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Umfrage im Auftrag des WDR unter Solinger Bürgern

Solingen - wie geht's Dir?

Freitag, 29. August 2025, 12:45 Uhr
Am 23. August 2024 wurde Solingen Tatort eines mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlags, bei dem ein aus Syrien stammender Angreifer drei Menschen tötete und mehrere verletzte. Die Mehrheit der Solinger (60 Prozent) wurde durch die Tat von vor einem Jahr verunsichert...

Grafik (Foto: infratest dimap, im Auftrag des WDR) Grafik (Foto: infratest dimap, im Auftrag des WDR)
Für knapp drei von zehn (28 Prozent) gilt dies rückblickend für die Zeit nach dem Angriff, d.h. in den Wochen und Monaten danach. Für etwa jeden dritten Solinger (32 Prozent) aber wirkt die Verunsicherung bis heute nach, darunter sind erkennbar mehr Frauen als Männer (38 zu 26 Prozent).

Anschlagsprävention: Skepsis gegenüber Politik und Behörden
Dass Anschläge wie der vom August letzten Jahres künftig verhindert werden können, trauen vier von zehn Solingern (41 Prozent) Politik, Behörden und Polizei zu. Bei über der Hälfte von ihnen (55 Prozent) aber ist das Zutrauen gering.

Die Skepsis gegenüber Fähigkeiten und Möglichkeiten zuständiger Einrichtungen, entsprechende Angriffe abzuwenden, zieht sich durch die gesamte Stadtgesellschaft. Besonders deutlich ausgeprägt ist sie allerdings bei den Personen, die sich nachhaltig durch die Tat vom letzten Jahr belastet fühlen. Von denjenigen, die der Angriff vom vergangenen August bis heute verunsichert, signalisieren 78 Prozent, wenig oder kein Vertrauen zu haben.

Jeder Vierte signalisiert kritischere Haltung zur Flüchtlingsmigration
Einzelne Anschläge wie die vom 23. August beeinträchtigen offensichtlich das Vertrauen in Staat, Institutionen und Behörden. Sie beeinflussen in Teilen der Bevölkerung aber auch die allgemeine Sicht auf die Zuwanderung. Drei Viertel der Solinger (73 Prozent) geben zwar an, dass die Tat vom vergangenen August ihre Haltung zur Flüchtlingszuwanderung nicht verändert hat, weil sie bereits zuvor kritisch positioniert waren (31 Prozent) oder aber an ihrer positiven Haltung zur Zuwanderung weiter festhalten (42 Prozent). Immerhin jeder Vierte (23 Prozent) konstatiert für sich jedoch eine seither kritischere Perspektive auf die Aufnahme von Flüchtlingen.
Autor: psg

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