Zurückholen und betreuen
Montag, 01. Oktober 2007, 11:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Zur Stunde stellt Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz (CDU) ein neues Projekt vor, mit dessen Hilfe Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Fachkräften unterstützt werden sollen. Ein Teil dieses Vorhabens wird in Nordhausen realisiert...
Unternehmer- und Fachkräfteservice Thüringen (UFS), unter diesem Titel sollen Unternehmen im Freistaat einerseits künftig bei der Suche nach Fachkräften unterstützt werden. Andererseits sollen Fachkräfte begleitet werden, die in Thüringen Fuß fassen wollen. Das beziehe sich auch auf junge Menschen, die sich in der Ausbildung befinden. Letztlich soll der UFS aber auch eine Informationsplattform sein für Zuwanderer sowie für Rückkehrer.
Aus Gesprächen mit Unternehmen wisse Reinholz, dass vor allem in der Metall-, Elektro- oder der kunststoffverarbeitenden Industrie ein erheblicher Fachkräftemangel vorhanden sei. Andererseits hätten in den zurückliegenden Jahren viele gut ausgebildete Frauen und Männer den Freistaat in Richtung andere Bundesländer oder ins Ausland verlassen. Geblieben sei bei vielen jedoch die emotionale Bindung an die Heimat. Und genau hier wolle der UFS ansetzen. Rückkehrwillige sollen begleitet und betreut, Absolventen an die Hand genommen werden.
Die wichtigste Aufgabe des Unternehmer- und Fachkräfteservice ist es also, den konkreten Fachkräftebedarf von Unternehmen zu erfassen und dann den Kontakt zu geeigneten Bewerbern herzustellen. Der Ansatz ist bei USF also genau entgegengesetzt zur üblichen Herangehensweise bei der Arbeitsverwaltung oder bei privaten Arbeitsvermittlern, so der Minister bei der Projektvorstellung in Erfurt.
Da auch die Möglichkeit gegeben ist, dass sich Interessenten beim USF bewerben können, dient der neue Service als Anlaufstelle für Unternehmen und Fachkräfte gleichermaßen. Sein Inhalt reicht von der Beratung, der Fachkräftesuche, über das Angebot einer zielgerichteten Qualifizierung und Beratung zur Personalentwicklung, bis hin zur Standort- und Förderberatung. Zu den Angeboten für die Fachkräfte gehören die individuelle Beratung, Begleitung und Vermittlung sowohl von Arbeitssuchenden als auch von so genannten Nicht-Leistungsbeziehern.
Ab 1. Januar 2008 soll mit vier UFS-Standorten in Thüringen gestartet werden, diese werden an die Kompetenzzentren von GfAW, Thüringer Aufbaubank (TAB) und Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) in Nordhausen, Erfurt, Gera und Eisenach/Suhl angedockt. Nach Ansicht von Jürgen Reinholz sollen One-Shop-Agenturen für die Wirtschaft eingerichtet werden. Träger des Service ist die LEG.
Schon heute startet in Nordhausen ein Vorlaufprojekt für Nordthüringen. Dabei wird insbesondere der kurz- und mittelfristige Fachkräftebedarf bei über 100 Firmen der Region ermittelt, mit denen die LEG in Kontakt steht. Je Standort sollen fünf bis sechs Mitarbeiter beschäftigt sein. Zusammen mit Fördermitteln der Europäischen Union werde der Freistaat bis zu 1,8 Millionen Euro pro Jahr für den USF zur Verfügung stellen.
Reinholz stellte heute jedoch auch klar, das dieses Projekt mit der Akzeptanz der Wirtschaft gelingen und misslingen werde. Eines stimme ihn jedoch optimistisch: Die Nachfrage nach fachlich gut ausgebildeten Frauen und Männern aller Altersgruppen und Qualifizierungsebenen werde in den kommenden Jahren auch in Thüringen weiter anziehen.
Autor: nnzUnternehmer- und Fachkräfteservice Thüringen (UFS), unter diesem Titel sollen Unternehmen im Freistaat einerseits künftig bei der Suche nach Fachkräften unterstützt werden. Andererseits sollen Fachkräfte begleitet werden, die in Thüringen Fuß fassen wollen. Das beziehe sich auch auf junge Menschen, die sich in der Ausbildung befinden. Letztlich soll der UFS aber auch eine Informationsplattform sein für Zuwanderer sowie für Rückkehrer.
Aus Gesprächen mit Unternehmen wisse Reinholz, dass vor allem in der Metall-, Elektro- oder der kunststoffverarbeitenden Industrie ein erheblicher Fachkräftemangel vorhanden sei. Andererseits hätten in den zurückliegenden Jahren viele gut ausgebildete Frauen und Männer den Freistaat in Richtung andere Bundesländer oder ins Ausland verlassen. Geblieben sei bei vielen jedoch die emotionale Bindung an die Heimat. Und genau hier wolle der UFS ansetzen. Rückkehrwillige sollen begleitet und betreut, Absolventen an die Hand genommen werden.
Die wichtigste Aufgabe des Unternehmer- und Fachkräfteservice ist es also, den konkreten Fachkräftebedarf von Unternehmen zu erfassen und dann den Kontakt zu geeigneten Bewerbern herzustellen. Der Ansatz ist bei USF also genau entgegengesetzt zur üblichen Herangehensweise bei der Arbeitsverwaltung oder bei privaten Arbeitsvermittlern, so der Minister bei der Projektvorstellung in Erfurt.
Da auch die Möglichkeit gegeben ist, dass sich Interessenten beim USF bewerben können, dient der neue Service als Anlaufstelle für Unternehmen und Fachkräfte gleichermaßen. Sein Inhalt reicht von der Beratung, der Fachkräftesuche, über das Angebot einer zielgerichteten Qualifizierung und Beratung zur Personalentwicklung, bis hin zur Standort- und Förderberatung. Zu den Angeboten für die Fachkräfte gehören die individuelle Beratung, Begleitung und Vermittlung sowohl von Arbeitssuchenden als auch von so genannten Nicht-Leistungsbeziehern.
Ab 1. Januar 2008 soll mit vier UFS-Standorten in Thüringen gestartet werden, diese werden an die Kompetenzzentren von GfAW, Thüringer Aufbaubank (TAB) und Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) in Nordhausen, Erfurt, Gera und Eisenach/Suhl angedockt. Nach Ansicht von Jürgen Reinholz sollen One-Shop-Agenturen für die Wirtschaft eingerichtet werden. Träger des Service ist die LEG.
Schon heute startet in Nordhausen ein Vorlaufprojekt für Nordthüringen. Dabei wird insbesondere der kurz- und mittelfristige Fachkräftebedarf bei über 100 Firmen der Region ermittelt, mit denen die LEG in Kontakt steht. Je Standort sollen fünf bis sechs Mitarbeiter beschäftigt sein. Zusammen mit Fördermitteln der Europäischen Union werde der Freistaat bis zu 1,8 Millionen Euro pro Jahr für den USF zur Verfügung stellen.
Reinholz stellte heute jedoch auch klar, das dieses Projekt mit der Akzeptanz der Wirtschaft gelingen und misslingen werde. Eines stimme ihn jedoch optimistisch: Die Nachfrage nach fachlich gut ausgebildeten Frauen und Männern aller Altersgruppen und Qualifizierungsebenen werde in den kommenden Jahren auch in Thüringen weiter anziehen.
