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Fürstin im Anmarsch

Donnerstag, 22. November 2007, 15:06 Uhr
Die nächste Premiere wird derzeit bienenfleißig am Nordhäuser Theater vorbereitet. Da wird allerdings nicht nur eine Fürstin zurückkehren, sondern auch ein Opernsänger – nach 38 Jahren...

Nach 38 Jahren wieder in Nordhausen (Foto: TN) Nach 38 Jahren wieder in Nordhausen (Foto: TN)

Es ist ein schönes Gefühl, nach 38 Jahren wieder an die alte Wirkungsstätte zurückzukehren, freut sich Peter Schulte-Overbeck. Der Opernsänger dürfte auch den Nordhäuser Theaterbesuchern noch gut bekannt sein. Von 1966 bis 1969 hatte er ein festes Engagement an den damaligen Bühnen der Stadt Nordhausen. Seine Antrittspartie war der Ferrando in der Oper „Der Troubadour“ von Giuseppe Verdi.

Peter Schulte-Overbeck ist in Rübeland im Harz geboren, studierte Kontrabass an der Musikfachschule „Georg Philipp Telemann“ in Magdeburg, Gesang am Hallenser Musikkonservatorium und machte sein Staatsexamen an der Hochschule für Musik in Leipzig. Der Opernsänger sang verschiedenste Partien auf den Bühnen in Dessau, Altenburg und in Nordhausen. Die Sängerin Erna Feierabend hatte in den sechziger Jahren den Kontakt nach Nordhausen vermittelt. Die Zeit in Nordhausen möchte der Sänger nicht missen.

Es gab viele Aufführungen und viele so genannte Abstecher wie beispielsweise nach Heiligenstadt, Sondershausen und Mühlhausen, wo das Nordhäuser Ensemble mit seinen Inszenierungen zu sehen war. Gern erinnert er sich an seine Lieblingsrolle als Cuperus in „Die Zaubergeige“ von Egk. Das Publikum hat bei der Premiere in Nordhausen getobt – vierzigmal öffnete sich am Schluss wieder der Theatervorhang, bevor das Licht im Saal erlosch.

Auch wenn er seit einem Jahr im Ruhestand ist, auf der Bühne sieht man Peter Schulte-Overbeck immer mal wieder als Gast in der einen oder anderen Oper und Operette, wie jetzt in der „Csárdásfürstin“.

37 Jahre hat der Opernsänger in Erfurt auf der Bühne gestanden. Zu den Rollen mit denen er sich die Gunst des Publikums errang, gehörten u. a. Doktor Bartolo im „Barbier von Sevilla“, der Pope in „Katarina Ismailowa“, Fürst Moritz Populescu in „Gräfin Mariza“ und der König in „Aida“.

Jetzt sehen die Theaterbesucher Peter Schulte-Overbeck ab 30. November in Emmerich Kálmáns Operette „Die Csárdásfürstin“ als Fürst Leopold am Theater Nordhausen. Die Inszenierung macht dem Sänger großen Spaß und er hätte nie gedacht, dass ein Regisseur (Wolfgang Dosch aus Wien führt Regie) selbst „alten Hasen“ im Operettenfach noch etwas beibringen kann. Peter Schulte-Overbeck freut sich schon sehr auf das Nordhäuser Publikum. „Ich hoffe ja, dass die Theaterbesucher mich auf der Bühne wieder erkennen“, sagt er scherzhaft.

Premiere ist am Freitag, 30. November. Allerdings gibt es da nur noch mit ein bisschen Glück Karten, wenn evtl. welche zurückgegeben werden. Auch für die weiteren Termine für die „Csárdásfürstin“ ist die Nachfrage groß und die Freunde der Operette sollten nicht lange zögern, um sich ihre Karten zu sichern.

Die nächsten Vorstellungen:
16. Dez., 19. Dez., 23. Dez., 31. Dez. 2007 (nur noch Restkarten), 18. Jan., 9. Febr., 19. März, 5. April und 4. Mai 2008.

Kartenvorverkauf unter Tel. 0 36 31 – 98 34 52 und bei allen Vorverkaufsstellen der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH.
Autor: nnz

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