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Ein Blick in die Statistik

Ilm-Kreis weiterhin Thüringens umsatzstärkster Industriestandort

Freitag, 19. Juni 2026, 11:11 Uhr
Thüringens Industrie kämpft: Im Ilm-Kreis brachen die Umsätze von Januar bis April 2026 um fast eine halbe Milliarde Euro ein. Auch Schmalkalden-Meiningen und Jena verzeichneten empfindliche Verluste...

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Umsätze der Thüringer Industrie - Rangfolge der Kreise (Foto: Quelle: Statistisches Landesamt)
Die berichtspflichtigen Thüringer Betriebe des Bergbaus und Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten erzielten im Berichtsmonat April 2026 (bei zwei Arbeitstagen weniger als im März 2026) einen nominalen Gesamtumsatz einschließlich sonstiger Umsätze von rund 3,0 Milliarden Euro. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, belief sich der kumulierte Gesamtumsatz im bisherigen Jahresverlauf auf rund 12,0 Milliarden Euro. Damit lag er um 5,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums bei gleicher Anzahl an Arbeitstagen.

Auch die Umsätze aus fachlichen Betriebsteilen (ohne sonstige Umsätze) verzeichneten von Januar bis April einen Rückgang. Nominal sanken sie gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,0 Prozent, preisbereinigt um 7,1 Prozent.

Im Vergleich zum Vormonat war in allen Landkreisen und kreisfreien Städten eine rückläufige Umsatzentwicklung zu beobachten. Die stärksten absoluten Rückgänge wurden registriert:

  • im Ilm-Kreis (-98,4 Millionen Euro; -21,4 Prozent),
  • im Landkreis Schmalkalden-Meiningen (-48,3 Millionen Euro; -24,3 Prozent),
  • in der Stadt Jena (-39,9 Millionen Euro; -14,1 Prozent).


Die kumulierten Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entwickelten sich regional unterschiedlich. In 13 der 22 Landkreise und kreisfreien Städte lag der Umsatz in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Besonders deutlich fielen die Rückgänge aus:

  • im Ilm-Kreis (-465,0 Millionen Euro; -23,5 Prozent),
  • im Wartburgkreis (-95,9 Millionen Euro; -7,2 Prozent),
  • im Landkreis Eichsfeld (-75,9 Millionen Euro; -11,1 Prozent).


Demgegenüber verzeichneten sechs Landkreise und drei kreisfreie Städte von Januar bis April 2026 einen nominalen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu den stärksten Zuwächsen gehörten:

  • der Landkreis Gotha (+38,2 Millionen Euro; +3,5 Prozent),
  • die Stadt Gera (+25,9 Millionen Euro; +13,9 Prozent),
  • der Saale-Holzland-Kreis (+21,5 Millionen Euro; +5,2 Prozent).


Die Exportquote lag im Zeitraum von Januar bis April 2026 bei 39,5 Prozent und damit über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums (37,4 Prozent). Die Stadt Jena erzielte mit Auslandsumsätzen von 760,8 Millionen Euro die höchste Exportquote. Diese betrug 76,1 Prozent.

In den 747 meldepflichtigen Betrieben waren im April 2026 insgesamt 134 773 Personen beschäftigt.
Autor: red

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