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Wacker verliert Nordthüringen-Derby in Bad Frankenhausen

0:5-Debakel im Stadion an der Wipper

Samstag, 25. Oktober 2025, 18:48 Uhr
SV Blau-Weiß Bad Frankenhausen - FSV Wacker 90 Nordhausen 5:0 (1:0)

Im Nordthüringen-Derby zwischen den gastgebenden Kurstädtern aus Bad Frankenhausen und dem FSV Wacker 90 Nordhausen kam es heute zum Wiedersehen vieler ehemaliger Kameraden. Mit schmerzlichem Ausgang für den einstigen Arbeitgeber …

Deutlich besiegt Blau-Weiß Bad Frankenhausen den FSV wacker 90 mit 5:0 (Foto: BW Bad Frankenhausen) Deutlich besiegt Blau-Weiß Bad Frankenhausen den FSV wacker 90 mit 5:0 (Foto: BW Bad Frankenhausen)


Nach nur sehr kurzer Abtastphase nahm das Derby schnell Fahrt auf und der Ex-Nordhäuser Lennart Liese knallte in der 7. Minute den Ball an den Pfosten. Die Nordhäuser ließen sich nicht lange um eine Antwort bitten: Meinert verzieht eine Minute später mit einem Distanzschuss nur knapp. Doch dann klingelt es auch schon im Nordhäuser Tor. Ein anderer Ex-Wackerer, Erik Schneider, veredelt einen schönen Pass von Schlätzer zum Führungstreffer für die Kurstädter.

Lennart Liese bastelt kurz darauf am 2:0 und Wacker-Urgestein Felix Schwerdt gelingt beinahe postwendend der Ausgleich. Beide Teams sind nun auf Betriebstemperatur. Doch es folgt die schicksalsschwere 20. Minute der Partie: Louis Klammroth kommt im Tackling gegen einen Frankenhäuser zu spät, trifft den Gegenspieler statt den Ball und sieht dafür die rote Karte. Die Hausherren versuchten diesen Vorteil sofort zu nutzen und kamen durch Erik Schneider und einen weiteren ehemaligen Nordhäuser, Jerome Riedel, zu guten Chancen, die Führung bis zur Halbzeitpause noch auszubauen. Wackers neuer Trainer Stefan Wilke reagierte bereits in der 28. Minute mit einem Doppelwechsel und brachte Alexander Ludwig und Vijith Manokaran ins Spiel, jedoch ohne durchschlagenden Erfolg.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Nordhäuser in Unterzahl Druck auszuüben, kassierten ein Abseitstor, kämpften aber weiter, bis sie in der 60. Minute kalt erwischt wurden. Ein Konter von Bad Frankenhausen läuft über Riedel, der sieht links Schlätzer und bedient ihn gekonnt, und der macht einen Haken und schlenzt den Ball oben rechts ins Toreck zur 2:0-Führung.

Danach verpasst Jerome Riedel die Entscheidung in der 62. Minute, macht es aber kurz darauf aus einem Gewusel im Wacker-Strafraum besser und erzielt mit dem 3:0 eine Vorentscheidung. Die unermüdlichen Wacker-Fans stellen ihren Support kurzzeitig ein, der Frust sitzt jetzt tief beim ehemaligen Primus in Nordthüringen. Es dauerte dann bis zur 80. Minute, ehe ein weiterer Ex-Nordhäuser das Ergebnis in Richtung Debakel hochschraubt. Konrad Schneider, im Sommer von Nordhausen nach Bad Frankenhausen gewechselt, besorgt mit dem 4:0 nach 80 Minuten die endgültige Entscheidung. Das 5:0 durch Seal Gödicke, zwei Minuten vor dem Abpfiff, setzte den Schlusspunkt unter ein einseitiges Derby, in dem drei der Tore von Ex-Nordhäusern erzielt wurden.

Für Stefan Wilke ist es als verantwortlicher Wacker-Coach die zweite Niederlage bei Wacker 90 an der Seitenlinie und spätestens seit heute Nachmittag kann das Saisonziel der Rolandstädter nur noch heißen, irgendwie die Klasse zu halten. Mit bisher zwei gewonnenen Punkten verharrt der Ex-Regionalligist weiterhin am Ende der Thüringenligatabelle.

Im nächsten Punktspiel am kommenden Sonntag gegen den Aufsteiger SV Borsch geht es praktisch schon um sechs Punkte gegen den Abstieg. Anstoß ist dann im Albert-Kuntz-Sportpark um 14 Uhr.
Die Blau-Weißen aus der Kurstadt müssen zum bisherigen Spitzenreiter 1. FC Eichsfeld fahren. Nach dem heutigen Sieg werden sie das mit breiter Brust tun.

Tore: 1:0 E. Schneider (9.), 2:0 Schlätzer (60.), 3:0 Riedel (64.), 4.0 K.Schneider (80.), 5.0 Gödicke (88.)

SV Blau-Weiß Bad Frankenhausen: Sünkel - Friedemann, Kell, Ränke (Lobodasch, 37.), E.Schneider, K.Schneider, Skaba (Schneegaß 75.), Liese, Meier (Gödicke, 65.), Schlätzer, Riedel (Hankel, 65.)

FSV Wacker 90 Nordhausen: Hoffmann - Biai, Goutier, Kräuter, Meinert, Vopel (Strube, 73.), Eichel (Ludwig, 28., Taranenko 67.), Klapproth, Schwerdt, Hanselmann (Manokaran, 28.), Schlesier (Knopp, 53.)

Autor: red

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