Leipold, WB 4 Seniorengruppen-Initiative in Sondershausen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: emwDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.


