Irgendwo im Irgendwo
Donnerstag, 04. Oktober 2007, 14:10 Uhr
Nordhausen (nnz). Das Bundesfamilienministerium hat heute den vom Sozialforschungsinstitut Prognos erstellten Familienatlas 2007 präsentiert. Demnach ist Potsdam die familienfreundlichste Stadt dieser Republik. Wo aber befindet sich der Landkreis Nordhausen? Die nnz hat die Antwort.
Prognos hatte gemeinsam mit dem Wochenmagazin Die Zeit 439 Landkreise und kreisfreie Städte auf ihre Familienfreundlichkeit hin untersucht. Zu den herausragenden Regionen gehören der Erhebung zufolge neben Potsdam die Landkreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg, der Main-Tauber-Kreis, Kitzingen, Bernkastel-Wittlich, Tübingen, Breisgau/Hochschwarzwald, Garmisch-Partenkirchen, Erlangen sowie Baden-Baden. Die Kreise zeichneten sich durch gute Betreuungseinrichtungen, ein reichhaltiges Freizeitangebot, gute schulische Versorgung und attraktiven Familienwohnraum bei gleichzeitig guter Arbeitsmarktlage aus.
Zu den Verlierern, die sowohl arbeitsmarkt- und familienpolitisch zurückfallen, zählen nach Darstellung des Blattes ausschließlich Kreise im Westen der Bundesrepublik. Besonders betroffen seien die ehemaligen Kohle- und Stahlregionen in Nordrhein-Westfalen und Gegenden entlang der früheren innerdeutschen Grenze.
Der Landkreis Nordhausen schneidet lediglich bei den Indikatoren Bildung und Ausbildung mit Platz 30 einigermaßen gut ab. Auch in punkto Vereinbarkeit von Familie und Beruf konnte sich der Nordthüringer Landkreis noch im oberen Mittelfeld etablieren (Platz 85). Platz 187 im Ranking gab es für Wohnungssituation und Wohnumfeld, auf den 317. Platz von 439 kam der Landkreis bei Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Neben diesen so genannten Handlungsfeldern wurden aber auch noch die Rahmenbedingungen – Arbeitsmarkt und Demographie - in das Ranking gequetscht. Da landete unser Landkreis auf den Plätzen 384 und 307.
Nun hinken solche Vergleiche immer irgendwo. Besonders interessant allerdings ist der vergleichende Blick auf andere Nordthüringer Landkreise. Bei Bildung und Ausbildung schaffte es der Unstrut-Hainich-Kreis (UH) auf einen bemerkenswert vierten Platz, der Landkreis Eichsfeld (EIC) landete auf Platz 16 und der Kyffhäuserkreis auf Platz 24. UH hat auch im Punkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Ranking-Nase vorn (69), gefolgte von NDH (85), KYF (100) und EIC (101).
Am besten wird die Wohnungssituation im Eichsfeld bewertet (32), dann folgen KYF (112), NDH (187) und UH (192). Der Bewertung des Arbeitsmarktes stellt sich für alle vier Nordthüringer Landkreises mehr als desaströs dar. Hier ist der Kyffhäuserkreis mit Platz 432 mit Abstand der schlechteste.
Den Familienatlas 2007 können sich nnz-Leser hier herunterladen:
Autor: nnzPrognos hatte gemeinsam mit dem Wochenmagazin Die Zeit 439 Landkreise und kreisfreie Städte auf ihre Familienfreundlichkeit hin untersucht. Zu den herausragenden Regionen gehören der Erhebung zufolge neben Potsdam die Landkreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg, der Main-Tauber-Kreis, Kitzingen, Bernkastel-Wittlich, Tübingen, Breisgau/Hochschwarzwald, Garmisch-Partenkirchen, Erlangen sowie Baden-Baden. Die Kreise zeichneten sich durch gute Betreuungseinrichtungen, ein reichhaltiges Freizeitangebot, gute schulische Versorgung und attraktiven Familienwohnraum bei gleichzeitig guter Arbeitsmarktlage aus.
Zu den Verlierern, die sowohl arbeitsmarkt- und familienpolitisch zurückfallen, zählen nach Darstellung des Blattes ausschließlich Kreise im Westen der Bundesrepublik. Besonders betroffen seien die ehemaligen Kohle- und Stahlregionen in Nordrhein-Westfalen und Gegenden entlang der früheren innerdeutschen Grenze.
Der Landkreis Nordhausen schneidet lediglich bei den Indikatoren Bildung und Ausbildung mit Platz 30 einigermaßen gut ab. Auch in punkto Vereinbarkeit von Familie und Beruf konnte sich der Nordthüringer Landkreis noch im oberen Mittelfeld etablieren (Platz 85). Platz 187 im Ranking gab es für Wohnungssituation und Wohnumfeld, auf den 317. Platz von 439 kam der Landkreis bei Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Neben diesen so genannten Handlungsfeldern wurden aber auch noch die Rahmenbedingungen – Arbeitsmarkt und Demographie - in das Ranking gequetscht. Da landete unser Landkreis auf den Plätzen 384 und 307.
Nun hinken solche Vergleiche immer irgendwo. Besonders interessant allerdings ist der vergleichende Blick auf andere Nordthüringer Landkreise. Bei Bildung und Ausbildung schaffte es der Unstrut-Hainich-Kreis (UH) auf einen bemerkenswert vierten Platz, der Landkreis Eichsfeld (EIC) landete auf Platz 16 und der Kyffhäuserkreis auf Platz 24. UH hat auch im Punkt Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Ranking-Nase vorn (69), gefolgte von NDH (85), KYF (100) und EIC (101).
Am besten wird die Wohnungssituation im Eichsfeld bewertet (32), dann folgen KYF (112), NDH (187) und UH (192). Der Bewertung des Arbeitsmarktes stellt sich für alle vier Nordthüringer Landkreises mehr als desaströs dar. Hier ist der Kyffhäuserkreis mit Platz 432 mit Abstand der schlechteste.
Den Familienatlas 2007 können sich nnz-Leser hier herunterladen:
Downloads:
- Familienfreundlichkeit in Deutschland (2.160 kByte)
