Ab in die Luft
Mittwoch, 10. Oktober 2007, 13:14 Uhr
Nordhausen (nnz). Der exzessive Ausstoss von Kohlendioxid steht seit Monaten im Blickpunkt von Umweltexperten und Politikern. Wie aber sieht es damit in Thüringen aus? Die nnz ist dieser Fragen mit Hilfe des Statistischen Landesamtes nachgegangen.
Basierend auf der Energiebilanz des Freistaates erfolgt im Thüringer Landesamt für Statistik die Berechnung der energieverbrauchsbedingten CO2-Emissionen. Hierfür wird der Verbrauch von fossilen kohlenstoffhaltigen Energieträgern mit brennstoffspezifischen Emissionsfaktoren belastet. Diese werden vom Umweltbundesamt für alle Länder und den Bund zur Verfügung gestellt.
Für die territoriale Betrachtung zur Beantwortung der Frage, welche Verbrauchergruppen im Land mit welchem Anteil aufgrund ihres Energieverbrauchsverhaltens zur Emission von Kohlendioxyd beigetragen haben, steht die endenergieverbrauchsbedingte CO2-Bilanz zur Verfügung. In der Verursacherbilanz werden die Emissionen aus dem Endenergieverbrauch berechnet.
In Thüringen verursachten die Endverbraucher im Jahr 2005 durch ihren Energieeinsatz 17,3 Millionen Tonnen CO2-Emissionen. Gegenüber 1990 bedeutet das nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik eine Verringerung um 49,2 Prozent, besonders in den Jahren 1990 bis 1993.
Die Hälfte der CO2-Emissionen wurde vom Bereich Haushalte, Handel, Gewerbe, Dienstleistungen und Übrige verursacht (8,7 Millionen Tonnen CO2), deren Anteil sich gegenüber 1990 um 48,8 Prozent verringerte. Während sich auch der durch den Endenergieverbrauch der Industrie verursachte CO2-Ausstoß von 13,8 auf 4,4 Millionen Tonnen (- 67,7 Prozent) reduzierte - das waren 25,8 Prozent am Gesamtvolumen - stiegen die dem Verkehr anzurechnenden Emissionen von 3,3 auf 4,2 Millionen Tonnen (+ 25,0 Prozent). Dem Straßenverkehr lasteten davon 3,9 Millionen Tonnen CO2 an.
Betrachtet man den Kohlendioxid-Ausstoß nach dem Verbrauch von Energieträgern zur unmittelbaren Nutzenergieerzeugung, so hat der Stromverbrauch die höchste Emissionsrate (39,6 Prozent), gefolgt vom Verbrauch von Mineralölen (34,9 Prozent).
Autor: nnzBasierend auf der Energiebilanz des Freistaates erfolgt im Thüringer Landesamt für Statistik die Berechnung der energieverbrauchsbedingten CO2-Emissionen. Hierfür wird der Verbrauch von fossilen kohlenstoffhaltigen Energieträgern mit brennstoffspezifischen Emissionsfaktoren belastet. Diese werden vom Umweltbundesamt für alle Länder und den Bund zur Verfügung gestellt.
Für die territoriale Betrachtung zur Beantwortung der Frage, welche Verbrauchergruppen im Land mit welchem Anteil aufgrund ihres Energieverbrauchsverhaltens zur Emission von Kohlendioxyd beigetragen haben, steht die endenergieverbrauchsbedingte CO2-Bilanz zur Verfügung. In der Verursacherbilanz werden die Emissionen aus dem Endenergieverbrauch berechnet.
In Thüringen verursachten die Endverbraucher im Jahr 2005 durch ihren Energieeinsatz 17,3 Millionen Tonnen CO2-Emissionen. Gegenüber 1990 bedeutet das nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik eine Verringerung um 49,2 Prozent, besonders in den Jahren 1990 bis 1993.
Die Hälfte der CO2-Emissionen wurde vom Bereich Haushalte, Handel, Gewerbe, Dienstleistungen und Übrige verursacht (8,7 Millionen Tonnen CO2), deren Anteil sich gegenüber 1990 um 48,8 Prozent verringerte. Während sich auch der durch den Endenergieverbrauch der Industrie verursachte CO2-Ausstoß von 13,8 auf 4,4 Millionen Tonnen (- 67,7 Prozent) reduzierte - das waren 25,8 Prozent am Gesamtvolumen - stiegen die dem Verkehr anzurechnenden Emissionen von 3,3 auf 4,2 Millionen Tonnen (+ 25,0 Prozent). Dem Straßenverkehr lasteten davon 3,9 Millionen Tonnen CO2 an.
Betrachtet man den Kohlendioxid-Ausstoß nach dem Verbrauch von Energieträgern zur unmittelbaren Nutzenergieerzeugung, so hat der Stromverbrauch die höchste Emissionsrate (39,6 Prozent), gefolgt vom Verbrauch von Mineralölen (34,9 Prozent).
