Auf der Suche nach dem Park-Netz
Montag, 15. Oktober 2007, 14:39 Uhr
Nordhausen (nnz). Es gibt ihn noch, den Förderverein des Parks Hohenrode. In der vergangenen Woche reisten Mitglieder in den Kyffhäuserkreis. Warum und wo genau hin, das verrät Ihnen die nnz.
Auf Anregung von Dr. Martin Baumann vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege reisten Mitglieder vom Förderverein Park Hohenrode e.V. mit dem bis auf den letzten Platz besetzten Bus von Nordhausen nach Bad Frankenhausen, Bendeleben und Ebeleben im Kyffhäuserkreis. Grund für diese Exkursion war nicht nur der Wunsch, Nordthüringen besser kennen zu lernen, sondern das Ziel, den Villenpark Hohenrode aus der Gründerzeit als anspruchsvolle Ergänzung der im wesentlichen barocken Parklandschaft in das Gesamtkonzept einer touristisch anspruchsvollen Nordthüringer Parklandschaft zu integrieren.
In Bad Frankenhausen begrüßten Bürgermeister Matthias Stretz und Bauamtsleiter Dieter Öttel den Förderverein. Die Führung durch das staatlich anerkannte Soleheilbad beeindruckte durch das hohe Engagement der Kommunalvertreter für ihre Kommune als staatlich anerkanntes Sole-Heilbad. Der wertvolle Park Hoheneck in der Stadt ist seit einiger Zeit in privater Hand und damit nicht mehr öffentlich zugänglich.
Die zweite Station und die große Überraschung des Tages wurde das Barockdorf Bendeleben mit der Orangerie und dem Park. Bürgermeister Martin Brückner führte sachkundig und mit berechtigtem Stolz durch den 1765 von der Familie Jacob von Uckermann im englischen Stil angelegten Landschaftspark mit der zum großen Teil wieder hergestellten Parkmauer, dem Römischen Bad, den Neupflanzungen der Lindenallee an der 750 m langen Sichtachse und der sanierten Schlossfreitreppe.
Die Freude über die Schönheit der Parklandschaft mit ihren Seen, das Spiel der Sonne im Herbstlaub der Bäume wurde durch Texte von Hölderlin und Rilke – vorgelesen von Heidelore Kneffel – zum Kunstgenuss. Schließlich konnte auch die wiederhergestellte Orangerie besucht werden, in der bereits die Palmen und das Großgrün ihr Winterquartier bezogen haben. Den krönenden Abschluss in Bendeleben bildete ein viel zu kurzer Besuch in der Kirche mit ihrer reichen barocken Ausstattung und Orgelspiel.
Die letzte Station, Schlosspark Ebeleben brachte weitere Überraschungen durch Historie, Schönheit im Detail und Größe der Aufgabe für die Wiederherstellung. Die Parkanlage am ehemaligen Schloss Ebeleben gehört zu den bedeutendsten Barockanlagen in Thüringen. Die große Wasserkaskade mit ihren Fruchtbarkeitsgöttinnen, die freigelegten Grundmauern der ehemaligen Ritterburg und des Schlosses und das Palmen- und Orangeriegebäude waren für die Besucher aus dem nahen Nordhausen eine echte Entdeckung. Dr. Folke Dietzsch vom Förderverein Schlosspark Ebeleben führte die Besucher mit Kompetenz und Begeisterung durch die gesamte Anlage.
Zurückgekehrt nach Nordhausen dankte die Reisegesellschaft Prof. Dr. Albrecht Pfeiffer für die gute Organisation der ersten Exkursion des Fördervereins Villenpark Hohenrode. Am Ende der heimatnahen Natur- und Bildungsreise bleibt der Auftrag: Nordhausen muss es schaffen, mit dem berühmten Villenpark Hohenrode einmal zur attraktiven Nordthüringer Parklandschaft zu gehören.
Gisela Hartmann, Vorsitzende
Autor: nnzAuf Anregung von Dr. Martin Baumann vom Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege reisten Mitglieder vom Förderverein Park Hohenrode e.V. mit dem bis auf den letzten Platz besetzten Bus von Nordhausen nach Bad Frankenhausen, Bendeleben und Ebeleben im Kyffhäuserkreis. Grund für diese Exkursion war nicht nur der Wunsch, Nordthüringen besser kennen zu lernen, sondern das Ziel, den Villenpark Hohenrode aus der Gründerzeit als anspruchsvolle Ergänzung der im wesentlichen barocken Parklandschaft in das Gesamtkonzept einer touristisch anspruchsvollen Nordthüringer Parklandschaft zu integrieren.
In Bad Frankenhausen begrüßten Bürgermeister Matthias Stretz und Bauamtsleiter Dieter Öttel den Förderverein. Die Führung durch das staatlich anerkannte Soleheilbad beeindruckte durch das hohe Engagement der Kommunalvertreter für ihre Kommune als staatlich anerkanntes Sole-Heilbad. Der wertvolle Park Hoheneck in der Stadt ist seit einiger Zeit in privater Hand und damit nicht mehr öffentlich zugänglich.
Die zweite Station und die große Überraschung des Tages wurde das Barockdorf Bendeleben mit der Orangerie und dem Park. Bürgermeister Martin Brückner führte sachkundig und mit berechtigtem Stolz durch den 1765 von der Familie Jacob von Uckermann im englischen Stil angelegten Landschaftspark mit der zum großen Teil wieder hergestellten Parkmauer, dem Römischen Bad, den Neupflanzungen der Lindenallee an der 750 m langen Sichtachse und der sanierten Schlossfreitreppe.
Die Freude über die Schönheit der Parklandschaft mit ihren Seen, das Spiel der Sonne im Herbstlaub der Bäume wurde durch Texte von Hölderlin und Rilke – vorgelesen von Heidelore Kneffel – zum Kunstgenuss. Schließlich konnte auch die wiederhergestellte Orangerie besucht werden, in der bereits die Palmen und das Großgrün ihr Winterquartier bezogen haben. Den krönenden Abschluss in Bendeleben bildete ein viel zu kurzer Besuch in der Kirche mit ihrer reichen barocken Ausstattung und Orgelspiel.
Die letzte Station, Schlosspark Ebeleben brachte weitere Überraschungen durch Historie, Schönheit im Detail und Größe der Aufgabe für die Wiederherstellung. Die Parkanlage am ehemaligen Schloss Ebeleben gehört zu den bedeutendsten Barockanlagen in Thüringen. Die große Wasserkaskade mit ihren Fruchtbarkeitsgöttinnen, die freigelegten Grundmauern der ehemaligen Ritterburg und des Schlosses und das Palmen- und Orangeriegebäude waren für die Besucher aus dem nahen Nordhausen eine echte Entdeckung. Dr. Folke Dietzsch vom Förderverein Schlosspark Ebeleben führte die Besucher mit Kompetenz und Begeisterung durch die gesamte Anlage.
Zurückgekehrt nach Nordhausen dankte die Reisegesellschaft Prof. Dr. Albrecht Pfeiffer für die gute Organisation der ersten Exkursion des Fördervereins Villenpark Hohenrode. Am Ende der heimatnahen Natur- und Bildungsreise bleibt der Auftrag: Nordhausen muss es schaffen, mit dem berühmten Villenpark Hohenrode einmal zur attraktiven Nordthüringer Parklandschaft zu gehören.
Gisela Hartmann, Vorsitzende
