Fahnenhissung, Rote Schuhe und starke Signale für Solidarität
Aktionstag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen in Sondershausen
Dienstag, 25. November 2025, 15:55 Uhr
Zum internationalen Aktionstag Terre des Femmes setzten die Stadt Sondershausen und der Kyffhäuserkreis heute erneut ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen...
Landrätin Antje Hochwind-Schneider (6.v.li.), Bürgermeister Steffen Grimm (5.v.li.) und das Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Kyffhäuserkreis hissten die Fahne der Frauenrechtsorganisation Terre de Femme. (Foto: Janine Skara)
Bürgermeister Steffen Grimm und Landrätin Antje Hochwind-Schneider versammelten sich zur Mittagsstunde gemeinsam mit dem Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Kyffhäuserkreis auf dem Marktplatz, um die Fahne der Frauenrechtsorganisation zu hissen...
Gewalt gegen Frauen darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Der heutige Tag zeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam Haltung zu zeigen, betonte Bürgermeister Grimm. Landrätin Hochwind-Schneider ergänzte: Wir stehen hier nicht nur symbolisch, sondern auch praktisch an der Seite der Betroffenen. Es braucht Aufmerksamkeit, Hilfsangebote und ein starkes Netzwerk – und daran arbeiten wir jeden Tag.
Mahnendes Zeichen: Rote Schuhe für 85 getötete Frauen
Neben der Fahnenaktion sorgte in diesem Jahr ein besonders eindringliches Bild für Aufmerksamkeit: 85 Paare roter Schuhe, aufgereiht auf den Stufen vor dem Rathaus. Sie stehen stellvertretend für 85 Frauen, die allein in Deutschland im laufenden Jahr durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet wurden.
Das Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Kyffhäuserkreis macht mit der Aktion Rote Schuhe auf die Opfer von Femiziden aufmerksam (Foto: Janine Skara)
Die Aktion geht zurück auf die mexikanische Künstlerin Elina Chauvet, deren Kunstinstallation Zapatos Rojos weltweit an Femizide erinnert. Die roten Schuhe sollen das unsichtbare Leid sichtbar machen und daran erinnern, dass hinter jeder Zahl ein zerstörtes Leben und eine betroffene Familie steht.
Der Weg aus der Gewalt ist lang – aber er ist möglich
Den Weg aus der Gewalt zu gehen, dauert oft lange und bringt viele Gefahren mit sich, erklärte Katharina Töppe, Gleichstellungsbeauftragte des Kyffhäuserkreises. Jeden zweiten Tag wird in Deutschland eine Frau Opfer von Gewalt durch ihren Partner oder Ex-Partner. Damit das Leben dieser Frauen nicht an einem seidenen Faden hängt, braucht es gute Strukturen und starke Netzwerke. Und das können wir alle sein.
Engagement der Jugend: Orangefarbene Bänke als dauerhaftes Zeichen
Erstmals nahmen auch Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Franzbergschule am Aktionstag teil. In einem Kooperationsprojekt mit dem Sondershäuser Bildungsverein gestalteten sie zwei orangefarbene Bänke, ausgestattet mit einem QR-Code zu regionalen Hilfs- und Beratungsangeboten.
Der 25. November wird weltweit als Orange Day begangen – die Farbe steht für eine hellere, gewaltfreie Zukunft, erläuterte Yvonne Haase, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Sondershausen. Die Bänke werden künftig in der Begegnungsstätte im Borntal sowie am Wippertor ihren Platz finden.
In den Projektgesprächen zeigten die Jugendlichen eine beeindruckende Reflexionsfähigkeit, berichtete Hans-Hendrik Anfang, Geschäftsführer des Sondershäuser Bildungsvereins. Es entstanden Plakate gegen Gewalt und vor allem tiefgehende Gespräche über Beziehungen und ein respektvolles Miteinander.
Gemeinsam stark gegen Gewalt
Stadt und Landkreis betonten, dass sie auch künftig eng zusammenarbeiten, um Gewalt zu bekämpfen und Betroffene zu unterstützen. Bereits seit vielen Jahren stehen beide Institutionen am 25. November Seite an Seite, um ein Band der Solidarität zu knüpfen und klarzumachen: Gewalt wird nicht toleriert – nicht heute, nicht an irgendeinem anderen Tag.
Autor: emw
Landrätin Antje Hochwind-Schneider (6.v.li.), Bürgermeister Steffen Grimm (5.v.li.) und das Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Kyffhäuserkreis hissten die Fahne der Frauenrechtsorganisation Terre de Femme. (Foto: Janine Skara)
Bürgermeister Steffen Grimm und Landrätin Antje Hochwind-Schneider versammelten sich zur Mittagsstunde gemeinsam mit dem Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Kyffhäuserkreis auf dem Marktplatz, um die Fahne der Frauenrechtsorganisation zu hissen...
Gewalt gegen Frauen darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Der heutige Tag zeigt, wie wichtig es ist, gemeinsam Haltung zu zeigen, betonte Bürgermeister Grimm. Landrätin Hochwind-Schneider ergänzte: Wir stehen hier nicht nur symbolisch, sondern auch praktisch an der Seite der Betroffenen. Es braucht Aufmerksamkeit, Hilfsangebote und ein starkes Netzwerk – und daran arbeiten wir jeden Tag.
Mahnendes Zeichen: Rote Schuhe für 85 getötete Frauen
Neben der Fahnenaktion sorgte in diesem Jahr ein besonders eindringliches Bild für Aufmerksamkeit: 85 Paare roter Schuhe, aufgereiht auf den Stufen vor dem Rathaus. Sie stehen stellvertretend für 85 Frauen, die allein in Deutschland im laufenden Jahr durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet wurden.
Das Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Kyffhäuserkreis macht mit der Aktion Rote Schuhe auf die Opfer von Femiziden aufmerksam (Foto: Janine Skara)
Die Aktion geht zurück auf die mexikanische Künstlerin Elina Chauvet, deren Kunstinstallation Zapatos Rojos weltweit an Femizide erinnert. Die roten Schuhe sollen das unsichtbare Leid sichtbar machen und daran erinnern, dass hinter jeder Zahl ein zerstörtes Leben und eine betroffene Familie steht.
Der Weg aus der Gewalt ist lang – aber er ist möglich
Den Weg aus der Gewalt zu gehen, dauert oft lange und bringt viele Gefahren mit sich, erklärte Katharina Töppe, Gleichstellungsbeauftragte des Kyffhäuserkreises. Jeden zweiten Tag wird in Deutschland eine Frau Opfer von Gewalt durch ihren Partner oder Ex-Partner. Damit das Leben dieser Frauen nicht an einem seidenen Faden hängt, braucht es gute Strukturen und starke Netzwerke. Und das können wir alle sein.
Engagement der Jugend: Orangefarbene Bänke als dauerhaftes Zeichen
Erstmals nahmen auch Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse der Franzbergschule am Aktionstag teil. In einem Kooperationsprojekt mit dem Sondershäuser Bildungsverein gestalteten sie zwei orangefarbene Bänke, ausgestattet mit einem QR-Code zu regionalen Hilfs- und Beratungsangeboten.
Der 25. November wird weltweit als Orange Day begangen – die Farbe steht für eine hellere, gewaltfreie Zukunft, erläuterte Yvonne Haase, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Sondershausen. Die Bänke werden künftig in der Begegnungsstätte im Borntal sowie am Wippertor ihren Platz finden.
In den Projektgesprächen zeigten die Jugendlichen eine beeindruckende Reflexionsfähigkeit, berichtete Hans-Hendrik Anfang, Geschäftsführer des Sondershäuser Bildungsvereins. Es entstanden Plakate gegen Gewalt und vor allem tiefgehende Gespräche über Beziehungen und ein respektvolles Miteinander.
Gemeinsam stark gegen Gewalt
Stadt und Landkreis betonten, dass sie auch künftig eng zusammenarbeiten, um Gewalt zu bekämpfen und Betroffene zu unterstützen. Bereits seit vielen Jahren stehen beide Institutionen am 25. November Seite an Seite, um ein Band der Solidarität zu knüpfen und klarzumachen: Gewalt wird nicht toleriert – nicht heute, nicht an irgendeinem anderen Tag.


