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Wanderfreunde wieder unterwegs

Wir säubern Wanderwege

Donnerstag, 30. April 2026, 08:29 Uhr
Es sollte kein Aprilscherz sein, der Hainleite-Wanderklub traf sich am 01. April vor dem Friedhof in Berka, es sollte auf Bärlauch-Wanderung gehen. Und das war nur der Auftakt für einen ereignsreichen Wandermonat...

Von Berka geht es um den Filsberg in Richtung Hachelbich. Unser Ziel befindet sich im Schneidtal unterhalb des Marienbrunnens. Dort wächst guter Bärlauch. Auch in diesem Jahr nimmt jeder ein kleines Bündchen mit. Zu Hause wird dann Pesto oder Kräuterbutter gemacht. Aber auch einfach zerkleinert und auf eine Schnitte gelegt, schmeckt der Bärlauch gut und ist obendrein gesund.

Als Wanderer lieben wir unsere Natur. Deshalb brechen wir am 08. April zur Säuberung von Waldwegen auf. Das machen wir jedes Jahr und ist auch ganz im Sinn der Aktion für eine saubere Stadt. Bewaffnet mit Handschuhen und Müllbeutel geht’s vom Wippertor in das Brückental zum Pfaffenteich. Nach einer kurzen Rast geht es weiter zur Jagdhütte „Der Wide Mann“, wo es die Mittagspause gibt. Nun geht es durch das Schersental und über die Trift wieder zurück zur Stadt. Am Bauhof angelangt, geben wir unsere wieder gut gefüllten Müllbeutel dort gleich ab.

Am 15. April hat uns Uli Werner durch die Badraer Schweiz geführt. Bei noch etwas kühleren Temperaturen aber trockenem Wetter brachen wir nach Badra auf. Zunächst ging es über den Hüfler hinunter zum Stausee Kelbra. Jetzt kletterten auch die Temperaturen höher. Am Südufer des Stausees liefen wir bis zur Numburg. Im Mittelalter stand hier ein Gut des Klosters Walkenried. Später erwarben die Grafen und späteren Fürsten von Schwarzburg Sondershausen dieses Gebiet und bauten es zur Domäne aus. Davon sind heute nur noch Reste da. Diese sind ein Paradies für abertausende Fledermäuse. Wir machen am Fuß des Schlossberges, auf dessen Gipfel früher die Numburg stand, unsere Rast. Es bietet sich uns ein herrlicher Blick über den Stausee. Anschließend geht es durch die Berge der Badraer Schweiz zurück nach Badra. Auf den Hängen der Osterklippen und des Schlossberges erfreuen tausende gelbe Adonisröschen unsere Sinne. Sie recken ihre geöffneten Kelche der strahlenden Sonne entgegen, als wollten sie diese erwärmen. Mit diesen Eindrücken geht ein herrliches Naturerlebnis zu Ende.

An einem des Lenzes schönsten Tagen (22.04.) fuhren wir in die Fahner Obstplantagen. Unsere Silvia führte uns durch Gierstedt und Großfahner. In den Orten sahen wir schöne Häuser und alte Kirchen stehen. Wir liefen weiter bis zur Talsperre Dachwig. Auf dem Weg durch die Fahner esehen. Doch keine Höhen sahen wir Kirschen und Äpfel kräftig blühen. Am Stausee setzten wir uns nieder, beobachteten Enten, Gänse und Schwäne und stärkten uns für den Rückweg. Wieder in Gierstädt angekommen, betrachteten wir uns die Plantagen nochmals von der Aussichtsplattform eines Turmes. Mit diesen letzten Eindrücken nahmen wir Abschied von den Fahner Höhen.

Im Wandermonat April hat unsere Wandergruppe, inklusive des traditionellen „Blutbuchenfestes“ (siehe KN vom 12.04.26), sechs Wanderungen durchgeführt und dabei wurden 64 km zurückgelegt, also ein erfolgreicher Monat. Auch am letzten Wandertag am 29.04. war bereits am Morgen spürbar, dass es der Wettergott mit uns gut meint. Unsere Wanderführerin, Brigitte Asche, hat angekündigt, uns, um die Gemeinde Bernterode im Eichsfeld zu führen und dabei die „Lange Bank“ zu präsentieren. Wir starten am Sportplatz in Richtung Wald.

Nach zwei nicht unerheblichen Anstiegen und etwa zwei Drittel der Strecke erreichen wir die Schutzhütte am Gerteröder Weg, wo wir Rast machen. Bänke haben wir gefühlt schon 100 Stück gesehen. Aber keine verdiente das Prädikat besonders lang zu sein. Es kam bei uns der Verdacht auf, dass uns Brigitte an der Nase herumgeführt hat. Aber sie hielt jedem Gemecker stand. Wir brachen nun auf, um wieder hinab nach Bernterode zu wandern. Hier oben auf den Bergen pfiff jetzt manches Windchen. Nach etwa einem weiteren Kilometer, glaubten wir unseren Augen nicht zu trauen. In einiger Entfernung zeichnete sich die Kontur eines langen hölzernen Bauwerkes ab. Bei Ankunft staunten wir nicht schlecht. Es gibt sie doch, die „Lange Bank“.

Auf einer angebrachten Tafel konnten wir lesen, dass diese Bank mit Tisch 26,6 Meter lang ist und damit die längste Bank Thüringens sei, die aus einem Stamm erbaut wurde. Brigitte war rehabilitiert. Natürlich machten wir hier noch einmal Rast. Außer der Bank gab es hier noch eine Nachbildung des „Heiligen Grabes“ zu sehen. Doch nun ging es endgültig zurück nach Bernterode. Dabei querten wir noch einen Kalvarienberg mit den Leidensstationen Christies. Wieder unten angekommen, gingen wir eine Runde durch den kleinen gepflegten Ort mit hübschen Häusern sowie gepflegten Anlagen und Straßen. Die „Lange Bank“ wird bei allen Teinehmern in Erinnerung bleiben.
Wolfgang Lehmann
Hainleite-Wanderklub
Autor: red

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