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Thüringer Landesamt für Statistik

Zahl der Pendelnden 2024 in Thüringen leicht gestiegen

Donnerstag, 23. Oktober 2025, 10:49 Uhr
In Thüringen pendelten 2024 insgesamt rund 569 800 Menschen über die Grenze ihres Wohnortes hinweg zur Arbeit. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik waren dies nur wenige Personen mehr als ein Jahr zuvor (+400 Auspendelnde)...

Knapp 466 200 Personen arbeiteten in dem Gemeindeverband, in dem sie auch wohnten. Die Städte Erfurt mit 61 305 Personen und Jena mit 34 022 Personen wiesen nach wie vor die höchste Anzahl einpendelnder Berufstätiger im Freistaat auf.

Diese und weitere Ergebnisse aus der Pendlerrechnung der Länder basieren auf Auswertungen des Wohn- und Arbeitsortes und stellen somit die potenzielle Mobilität der Pendelnden dar. Von den rund 569 800 Berufstätigen in Thüringen, deren Wohnort nicht dem Arbeitsort entsprach, pendelten knapp 428 700 Personen in einen anderen Gemeindeverband des Freistaates zur Arbeit. In ein anderes Bundesland oder das Ausland pendelten rund 141 100 Beschäftigte.

Lediglich in 42 der 189 Gemeindeverbände Thüringens gab es 2024 einen Einpendelüberschuss, da- runter die 5 kreisfreien Städte. Hier war die Zahl der einpendelnden Personen höher als die der auspendelnden Personen. Die höchste Einpendelquote in Thüringen verzeichnete der Gemeindeverband Amt Wachsenburg (87,4 Prozent).

Den geringsten Anteil Einpendelnder an allen vor Ort Be- schäftigten wies der Gemeindeverband Schwarzatal auf (32,8 Prozent). Die höchste Auspendelquote des Freistaates hatte der Gemeindeverband Greußen (88,3 Prozent). Dagegen war der Anteil der Aus- pendelnden an allen vor Ort wohnenden Beschäftigten in der Stadt Jena am niedrigsten (26,0 Prozent).

Deutschlandweit sind im vergangenen Jahr 24,7 Millionen Berufstätige über die Grenzen ihres Woh- nortes hinweg zur Arbeit gependelt (+0,5 Prozent gegenüber 2023). Nach München (529 834 Perso- nen), Berlin (477 448 Personen) und Frankfurt am Main (472 643 Personen) pendelten die meisten Menschen.

Im Pendleratlas stellen die statistischen Ämter der Länder die neuen Ergebnisse der Pendlerrechnung 2024 interaktiv dar. Unter anderem können hier deutschlandweit Pendelverflechtungen zwischen einzelnen Städten und Gemeinden bzw. Gemeindeverbänden abgerufen werden.

Bitte beachten:
Die vorliegenden Ergebnisse stammen aus der Pendlerrechnung der Länder, die tief regionalisierte Ergebnisse zu den Pendelnden für die Gemeinden Deutschlands bereitstellt. Für Thüringen sowie für Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein werden aufgrund der kleinteiligen Gebietsstruktur Ergebnisse für Gemeindeverbände nachgewiesen.

Die Ergebnisse basieren auf Auswertungen des Wohn- und Arbeitsortes und stellen daher die poten- zielle Mobilität der pendelnden Personen dar. Aus Gründen wie Wochenendpendeln, Teilzeitarbeit oder Homeoffice werden nicht alle entsprechenden Wege arbeitstäglich zurückgelegt. Neben sozialversicherungspflichtig Beschäftigten werden auch Beamte, Selbstständige und mithelfende Familienangehörige sowie ausschließlich geringfügig Beschäftigte in der Pendlerrechnung erfasst.
Die Ergebnisse sind aufgrund unterschiedlicher Ziele und Methodik nicht mit den Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung der Länder sowie des Mikrozensus vergleichbar.
Autor: red

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