Neu am Theater: Alec Otto
Dienstag, 20. November 2007, 14:44 Uhr
Wenn die ersten Schneeflocken fallen, dann freuen sich nicht nur Kinder und Wintersportler. Für den Opernsänger Alec Otto ist Schnee etwas Faszinierendes. Er erinnert sich noch genau an seine erste Begegnung mit der weißen Pracht...
Es war der 12. Dezember 1999. Alec Otto war zur Mittagszeit direkt aus Südafrika in Lübeck angekommen. Zum ersten Mal in Deutschland, zum ersten Mal in Europa. Für den Sänger gab es neben dem Schnee aber noch viele Eindrücke an diesem Tag, u. a. auch, dass es nachmittags um vier auf der Straße schon stockdunkel war.
Mittlerweile ist Alec Otto seit sieben Jahren in Deutschland, hat nicht nur Land und Leute kennen gelernt, sondern beherrscht inzwischen auch die deutsche Sprache. Das hat er auch der Operette zu verdanken, lacht der 33jährige, er singt deutsch, die Dialoge sind in deutscher Sprache. Dass er einmal auf der Bühne stehen und Opern und Operetten singen würde, das hätte Alec Otto in jungen Jahren nicht gedacht.
In der Schule war er Kampfsportler, interessierte sich aber auch für den Musikunterricht und wollte Pianist werden. Seine Musiklehrerin entdeckte jedoch bald das in ihm schlummernde Gesangstalent. Noch während des Abiturs nahm er in seiner Heimat an einem Gesangswettbewerb teil und gewann. Schon damals wurde ihm empfohlen, Oper zu studieren. Doch zunächst kam der Militärdienst. Dort konnte er jedoch der neuen Liebe zur Musik treu bleiben und im Luftwaffenchor singen. Mit einem Stipendium besuchte er dann die Opernschule in Pretoria. Vier Jahre dauerte das Studium, nebenbei jobbte der angehende Sänger und übernahm bereits kleinere Rollen an der Staatsoper in Pretoria. Sein Lehrer Eric Müller hatte selbst in Wien studiert, für Alec Otto stand fest: auch er würde zur weiteren Ausbildung nach Europa gehen, nach Deutschland.
Nach einem Studium in Lübeck und privatem Unterricht bei Elisabeth Werres kam das Debüt auf deutschen Bühnen als Rodolfo in La Bohéme bei den Festspielen in Weikersheim. Beim Wettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg wurde Alec Otto ein Jahr später Preisträger, gastierte mit mehreren Rollen in Berlin und ist in dieser Spielzeit im Theater Nordhausen in der Ritteroper Il combattimento di Tancredi e Clorinda zu erleben und ab 30. November auch als Fürstensohn Edwin in Emmerich Kálmáns Operette Die Csárdásfürstin. Eine Partie, auf die er sich besonders freut. Mit Regisseur Wolfgang Dosch arbeitet Alec Otto schon seit mehreren Jahren zusammen, war mit ihm auf einer Operettentournee in Japan unterwegs. Er hätte sehr viel von ihm gelernt, sagt der Opernsänger aus Südafrika, der mit ganz besonderem Charme vor allem die Herzen seines weiblichen Publikums erobert, wie man auch am Sonntag bei der Matinee zur Csárdásfürstin bemerken konnte.
Für die nächsten zwei Jahre werden die Stadt Nordhausen und das Theater zu seiner zweiten Heimat. Alec Otto hat seit ein paar Tagen sein festes Engagement in der Tasche und das Publikum wird den Tenor noch in vielen Rollen sehen. Zunächst aber erst einmal in der Csárdásfürstin, die am 30. November Premiere hat.
Die nächsten Vorstellungen:
16. Dezember, 14.30 Uhr,
19. Dezember, 15 Uhr,
23. Dezember, 19.30 Uhr und
31. Dezember um 15 und um 19.30 Uhr
Autor: knEs war der 12. Dezember 1999. Alec Otto war zur Mittagszeit direkt aus Südafrika in Lübeck angekommen. Zum ersten Mal in Deutschland, zum ersten Mal in Europa. Für den Sänger gab es neben dem Schnee aber noch viele Eindrücke an diesem Tag, u. a. auch, dass es nachmittags um vier auf der Straße schon stockdunkel war.
Mittlerweile ist Alec Otto seit sieben Jahren in Deutschland, hat nicht nur Land und Leute kennen gelernt, sondern beherrscht inzwischen auch die deutsche Sprache. Das hat er auch der Operette zu verdanken, lacht der 33jährige, er singt deutsch, die Dialoge sind in deutscher Sprache. Dass er einmal auf der Bühne stehen und Opern und Operetten singen würde, das hätte Alec Otto in jungen Jahren nicht gedacht.
In der Schule war er Kampfsportler, interessierte sich aber auch für den Musikunterricht und wollte Pianist werden. Seine Musiklehrerin entdeckte jedoch bald das in ihm schlummernde Gesangstalent. Noch während des Abiturs nahm er in seiner Heimat an einem Gesangswettbewerb teil und gewann. Schon damals wurde ihm empfohlen, Oper zu studieren. Doch zunächst kam der Militärdienst. Dort konnte er jedoch der neuen Liebe zur Musik treu bleiben und im Luftwaffenchor singen. Mit einem Stipendium besuchte er dann die Opernschule in Pretoria. Vier Jahre dauerte das Studium, nebenbei jobbte der angehende Sänger und übernahm bereits kleinere Rollen an der Staatsoper in Pretoria. Sein Lehrer Eric Müller hatte selbst in Wien studiert, für Alec Otto stand fest: auch er würde zur weiteren Ausbildung nach Europa gehen, nach Deutschland.
Nach einem Studium in Lübeck und privatem Unterricht bei Elisabeth Werres kam das Debüt auf deutschen Bühnen als Rodolfo in La Bohéme bei den Festspielen in Weikersheim. Beim Wettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg wurde Alec Otto ein Jahr später Preisträger, gastierte mit mehreren Rollen in Berlin und ist in dieser Spielzeit im Theater Nordhausen in der Ritteroper Il combattimento di Tancredi e Clorinda zu erleben und ab 30. November auch als Fürstensohn Edwin in Emmerich Kálmáns Operette Die Csárdásfürstin. Eine Partie, auf die er sich besonders freut. Mit Regisseur Wolfgang Dosch arbeitet Alec Otto schon seit mehreren Jahren zusammen, war mit ihm auf einer Operettentournee in Japan unterwegs. Er hätte sehr viel von ihm gelernt, sagt der Opernsänger aus Südafrika, der mit ganz besonderem Charme vor allem die Herzen seines weiblichen Publikums erobert, wie man auch am Sonntag bei der Matinee zur Csárdásfürstin bemerken konnte.
Für die nächsten zwei Jahre werden die Stadt Nordhausen und das Theater zu seiner zweiten Heimat. Alec Otto hat seit ein paar Tagen sein festes Engagement in der Tasche und das Publikum wird den Tenor noch in vielen Rollen sehen. Zunächst aber erst einmal in der Csárdásfürstin, die am 30. November Premiere hat.
Die nächsten Vorstellungen:
16. Dezember, 14.30 Uhr,
19. Dezember, 15 Uhr,
23. Dezember, 19.30 Uhr und
31. Dezember um 15 und um 19.30 Uhr

